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DFL-Sicherheitskonzept

BVB-Boss Watzke fordert Berücksichtigung der Fanbelange

11.12.2012 | 19:50 Uhr
BVB-Boss Watzke fordert Berücksichtigung der Fanbelange
Hans-Joachim Watzke versichert, „dass der BVB in einem ständigen Austausch mit seinen Fangruppierungen steht.“Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, gehört zu den Vereinsvertretern, die über das Sicherheitskonzept abstimmen. „Wir werden über einige Dinge diskutieren müssen“, sagt der 53-Jährige. „Es kann etwa nicht sein, dass der Heimklub das Gästekontingent erheblich reduziert.“

Herr Watzke, benötigt der deutsche Profifußball ein Sicherheitskonzept?

Hans-Joachim Watzke: Ja, denn wir müssen der Politik zeigen, dass wir handlungsfähig sind. Wir dürfen Politikern nicht unser Feld überlassen. Es sind leider Dinge passiert, die ein Handeln erfordern.

Wurde das Konzept zu schnell entwickelt?

DFL-Sicherheitskonzept
Das sind die Streitpunkte beim Sicherheitskonzept der DFL

Der 12. Dezember 2012 könnte nicht nur als besonderes Hochzeitsdatum in Erinnerung bleiben. Die 36 Profiklubs der 1. und 2. Bundesliga entscheiden am Mittwoch über ein Konzept, das für mehr Sicherheit in den Stadien sorgen soll. Die Politik fordert ein klares Votum, die Fangruppen protestieren.

Watzke: Es wurde doch drei Monate gebrütet und beraten. Das ist in der Bundesliga, in der wir jeden Tag wichtige Entscheidungen treffen müssen, relativ lang. Wer das kritisiert, der sucht nur ein Alibi. Und egal wen man eingebunden hätte, es hätten sich immer Kritiker zu Wort gemeldet.

Sie sind am Mittwoch in Frankfurt vor Ort.

Watzke: Ja, und ich denke, dass dem Konzept in seiner jetzigen Form zugestimmt wird. Ich werde mir die Gespräche anhören, und wir werden über einige Dinge diskutieren müssen. Es kann etwa, auch im Sinne unserer BVB-Fans, nicht sein, dass der Heimklub das Gästekontingent erheblich reduziert. Da muss man die Fanbelange berücksichtigen.

Was wird nach dem Mittwoch passieren?

Watzke: Das weiß ich nicht, ich bin kein Zukunftsforscher. Für uns kann ich nur sagen, dass der BVB in einem ständigen Austausch mit seinen Fangruppierungen steht. Das war so, das ist so und das wird immer so bleiben.

Thorsten Schabelon

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