BVB-Abwehrchef Hummels patzt zweimal gegen Gladbach - Note 5

BVB-Kapitän Mats Hummels (r.) im Zwiegespräch mit Torhüter Roman Weidenfeller.
BVB-Kapitän Mats Hummels (r.) im Zwiegespräch mit Torhüter Roman Weidenfeller.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Beim 1:3 gegen Gladbach bekleckerte sich kein Dortmunder mit Ruhm. BVB-Kapitän Mats Hummels erwischte jedoch einen besonders schwarzen Tag.

Mönchengladbach.. Noten von 2,5 bis 5,5: Diskutieren Sie mit uns die Leistung von Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach.

Die BVB-Noten im Überblick

Roman Weidenfeller: : Beim frühen Gegentor hielt er noch stark gegen Johnson, war beim Nachschuss (1.) aber ebenso machtlos wie beim zweiten (32.) und dritten Gegentreffer (67.). Stark seine Reaktion kurz nach Wiederanpfiff gegen Herrmann (48.), aufmerksam gegen den heranstürmende Kruse (63.). Note: 2,5

Spielbericht Mats Hummels: An beiden Gegentoren hatte der BVB-Kapitän entscheidenden Anteil: Vor dem 0:1 rutschte er weg und gab so Herrmann Zeit und Raum, den Ball präzise nach innen zu spielen (1.). Und vor dem zweiten Gegentreffer suchte er mit vollem Risiko in der gegnerischen Hälfte den Zweikampf, verlor ihn - und fehlte dann hinten (32.). Note: 5

Sokratis: Lukasz Piszczek verletzt, Oliver Kirch verletzt, Erik Durm verletzt - und so musste der etatmäßige Innenverteidiger wieder auf rechts verteidigen. Versuchte sich mir einigen Flanken aus dem Halbfeld, die allerdings nichts einbrachten. Defensiv immerhin stand er in Halbzeit eins solide - das konnte nicht jeder BVB-Abwehrspieler von sich behaupten. Nach der Pause Teil einer Dortmunder Dreierkette - was seinen Stärken deutlich mehr entgegenkommt. Fehlerfrei blieb er aber nicht, vor dem 0:3 köpfte er Ramos den Ball in den Rücken (67.). Note: 4

Neven Subotic: Machte zunächst ein aufmerksames Spiel mit zahlreichen Balleroberungen und gewonnenen Zweikämpfen. Vor dem 0:2 aber erkannte er die Situation viel zu spät und kam dann nicht mehr in den Zweikampf gegen den durchgestarteten Herrmann (32.). Note: 3,5

Marcel Schmelzer (bis 70.): Rechtzeitig vor Anpfiff signalisierte der angeschlagene Linksverteidiger: Es geht. Zum Glück für den BVB, denn er war einer der wenigen Lichtblicke, trieb das Spiel immer wieder an und brachte durchaus gefährliche Hereingaben - etwa in der 50. Minute, als Kagawa ein Luftloch trat, anstatt zu treffen. Aber gegen den starken Herrmann hatte er defensiv auch mal das Nachsehen. Note: 2,5

Sebastian Kehl: Er hätte das 0:2 am besten verhindern können - kam aber mangels Tempo gar nicht richtig in den Zweikampf mit Herrmann (32.). Ansonsten war es ein solides Spiel des defensiven Mittelfeldspielers - ohne dass er dabei allerdings besonders geglänzt hätte. Beim 0:3 war er derjenige, der dem Torschützen beim Eckball am nächsten stand - ohne dass er den Einschlag verhindern konnte (67.). Note: 4,5

Shinji Kagawa (bis 63.): Viel unterwegs, aber gedanklich meist zu langsam und in den entscheidenden Momenten fehlte ihm der Mut zum Risiko, zu oft drehte er ab und spielte quer, wenn sich mal die Gelegenheit zum Steilpass ergab. Bremste so einige im Ansatz gefährliche Situationen aus. Symptomatisch sein Luftloch völlig frei vorm Tor (50.). Note: 5,5

Jakub Blaszczykowski: Engagiert, aber glücklos. Sorgte mit seiner Dynamik durchaus für Wirbel auf der rechten Seite - ohne dass dies allerdings etwas eingebracht hätte. Note: 4,5

Ilkay Gündogan: Auch er grätschte bei Herrmanns Sturmlauf ins Leere (32.) - durchaus bezeichnend für seine Defensivzweikämpfe. Offensiv immer wieder am Ball - aber insgesamt zu behäbig und uninspiriert, um wirklich gefährliche Szenen heraufzubeschwören. Er kann so viel mehr, als er in den letzten Wochen zeigt - daran änderte auch sein Treffer zum 1:3 nichts. Note: 5

Henrikh Mkhitaryan: Weil Marco Reus und Kevin Kampl verletzt fehlten, bekam der Mittelfeldspieler wieder einmal eine Bewährungschance. Er war sichtlich bemüht diese zu nutzen, sehr engagiert und spielfreudig und noch der beste Offensivspieler. Vor dem frühen 0:1 aber ließ er sich allzu leicht von Herrmann austanzen (1.). Note: 3,5

Pierre-Emerick Aubameyang (bis 77.): Weil ihm Gladbach kaum Räume bot, war vom pfeilschnellen Stürmer wieder einmal wenig zu sehen. Er bewegte sich zwar viel, bot sich immer wieder an - kam aber meist mit Rücken zum Tor an den Ball und konnte seine Stärken so nicht ausspielen. Note: 5

Adrian Ramos (ab 63.): Kam für Kagawa und hatte beim 0:3 gleich Pech, dass der Ball von seinem Rücken zum Torschützen Nordtveit sprang (67.). Er hatte kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen, daher ohne Note.

Jeremy Dudziak (ab 70.): Kam für den angeschlagenen Schmelzer und bereitete das 1:3 mit viel Übersicht vor (76). Aufgrund der kurzen Einsatzzeit dennoch ohne Note.

Ciro Immobile (ab 77.): Kam für Aubameyang. Ohne Note