BVB-Trainer Klopp hat keine Angst vor Rekordtransfer Martinez

Javier Martinez ist der teuerste Transfer der Bundesligageschichte. Für BVB-Trainer Klopp kein Grund zur Furcht.
Javier Martinez ist der teuerste Transfer der Bundesligageschichte. Für BVB-Trainer Klopp kein Grund zur Furcht.
Was wir bereits wissen
Beim FC Bayern ist die Freude groß: Javier Martinez trägt ab sofort das Trikot des Vereins. Am Sonntag wird er vermutlich aber noch nicht im Spiel gegen Stuttgart zu sehen sein. Was sagen die Trainer der Bundesligisten zum teuersten Transfer der Bundesligageschichte?

Essen.. Es gab sogar Applaus. Als Javier Martinez die einstudierten Worte "Ich freue mich, beim FC Bayern zu sein" fehlerfrei und auch nur mit einem leichten spanischen Akzent vorgetragen hatte, konnten selbst die sonst so neutralen Journalisten nicht anders. 25 Kameramänner, mehrere Dutzend Fotografen, 60 Journalisten und auch Mama Fortu und Papa Victor applaudierten im Presseraum der Münchner Arena. Und Martinez legte nach und versprach: "Wir haben eine goldene Zukunft vor uns."

Wie reagieren die Trainer der Bundesligisten auf den "Transfer der Superlative"?

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Da wird uns jetzt nicht Angst und Bange. Er ist auch nur ein Fußball-Spieler, aber sicher ein außergewöhnlich guter. Er wird den Bayern mittel- und langfristig weiterhelfen."

Horst Held (Schalke 04): "Diese Entwicklung ist ja nicht neu. Ich war schon selbst bei Transfers dieser Größenordnung dabei. Denken Sie an Mario Gomez, als er zu Bayern München wechselte. Solche Transfers der Bayern sind in Deutschland nicht normal, aber im europäischen Maßstab nicht ungewöhnlich."

Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "40 Millionen sind auf jeden Fall eine Riesen-Summe, noch dazu für einen defensiven Mittelfeldspieler. Normalerweise gibt man so viel Geld für einen Offensivspieler aus. So ein Transfer braucht natürlich auch die nötige Eingewöhnungszeit. Ich selbst habe den Spieler bei der U21-EM gesehen. Und da war er schon sehr auffällig und ist im Vergleich zu den Gleichaltrigen herausgestochen. So einen Transfer kann nur der FC Bayern machen, und das haben sie der Konkurrenz noch einmal vor Augen geführt. Es bringt für sie in der Breite auf jeden Fall eine größere Qualität. Aber ob sie damit im Meisterschaftskampf die Nase vorne haben werden, kann ich nicht beurteilen."

Michael Büskens (SpVgg Greuther Fürth): "Die Summe ist absolut gerechtfertigt, wenn es der Markt hergibt. Wenn es der Verein fordert und München zahlt, ist das absolut okay. Auf dem Festgeldkonto kriegt man momentan ja auch ganz wenig Zinsen. Es muss ein geniales Gefühl sein, so einen Scheck zu überreichen. Vielleicht überfällt einen kurz der Gedanke, ihn selbst zu behalten. Für uns ist das eine andere Welt. Wir sind nicht in der Lage, für einen Spieler mehr als eine Million auszugeben. Dass die Bundesliga rentabel ist und Italien und Spanien überholt hat, hat man in den letzten Jahren schon gesehen. Von der Kaufkraft liegt wohl nur noch die Premier League vor uns."

Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Ich brauche mich ja mit solchen Summen nicht beschäftigen. Ich beobachte es und finde es auch Wahnsinn. Aber es juckt mich nicht. Bayern hat große Ziele."