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BVB-Keeper Weidenfeller will weiterhin für Furore sorgen

02.12.2012 | 21:00 Uhr
BVB-Keeper Weidenfeller will weiterhin für Furore sorgen
Glanzparaden im Minutentakt: Torwart Roman Weidenfeller klärt gegen Javi Martinez’ Kopfball.

München.   Borussia Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller verhinderte mit seinen Paraden den Münchner Triumph und sorgte für ein 1:1, mit dem offenbar alle Beteiligten des großen Duells gut leben können. In zehn Jahren BVB hat sich der 32-Jährige stetig weiterentwickelt - und will auch weiterhin für Furore sorgen.

Nein, von Fußball verstehe sie nicht sehr viel, sagt die Flugbegleiterin in der Maschine von München nach Paderborn, die die Mannschaft von Borussia Dortmund nach dem 1:1 beim FC Bayern München zurück in die Heimat bringt. "Aber", sagt sie, während sie die Getränke serviert, "ein Torwart soll gut gewesen sein." Der Mann, der gemeint ist, sitzt ein paar Reihen weiter: Roman Weidenfeller. Von ihm nimmt man nun offenbar auch jenseits der Wolken Notiz.

Der Schlussmann war es schließlich, der die Niederlage abwendete, der mit seinen Paraden verhinderte, dass der Spitzenreiter aus München endgültig gerade rückte, was ihn seit zwei Jahren so wurmt: diese Serie gegen den BVB, gegen den der Branchenriese offenbar nicht mehr gewinnen kann. Weidenfeller stand dabei im Weg. "Wir können uns bei ihm bedanken. Er hat uns am Ende im Spiel gehalten", sagt Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, "dass er ein großartiger Torwart ist, das wussten wir, heute hat er es allen noch einmal gezeigt."

Kein Spiel für Torhüter

BVB-Splitter
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Es ist ein intensives Spiel, in dem auf beiden Seiten lange die großen Torchancen fehlen. Kein Spiel für Torhüter. Jede Sekunde wachsam sein und dennoch nie wirklich drin im Spiel, weil die Bälle vorbeifliegen oder von den eigenen Männern abgeblockt werden.

Dann zischt der Schuss von Toni Kroos an ihm vorbei ins Tor (67.). Keine Abwehrchance. Doch seine Kollegen raffen sich auf, erzielen sieben Minuten später in Person von Mario Götze den Ausgleich, als das Spiel zwischen Sieg und Niederlage hin und her wogt. Der nächste Fehler, die nächste kleinste Unachtsamkeit kann entscheidend sein. Weidenfellers Vorderleute sind in den letzten Minuten dieses Spiels ein wenig unachtsam.

86. Minute: Mario Gomez steckt den Ball Sekunden nach seiner Einwechslung geschickt durch zu Toni Kroos, der ist vollkommen frei, doch ein starker Reflex Weidenfellers macht die Chance zunichte. 88. Minute: Thomas Müller verunglückt eine Flanke, der Ball senkt sich gefährlich auf die lange Ecke, doch Weidenfeller wischt den Ball über die Latte. Dann der folgende Eckball: Javi Martinez steigt hoch, köpft den Ball wuchtig aufs Tor, doch Weidenfeller kratzt ihn mit der Hand von der Linie. Glanzparaden im Sekundentakt. "Unsere Chancen", sagt Münchens Trainer Jupp Heynckes, "hat er überragend pariert."

In der Form seines Lebens

BVB / FCB
BVB und Bayern - Fußball-Mächte im Gleichgewicht

Bayern München kann gegen Borussia Dortmund auch weiterhin nicht gewinnen. Im "Spiel der Giganten" kam der deutsche Fußball-Rekordmeister gegen Doublegewinner Borussia Dortmund nicht über ein gerechtes 1:1 (0:0) hinaus.

Mit seinen 32 Jahren befindet sich der Dortmunder Keeper offenbar in der Form seines Lebens. Augsburg, Amsterdam, Madrid – Gegner, die sich an Weidenfeller die Zähne ausbissen. Nun München. Auf der Gegenseite stand Manuel Neuer, der Nationaltorwart, im Kasten. Er wackelte zweimal bedenklich. Der Dortmunder keine Sekunde. Auf ihn ist in den vergangenen Monaten stets Verlass.

Seit 2002 ist Weidenfeller beim BVB unter Vertrag. Er hatte schwere Zeiten, war Reservist hinter Jens Lehmann, kurzzeitig sogar hinter dem Franzosen Guillaume Varmuz. Weidenfeller blieb, als die Borussia finanziell zu kollabieren drohte. Nun wird er für seine Treue entschädigt. Mit Titeln: zweimal Meister, einmal Pokalsieger. Sie machen den jahrelang verbissenen Weidenfeller besonnener, zufriedener. Und so aus einem guten Torwart einen sehr guten.

„Das Zeug dazu, für Furore zu sorgen“

Weidenfellers Vertrag ist derzeit noch bis 2014 datiert. Vielleicht kommt schon in dieser Zeit ein weiterer Titel dazu. Welcher? Wann? Das weiß auch Roman Weidenfeller nicht. "Aber ich weiß, wir haben das Zeug dazu, noch für Furore zu sorgen."

Daniel Berg und Thorsten Schabelon



Kommentare
04.12.2012
21:53
BVB-Keeper Weidenfeller will weiterhin für Furore sorgen....
von hagpell | #6

...da Löw Topkandidat als Mourinho-Nachfolger bei Real ist! Käme es so, würden die Aktien von Roman wieder deutlich steigen!

03.12.2012
14:29
BVB-Keeper Weidenfeller will weiterhin für Furore sorgen
von sak1 | #5

weidenfeller hat seine eigene meinung seinen eigenen kopf, sowas ist bei löw unerwünscht.

03.12.2012
12:18
BVB-Keeper Weidenfeller will weiterhin für Furore sorgen
von The_Cooler | #4

Jogi Löw ist die größte Wurst des deutschen Fußballs: Er hatte nicht nur ein Spiel verpasst, bei dem 12 Spieler der deutschen Nationalmannschaft auf dem Platz standen und weitere vier auf der Bank saßen. Diesmal musste er zudem öffentlich seine Fußballkompetenz in Frage stellen lassen. So stellte Jupp Heynckes vor laufenden Kameras die alles entscheidende Frage: "Ich weiß nicht was der noch alles halten soll, um international spielen zu dürfen. Das möchte ich hier einmal in aller Deutlichkeit sagen". So sagt es schwatzgelb.de, sinngemäss.

03.12.2012
10:15
Weidenfeller Spieler des Tages, Teil 2
von Geologe | #3

Die drei Dinger, die er da gegen Ende der Partie rausgekratzt hat, die hätten nicht viele Keeper auf diesem Planeten rausgeholt.

Auch wenn Roman das Thema Nationalmannschaft abgehakt hat und auch zurecht abgehakt hat, weil es leistungstechnisch einfach keine Gründe für die ganzen Nichtnominierungen gibt und die Gründe dafür demnach im menschlichen Bereich liegen müssen, sprich Jogi kann Weide einfach nicht leiden, so kann man doch abschließend festhalten, dass das Spiel gegen Schweden mit Weide im Tor nicht 4:4, sondern 4:0 oder 4:1 ausgegangen wäre.

Aber egal, so kann Weide sich auf den BVB konzentrieren und Jogi Woche für Woche aufzeigen, dass er in der Torwartfrage die falsche Antwort gewählt hat.

03.12.2012
00:34
Weidenfeller Spieler des Tages
von Samenstroem | #2

Für mich hat ganz klar Roman dem BVB einen Punkt gerettet und er war der Spieler der Partie. Die letzten 20 Minuten hat er mit seinen Paraden dominiert.

02.12.2012
23:42
Furore? Na ja....
von westfaIenborusse | #1

Dieser Eindruck, Roman hätte das 1:1 festgehalten, täuscht doch sehr.

Unterm Strich hatten beide Mannschaften gleich viele Chancen und die 3 grössten Chancen für Bayern waren zufälligerweise am Schluss. Unterm Strich eine Klasse-Leistung von Roman, aber auch eklatante Fehler in der Abwehr, allen voran von Schmelle und Gündogan,. Keine Ahnung, was mit denen los war. Ganz schwach, genauso wie diesmal Lewa.

Aber unterm Strich war Lewa bis jetzt sehr erfolgreich und wenn jetzt noch der Pokalerfolg gegen Hannover kommt plus zwei Siege gegen Wolfsburg und Hoppenheim, war es eine richtig gute Hinrunde.
Glück auf und nur der BVB

3 Antworten
BVB-Keeper Weidenfeller will weiterhin für Furore sorgen
von DasMentalmonster | #1-1

"Zufälligerweise" am Schluss? Ich würde mir mal die "Tabelle der 2.Halbzeit", dann wüsstest Du, dass Deinen Göttern ständig am Schluss die Luft ausgeht! Kein Wunder, wenn die Leichtathletik den Mittelpunkt des BVB-Spiels ausmacht ...

Da spielen die Bayern etwas "borussiger"....
von hagpell | #1-2

...kopieren also nach dem langweiligen Ballgeschiebe der "van-Gaal-Ära" den Deutschen Meister, schon melden sich hier die "Bayern-Kunden" zu Wort und feiern das sportliche Plagiat als Meilenstein bayerischer Spielkunst.
Die Anhänger der Galaktischen mit den Lederhosen übersehen überdies - in ihrer testosterongesteuerten pubertären Denke-, dass eine moderne Spielkultur und Spielidee Synonyme für die "Fohlen-Weisweiler-Elf" in den 70-ziger und für die heutige Rasselbande von Klopp sind, während der gehypte FCB meistens altbacken daher kam.Von taktischen oder sonstigen Innovationen mal ganz zu schweigen.
Bloß davon verstehen die Bayern-Kunden nicht viel.

BVB-Keeper Weidenfeller will weiterhin für Furore sorgen
von misterjones | #1-3

Sorry, hagpell, aber dem Monsterchen Systemfußball erklären bedeutet Pinguine in die Sahara tragen. ;-)

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