Borussia Dortmund - der Meister und die Meisterschaft

Jakub "Kuba" Blaszczykowski (r.) und Lukasz Piszczek.
Jakub "Kuba" Blaszczykowski (r.) und Lukasz Piszczek.
Foto: dapd

Dortmund.. Der Zeitpunkt würde passen. Exakt vor einem Jahr haben die verantwortlichen Herren von Borussia Dortmund das erste Mal ihre Meister-Ambitionen formuliert. Der BVB hatte gerade die Bayern in deren Münchener Arena 3:1 weggerockt und nach 24 Spieltagen satte 16 Punkte Vorsprung auf den Rekordmeister. Auch der Tabellenzweite Bayer Leverkusen verdiente – bei zwölf Punkten Rückstand – den Titel „Verfolger“ nicht wirklich. Im Mai war Bescherung und der BVB zum siebten Mal Meister.

Jetzt ist wieder Ende Februar. Aus dem Titel-Vierkampf ist ein Dreikampf geworden, was zumindest in Dortmund niemand bedauert. Der BVB steht nach 23 Spieltagen vier Punkte vor den Bayern und fünf Punkte vor Gladbach.

Über die Meisterschaft wird beim Meister aber nicht geredet. Wobei BVB-Boss Hans-Joachim Watzke vor zwei Wochen die Gäste eines Fachkongresses auf ein denkbares Szenario hingewiesen hat: „Borussia Dortmund hat das Titel-Gen. Die Bayern haben die besten Möglichkeiten. Wenn die wieder nicht wollen, kommt vielleicht der Klub mit dem Titel-Gen zum Zuge.“

Warum auch nicht? Die Ausgangsposition des konstantesten Teams der Liga ist gut: Dem BVB gelangen zuletzt sieben Siege in Serie. Seit 17 Spielen ist der Titelverteidiger, der zum selben Zeitpunkt der Meistersaison nur drei Punkte weniger hatte, ungeschlagen. Die letzte Niederlage für den Tabellenführer gab es im September. Fußball-Historiker werden sich erinnern.

Die Verfolger Bayern und Gladbach kommen noch nach Dortmund. Es könnte im April zwei Fußballfeste geben. Und vielleicht folgt ja dann ein weiteres im Mai...