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BVB-Trainer Klopp hat keine Angst vor Rekordtransfer Martinez

30.08.2012 | 16:40 Uhr
Javier Martinez ist der teuerste Transfer der Bundesligageschichte. Für BVB-Trainer Klopp kein Grund zur Furcht.

Essen.  Beim FC Bayern ist die Freude groß: Javier Martinez trägt ab sofort das Trikot des Vereins. Am Sonntag wird er vermutlich aber noch nicht im Spiel gegen Stuttgart zu sehen sein. Was sagen die Trainer der Bundesligisten zum teuersten Transfer der Bundesligageschichte?

Es gab sogar Applaus. Als Javier Martinez die einstudierten Worte "Ich freue mich, beim FC Bayern zu sein" fehlerfrei und auch nur mit einem leichten spanischen Akzent vorgetragen hatte , konnten selbst die sonst so neutralen Journalisten nicht anders. 25 Kameramänner, mehrere Dutzend Fotografen, 60 Journalisten und auch Mama Fortu und Papa Victor applaudierten im Presseraum der Münchner Arena. Und Martinez legte nach und versprach: "Wir haben eine goldene Zukunft vor uns."

Wie reagieren die Trainer der Bundesligisten auf den "Transfer der Superlative"?

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Da wird uns jetzt nicht Angst und Bange. Er ist auch nur ein Fußball-Spieler, aber sicher ein außergewöhnlich guter. Er wird den Bayern mittel- und langfristig weiterhelfen."

Horst Held (Schalke 04): "Diese Entwicklung ist ja nicht neu. Ich war schon selbst bei Transfers dieser Größenordnung dabei. Denken Sie an Mario Gomez, als er zu Bayern München wechselte. Solche Transfers der Bayern sind in Deutschland nicht normal, aber im europäischen Maßstab nicht ungewöhnlich."

Präsentation Javier Martinez

Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "40 Millionen sind auf jeden Fall eine Riesen-Summe, noch dazu für einen defensiven Mittelfeldspieler. Normalerweise gibt man so viel Geld für einen Offensivspieler aus. So ein Transfer braucht natürlich auch die nötige Eingewöhnungszeit. Ich selbst habe den Spieler bei der U21-EM gesehen. Und da war er schon sehr auffällig und ist im Vergleich zu den Gleichaltrigen herausgestochen. So einen Transfer kann nur der FC Bayern machen, und das haben sie der Konkurrenz noch einmal vor Augen geführt. Es bringt für sie in der Breite auf jeden Fall eine größere Qualität. Aber ob sie damit im Meisterschaftskampf die Nase vorne haben werden, kann ich nicht beurteilen."

Michael Büskens (SpVgg Greuther Fürth): "Die Summe ist absolut gerechtfertigt, wenn es der Markt hergibt. Wenn es der Verein fordert und München zahlt, ist das absolut okay. Auf dem Festgeldkonto kriegt man momentan ja auch ganz wenig Zinsen. Es muss ein geniales Gefühl sein, so einen Scheck zu überreichen. Vielleicht überfällt einen kurz der Gedanke, ihn selbst zu behalten. Für uns ist das eine andere Welt. Wir sind nicht in der Lage, für einen Spieler mehr als eine Million auszugeben. Dass die Bundesliga rentabel ist und Italien und Spanien überholt hat, hat man in den letzten Jahren schon gesehen. Von der Kaufkraft liegt wohl nur noch die Premier League vor uns."

Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Ich brauche mich ja mit solchen Summen nicht beschäftigen. Ich beobachte es und finde es auch Wahnsinn. Aber es juckt mich nicht. Bayern hat große Ziele. "

Teuerste Transfers aller Zeiten

dapd


Kommentare
30.08.2012
17:05
BVB-Trainer Klopp hat keine Angst vor Rekordtransfer Martinez
von runningvalentino | #1

Ich finde es erschreckend, welch undifferenzierten Dummfug Trainer wie Mike Büskens hier verbreiten.
40 Millionen für einen Fußballspieler auszugeben und dann bescheinigt zu bekommen, dass diese Summe absolut gerechtfertigt ist, zeigt nur wie dekadent unsere (Fußball)Welt mittlerweile geworden ist.

Alles wird offensichtlich mittlerweile akzeptiert, um dieser heiligen Kuh zu huldigen.

Leute, gibt es eigentlich keine "Schmerzgrenze " mehr ?

Ich persönlich finde dieses Hofieren der Kicker und die Preistreiberei langsam aber sicher grenzwertig bis abartig.

4 Antworten
BVB-Trainer Klopp hat keine Angst vor Rekordtransfer Martinez
von marwang | #1-1

als gedächtnistütze vor 11 jahren kaufte der bvb amoroso für 25 millionen zu damaligen zeiten unglaublich und die zeiten haben sich geändert damals verdienten die spieler ein drittel von dem was sie heute bekommen

BVB-Trainer Klopp hat keine Angst vor Rekordtransfer Martinez
von runningvalentino | #1-2

Na und ?
Das war doch auch nicht nachvollziehbar. Es geht mir nicht um einzelne Vereine, sondern um den immer größer werdenden Wahnsinn im Profifußball!

@ runningvalentino
von bestianegra | #1-3

Ich kann das Jammern über die höher werdenden Summen im Profifussball nicht ganz nachvollziehen.
Das ist doch nicht über Nacht passiert, sondern ist das Ergebnis eines langfristigen Trends. In Europa sind derartige Summen doch fast schon alltäglich. Man sehe sich in dem Zusammenhang nur an, was bspw. die Engländer für ihre Olympiakandidaten ausgegeben haben.
Die Konsequenz eines dadurch immer professionelleren Umfelds sind Leistungen, die vor 10 Jahren nicht vorstellbar waren. Wer erinnert sich noch daran, wie grausam ein durchschnittliches Bundesligaspiel damals anzusehen war. Da akzeptiere ich gerne die Ablösesummen, noch dazu, wenn sie aus einem über viele Jahre vorbildlich erwirtschafteten Pool stammen.

BVB-Trainer Klopp hat keine Angst vor Rekordtransfer Martinez
von Vuvuzela-Tuuuter | #1-4

Prinzipiell stimme ich dem eigentlich zu. Die Summen sind irrsinnig abgehoben. Allerdings hängt das mit der Erwartungshaltung zusammen. Der FC Bayern ist ja nicht der einzige Verein Europas, der viele Millionen Euro Umsatz bei Transfers macht. Nur im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen der europäischen Elitegruppe kann der FCB auf solide Finanzen zurückgreifen. Bei Vereinen wie ManCity und Chelsea, wo das Geld aus einem Goldesel eines Millardärs kommt, ist das etwas anders. Diese Millardäre sind es, die die Preise so exorbitant steigen lassen. Wäre die nicht, würden die Transfersummen nicht ganz so extrem steigen. Sie wären sicherlich nicht klein, aber mit sicher geringer als jetzt.

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