Borussia Dortmund führt Plastikgeld ein
16.06.2010 | 16:42 Uhr 2010-06-16T16:42:00+0200
Dortmund.Die Fans von Borussia Dortmund werden ab der neuen Saison mit dünneren Geldbörsen ins Stadion gehen können: Der BVB setzt an den Imbissständen in seinem Tempel auf bargeldlosen Zahlungsverkehr.
Schalke hat’s. Leverkusen auch. Hannover 96 und der FC Bayern München ebenfalls: In einigen deutschen Stadien bezahlen Fans Bratwurst und Bier bargeldlos per Karte. Ab der kommenden Saison wird auch bei Borussia Dortmund mit Plastikgeld bezahlt. „Die Abwicklung an den Countern soll schneller und damit fanfreundlicher werden“ erklärt BVB-Geschäftsführer Thomas Treß den Weg weg vom Bargeld.
Die Kartenzahlung stößt indes nicht überall auf Gegenliebe. Vor allem Gästefans ist das Plastikgeld oft ein Dorn im Auge. Die müssen sich für einen einmaligen Stadionbesuch zunächst eine Karte besorgen, um sie nach dem Spiel wieder abzugeben. Dabei kann es schon mal zu langen Schlangen an den Kartenstationen kommen. Ärgerlich, denn gerade Auswärtsfans stehen nach dem Spiel oft unter Zeitdruck, da sie ihren Zug oder Bus erreichen müssen. „Wir werden auf jeden Fall genügend Rückgabestellen anbieten“, beruhigt Treß. So sollen die Fans ihre Karte etwa auch an den Becherrücknahmestellen auf- oder entladen können. Außerdem sei keine Mindestaufladung für die Karten geplant.
Übergangsphase an den ersten Spieltagen
Um den Andrang von 80.000 Fans am ersten Spieltag zu entzerren, wird es allerdings eine Übergangszeit geben. Treß geht davon aus, dass an den ersten drei bis vier Spieltagen der kommenden Saison bargeldloser und herkömmlicher Zahlungsverkehr parallel laufen werden, damit jeder Fan Gelegenheit hat, stressfrei an das Kärtchen zu gelangen.
Der gemischte Zahlungsverkehr ist ein Modell, mit dem sich auch viele Fans auf Dauer anfreunden könnten. Im Forum des Fanzines schwatzgelb.de fallen die Reaktionen auf die Bezahlkarte denn auch gar nicht so negativ aus. Doch ein Großteil der Anhänger wünscht sich eine Mischform aus Bar- und Kartenzahlung.
Denn viele kennen Bezahlkarten von Gastspielen der Borussia in Gelsenkirchen, wo auch Gästefans oder Konzertbesucher gezwungen sind, mit der dort gängigen „Knappenkarte“ zu bezahlen.
Doch eine friedliche Koexistenz von Bargeld und Plastikkarte lehnt Thomas Treß entschieden ab: „Das würde das Ganze ad absurdum führen“, so die klare Aussage des Geschäftsführers.
30.000 Dauerkarten schon verkauft
Unterdessen hat der BVB die erste Schallmauer durchbrochen: Am Donnerstag erwarb Christoph Suprun die 30.000. Dauerkarte für die Saison 2010/2011. Sie beinhaltet neben den 17 Heimspielen in der Fußball-Bundesliga auch das Heimspiel in der vierten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League am 19. oder 26. August. Der Dauerkarten-Umtausch bei Borussia Dortmund läuft noch bis zum 30. Juni. Nächste Woche Donnerstag (24. Juni) schließt die Geschäftsstelle aus diesem Grund erst um 20 Uhr.
Der 31 Jahre alte Malermeister Suprun erhielt von Treß ein vorgezogenes Geschenk zur geplanten Hochzeit, die in 14 Tagen stattfindet: Treß schenkte dem künftigen Ehepaar eine zweite Dauerkarte für die Südtribüne, damit das Paar die Fußball-Nachmittage im BVB-Stadion gemeinsam verbringen kann. Von TSP, dem Veranstalter des internationalen Freundschaftsspiels am 4. August gegen Manchester City, gab es noch zwei Eintrittskarten für diese Partie oben drauf.

15:44
Auch da gilt wieder, Abwarten!
Es wird sicherlich Kinderkrankheiten geben. Die Organisation wie hier schon erwähnt ist zum Beispiel so was wo der Verein aus Fehlern, die bestimmt kommen werden, lernen muss und diese dann beheben muss, aber so was dauert halt vielleicht damit es 90%ig stimmt auch eine ganze Saison.
Ich bin wie viele hier der Meinung das diese System für Dauerkartenbesitzer und Fans die oft im Stadion sind sicherlich gut sein kann, das Problem ist hauptsächlich der Auswärtsfan also die die nur 1-2 mal vorbeikommen um für diese und Andere die nicht so häufig vorbeikommen wäre das bezahlen mit Bargeld oder der EC-Karte sicher vorteilhafter.
14:50
Das einzige faire und unkomplizierte System ist die Bezahlung mit der üblichen Geldkarte, d.h. auch mit der ec-Karte. So, wie bei Bayer Leverkusen. Man braucht sich keine Extra-Karte zu besorgen und kann dann eine BVB-Karte oder die ec-Karte (mit aufgeldenem Chip) überall - auch außerhalb des Stadion - benutzen. Karten, die nur im Stadion gelten sind technisch überhalt und verärgern die Fans!
08:32
Dann wird es in Zukunft ein Butterbrot und ein Tetrapack von Zuhause im Stadion geben !
- - - No plasticmoney - - -
03:26
Habt ihr auch Kaffee und Kuchen, dann komme ich eventuell mal auf einen kick vorbei:-)))))))))))
14:29
Die haben wohl die Kappe kaputt
und wie soll ich meine Pariser aus den Automat holen
04:29
Wenn ich Fussballfan wäre, würde ich Amok laufen. Mal benennt man mir das Stadion um, TV-Rechte, Preiserhöhung, Merchandise, etc. Was macht man mit meinem Sport, wenn ich Fussball doch so mag?
Achja, Fussballfans brauchen das aktuelle Trikot und reagieren sich lieber an UBahn und Regionalexpress ab, etc. Aber das Herz schlägt schwatzgelb, oléoléolé. Ihr seid völlig bescheuert.
Früher gabs mal ne Bratwurst-Oma direkt vorm Westfalenstadion, jetzt gibt es ein Vetragsverhältnis mit einem Catering-Dienstleister, mit genormter schlechter Laune beim Aushändigen der Pizza-Ecke.
Jetzt kommt die Zukunft in Form des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Whoohoo! Und das alles vor der Erfindung von EC-, Visa- und Mastercard! Respekt!
00:54
Nur muß man bei Wertmarken in den meisten Fällen nicht vorher genau ausrechnen, wieviel Geld man ausgeben muß. Meistens kostet ein Bier eine Wertmarke. Will ich also fünf Bier trinken, hole ich fünf Wertmarken. In GE kostet ein Bier m.W. nach 3,90 €. Bei fünf Bier sind das - rechne - 19,50 €. Aufladen kann man in 5er Schritten, also 20 €. Bleiben am Ende 0,5 € übrig, für die man sich dann nichts kaufen kann.
18:20
Ich bin auch kein Freund der Knappenkarte, aber im Prinzip ist es nicht anderes, als eine Wertmarke, wie es sie bei zig Veranstaltungen gibt. Komischerweise regt sich da kein Mensch drüber auf,
18:03
Ich war bis jetzt immer froh darüber, daß es das Plastikgeld beim BVB nicht gibt...und jetzt heißt es statt einmal, mindestens zweimal anstellen ( Karte aufladen - Bratwurst oder Bier kaufen ). Und diejenigen, die ein Guthaben nicht verfallen lassen wollen, stellen sich noch ein drittes mal in die Reihe ( stell ich mir nach Abfiff in einem nahezu ausverkauften Stadion echt prickelnd vor )
Von Fanfreundlichkeit kann keine Rede sein...hat doch bis jetzt immer alles geklappt, aber warum einfach, wenns auch umständlich geht...Prima BVB...im Stadion gefällt es mir von Saison zu Saison immer weniger...
16:05
Schneller und besser wird für die Fans gar nichts. Das zeigen ja auch die Erfahrungen in anderen Stadien. Ein wichtiger Grund für die Einführung der Geldkarte: Das Service-Personal kann nicht mehr in die eigene Tasche wirtschaften.