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Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen

17.07.2013 | 20:33 Uhr

Dortmund.  Zähneknirschend hat Robert Lewandowski inzwischen akzeptiert, seinen Vertrag in Dortmund erfüllen zu müssen. Statt sich jedoch über den Umgang der BVB-Führung mit ihm zu „wundern“, sollte er sich besser einmal fragen, warum die Bayern der geplatzte Transfer so kalt lässt. Ein Kommentar.

Wie soll und kann jemand Spitzenleistungen bringen, wenn er mit seinen Gedanken, ja, angeblich gar mit seinem Herzen ganz woanders ist? Wer so fragt angesichts von Robert Lewandowski erzwungenem Verbleib in Dortmund (auf Basis eines gültigen Vertrages, wohlgemerkt!), weiß wenig von der Profifußball-Szene. Dort pflegen Spieler, die eben noch scheinbar inbrünstig das Klubemblem auf ihrem Trikot geküsst haben, nicht selten über Nacht herauszufinden, dass ihre wahre Liebe immer schon jenem Verein gegolten hatte, der ihm gerade ein besseres Angebot unterbreitete. Soll heißen: Eine Vereinszugehörigkeit ist im heutigen Fußball weniger (wenn überhaupt noch) eine Herzensangelegenheit als eine Geschäftsbeziehung.

Auch Guardiola hat keinen Druck wegen Lewandowski gemacht

Deshalb steht Lewandowskis „Verwunderung“ über den Umgang der BVB-Führung mit seinem Wechselwunsch auch keineswegs im Widerspruch zu der Annahme, der Pole werde gleichwohl mit unvermindertem Ehrgeiz in die kommende Spielzeit gehen. Was wäre schließlich die Alternative? Sich hängen zu lassen, um die Borussia dafür zu bestrafen, dass sie ihn nicht zu den Bayern gehen ließ? Damit würde der Stürmer zuallererst sich selbst schaden.

Für Kommentator Reinhard Schüssler sollte sich Lewandowski mal Gedanken über die Bayern machen.Foto: NRZ

Ohnehin täte Lewandowski gut daran, sich darüber zu wundern, warum sich – anders als bei ihm – der Ärger der Bayern über den (vorerst) geplatzten Transfer in Grenzen hält. Auch von Pep Guardiola ist nicht bekannt, dass er in dieser Personalfrage Druck gemacht hätte. Was im Übrigen auch für eine zweite Personalie mit BVB-Hintergrund gilt: Mario Götze dürfte ziemlich erstaunt gewesen sein, zu erfahren, dass Thiago Alcantara der absolute Wunschspieler des neuen Bayern-Trainers war – und nicht er, wie die Münchner augenscheinlich in der Absicht kolportiert hatten, Götze den Wechsel noch schmackhafter zu machen.

Bayern wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen

BVB
BVB-Trainer Jürgen Klopp bestätigt Anfragen anderer Klubs

Die Erfolge der letzten Jahre von Jürgen Klopp mit Borussia Dortmund haben im Ausland nicht erst seit dem Champions-League-Finale für große Aufmerksamkeit gesorgt. Nun bestätigte der BVB-Coach, dass mehrere Klubs an einer Verpflichtung interessiert waren.

Der vor dem Hintergrund des üppig ausgestatteten Münchener Kaders von Anfang an vorherrschende Eindruck, dem FC Bayern sei es im Werben um die beiden Dortmunder Superstars vor allem darum gegangen, in bewährter Manier den größten Rivalen zu schwächen, ist jedenfalls seit Guardiolas Antritt in München eher noch verstärkt worden.

Reinhard Schüssler



Kommentare
23.07.2013
09:00
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von wolf1506 | #70

Habt ihr alle hier nen Schatten? Wird wohl wirklich Zeit, dass es wieder losgeht ...

1. Warum zum Geier sollten sich die Verantwortlichen vom FCB jetzt noch zu Lewa äußern? Sie wollten ihn, wir sagten nein, jetzt kommt er eben ein Jahr später ohne Ablöse. Thema durch.
2. Welcher Verein trauert denn Monate nach einem nicht realisierten Transfer dem noch nach? Was soll das bringen? Der FCB hat doch nun wirklich genug positives was sie kommentieren können derzeit. Soll sich Sammer hinstellen und weinen, dass diese eine Transfer nicht geklappt hat?
3. Nicht nur die Bayern "schwächen" doch die Konkurrenz. Die ganze Liga macht das ständig, nur eben auf unterschiedlichen Ablösenniveaus. Wir kauften Reus, Schwächung von Gladbach. Stuttgart kauft Szalai, Schwächung von Mainz und was dies Jahr in Freiburg abgegangen ist, will ich gar nicht kommentieren.

Also Leute, kommt mal runter. Ist ja nimmer lang ...

20.07.2013
10:56
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von Foreigner | #69

Aha! Wenn Bayern sich Götze schnappt, ist`s "bewusstes Schwächen des Gegners" - wenn der BVB Reus abwirbt, ist`s "Stärken des eigenen Kaders"! Die Welt des BVB-Anhangs ist ganz offensichtlich überaus simpel gestrickt ...

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Name von Moderation entfernt | #69-1

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Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von Foreigner | #69-2

Bloß, weil ich im Gegensatz zu Dir die größere Klasse des FC Bayern gegenüber dem BVB erkennen kann?

19.07.2013
12:20
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von sak1 | #68

bayernbochumer und marwang: borussia gibt nur das Geld aus was sie haben, nicht mehr wie in den neuziger das was sie nicht haben und heulen brauche ich nicht, die zeiten ändern sich und eine neue saison beginnt, schauen wir mal, was passiert! lasst die spiele beginnen!

1 Antwort
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von Bayernbochumer | #68-1

Aber der BVb hat doch 100 Mios.....

19.07.2013
11:19
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von trickflyer | #67

so siehts aus.wird ja seit jahren(seit dem der steuerversteher da werkelt)so praktiziert.

19.07.2013
10:16
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von dortmunderunion | #66

Ich frage mich wo der FCB den BVB schwächen wollte? Haben die ein Angebot abgegeben? So viel ich weis nicht. Und bei Götze ist auch alles rechtens. Dort haben die einfach die Ak gezogen. Wenn Susi Zork so doof ist die in den Vertrag zu schreiben macht Ihn dafür verantwortlich und nicht denn FCB.

1 Antwort
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von Melete | #66-1

@dortmunderunion: "Haben die ein Angebot abgegeben? So viel ich weis nicht."

Immer noch nicht durchschaut, worum es eigentlich ging?

1) Lancieren, dass man Interesse an Lewandowski hat;
2) den Spieler und seine "Berater" kirre machen mit den Perspektiven, die Bayern bieten würde;
3) wenn Lewandowski öffentlich erklärt, dass er den BVB verlassen und zu den Bayern will, erst mal abtauchen (wie Sie es schreiben: kein Angebot abgeben);
4) nachdem die Frist verstrichen ist, die der BVB als letzte für ein schriftliches Angebot genannt hat, und Watzke erklärt, dass ein Wechsel nicht mehr möglich ist, dem BVB die Schuld zuschieben (Rummenigge: man sei "verhandlungsbereit" gewesen = möglichst vage bleiben, man hat ja kein Angebot abgegeben);
5) sich daran freuen, dass Lewandowski ausgerechnet bei den Spielen gegen Bayern nicht zur Höchstform aufläuft;
6) hoffen, dass man in der nächsten Saison durch Lewas Unzufriedenheit weitere Unruhe in die Dortmunder Mannschaft getragen wird.

19.07.2013
08:46
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von sak1 | #65

bayernbochumer, maarwag und wie ihr alle heisst, wenn grösse wie bei den bayern nur über millionengehälter und ablösen geht und man sich so die erfolge kauft ist das doch ein sehr schwaches bild. grösse zeigt sich anders. Übrigens Kagawa ist bei Manu nicht angekommen, Götze ist in München nur zweite Wahl und Lewa nur ein Spielball von Beratern und dem FC Bayern. Nicht immer ist dieser Schritt richtig.Und der Schritt hin zu einem internationalen Topklub der mit Geld um sich schmeisst, ob das der richtige Schritt ist, bezweifel ich. Dortmund ist mit seinen Möglichkeiten weit gekommen und in München sorgt das für Kopfschmerzen und das ist gut so. Aber egal welcher Verein in der Bundesliga die Bayern ärgert, es ist wichtig das die Liga spannend bleibt! Und der Meister nicht immer aus München kommt, sondern vielleicht auch mal aus Leverkusen oder Schalke oder Hamburg.

3 Antworten
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von Bayernbochumer | #65-1

Ich respektiere natürlich Ihre Meinung, die m.E. aber stereotyp ist. Wenn ein regionaler Club in internationales Fahrwasser einlaufen will und eine langfristige Perspektive aufbauen, wird man das mit Marketinggags a la Echte Liebe und einer Alles ist so toll bei uns Mentalität nicht erreichen können. Dazu Bedarf es dann größerer Investitionen in Topspieler, die halt etwas teurer sind. Diese Tatsache wird der Vorstand des bVb sehr schnell realisieren müssen, andernfalls wird der BVb wieder im Mittelmaß versinken.

Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von marwang | #65-2

und warum gibt der bvb zur zeit soviel geld aus ,auch die gehälter werden rasant steigen der bvb muß aufpassen er hat schon einmal versucht bayern einzuholen ist dabei bald pleite gegangen und watzke kennt dass doch am besten so und nun heul weiter

Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von darkblu2006 | #65-3

was ist mit den Titeln die der BVB sich erkauft hat ,werden die gelöscht ??

19.07.2013
06:29
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Name von Moderation entfernt | #64

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19.07.2013
01:49
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von Riffralf | #63

Götze wird seinen Wechsel wohlmöglich noch bitter bereuen, beim BVB war er der Liebling aller und auch schlechtere Phasen wurden verziehen, beim FCB ist er demnächst einer unter vielen Legionären, der gleich mit Verletzung und Trainingsrückstand auf der Bank sitzen wird, wenn überhaupt, da wird es schwer mit dem Stammplatz, Lewandowski wird dies hoffentlich verfolgen und dem BVB noch auf Knien dafür danken

2 Antworten
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von Bayernbochumer | #63-1

Falsche, Götze und Lewa, wie übrigens auch Kagawa, haben sich entschlossen zukünftig für eine großen internationalen Verein zu spielen und somit den richtigen Schritt unternommen, bei allem Respekt für den BVB.

Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von kadiya26 | #63-2

Die Frage ist nur, ob sie spielen. Oder sitzen.

19.07.2013
01:06
Bayern München wollte BVB mit Lewandowski-Transfer wohl nur schwächen
von darkblu2006 | #62

Was ein nutzloser Kommentar Herr Schüssler !! Der BVB und Herr Watzke haben sich doch klar positioniert in der Sache und haben unmissverständlich klar gemacht das sie Lewa nicht gehen lassen .Was sollen die Bayern den ihrer Meinung nach machen ? 60 Millionen bieten für ein Jahr ?? Bayern hat einen guten Kader und wird oben mitspielen und nächste Saison kommt dann Lewa für null !! Euro nach München ...

18.07.2013
23:13
Motivation ist nicht allein das Resultat einer vernünftigen Abwägung
von Melete | #61

Klar, eine Vereinszugehörigkeit ist heutzutage eine Geschäftsbeziehung. Und Lewandowski wird sich sicher nicht absichtlich hängen lassen, um den BVB zu bestrafen - er würde sich selber schaden.

Doch man sollte die Psychologie der Spieler nicht vergessen. Es ist nicht einfach alles eine Frage der Vernunft; Emotionen können Spieler blockieren oder beflügeln. Die Frage, was für ein Motivator ein Trainer ist, wäre absolut egal, wenn die Frage, wie viel ein Spieler von seinem Potential nutzt, allein das Resultat einer vernünftigen Abwägung wäre. Denn so gut wie nur irgend möglich spielen will ja wohl jeder Spieler (außer den bestochenen).

Wenn ein Spieler einen untergründigen Groll hegt, kann er vielleicht die entscheidenden Prozente nicht aktivieren. Und in das Mannschaftsgefüge bringt man eventuell noch weitere Unruhe. Die Scheinanfrage der Bayern sollte vielleicht noch Ausstrahlungskraft auf die Folgesaison haben.

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