BVB-Coach Klopp erwartet intensives Spiel in Hamburg

Dynamo Dresden v Borussia Dortmund - DFB Cup
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Was wir bereits wissen
Nach vier Ligasiegen in Folge reist der BVB selbstbewusst nach Hamburg - braucht aber einen Sieg, um nicht wieder in den Tabellenkeller zu rutschen.

Dortmund.. Dass Sebastian Kehl dienstältester Profi von Borussia Dortmund ist, wird am Donnerstag wieder einmal deutlich. "Ich kann mich auch an andere Zeiten erinnern", sagt er. "Als wir Hamburg deutlich geschlagen und tolle Siege in Hamburg eingefahren haben. Oft war das für den BVB ein gutes Pflaster."

Wenn die Dortmunder aber am Samstag (15.30 Uhr/im Live-Ticker) beim Hamburger SV antreten, werden außer dem früheren Kapitän Kehl nur wenige Profis dabei sein, die sich an die Zeiten erinnern können, in denen der BVB gegen Hamburg eine positive Bilanz hatte. Nur einen Sieg gab es in den vergangenen fünf Partien gegen die Hanseaten, der letzte Sieg in Hamburg ist drei Jahre her.

BVB als HSV-Aufbaugegner

"Gefühlt haben wir in Hamburg etwas gutzumachen, in den vergangenen Jahren haben wir dort oft unnötigerweise Punkte liegen lassen", sagt BVB-Trainer Klopp dazu. "Hamburg hat genug Punkte von uns bekommen in den letzten Jahren, die ja auch immer dringend notwendig waren für den HSV." In der vergangenen Saison etwa präsentierten sich die Hamburger als veritabler Trümmerhaufen - bis der BVB anreiste und mit merkwürdig lethargischem Auftritt 0:3 unterging. Wieder einmal war man HSV-Aufbaugegner. Dank der sechs Punkte, die man gegen Dortmund holte, hielt der HSV die Klasse.

"Jetzt brauchen aber beide Mannschaften die Punkte unbedingt aus den gleichen Gründen", sagt Klopp. "Deshalb haben wir da viel vor." Er erwartet ein intensives Spiel gegen zuletzt enorm laufstarke Hamburger - genau wie Kehl, der in der Hansestadt erneut den angeschlagenen Nuri Sahin ersetzen könnte. "Der HSV hat auch eine brenzlige Situation, sie müssen Punkte sammeln, stehen enorm unter Druck", sagt er. "Aber wir brauchen die Punkte genauso, um nicht wieder in größere Gefahr zu geraten. Von daher wird es sicherlich ein intensives, vielleicht sogar ruppiges Spiel, das hat das Hamburger Spiel in den vergangenen Wochen gekennzeichnet."

Die Dortmunder haben nach vier Ligasiegen in Folge zwar massiv an Selbstvertrauen hinzugewonnen - richten den Blick aber nach wie vor eher nach unten als nach oben. "Es gibt keine neuen Ziele", sagt Kehl. "Aki Watzke und der Trainer haben 40 Punkte als Ziel ausgegeben, um den Nichtabstieg unter Dach und Fach zu bringen. Darauf kommt es jetzt an."