BVB-Coach Klopp vergleicht Bayern mit James-Bond-Bösewicht

BVB-Trainer Jürgen Klopp (li.) hätte Götze gerne gehalten - und ist nun nicht mehr gut auf die Bayern zu sprechen.
BVB-Trainer Jürgen Klopp (li.) hätte Götze gerne gehalten - und ist nun nicht mehr gut auf die Bayern zu sprechen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Sticheleien vor dem Champions-League-Finale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern nehmen zu: BVB-Coach Jürgen Klopp hat die Bayern in einem Interview mit einem James-Bond-Bösewicht verglichen - weil ihm das Gebaren der Münchner rund um den Götze-Transfer nicht gefällt.

Essen.. Jürgen Klopp hat den verbalen Schlagabtausch vor dem Champions-League-Endspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München eingeläutet. In einem Interview mit der englischen Zeitung The Guardian verglich der Trainer des BVB den FC Bayern mit einem James-Bond-Bösewicht und forderte dazu auf, seiner Mannschaft am Samstag (20.45 Uhr/ZDF, Sky und im Live-Ticker) beim Finale die Daumen zu drücken: "Ich denke, in diesem Moment muss die Welt des Fußballs auf unserer Seite sein."

Was Klopp offensichtlich aufwühlt, ist das Verhalten des FC Bayern in den Fällen von Mario Götze und Robert Lewandowski. Der deutsche Nationalspieler Götze wechselt zum Ende der Saison für 37 Millionen Euro zu den Bayern, der polnische Starstürmer Lewandowski soll mit dem Rekordmeister Einigung über einen Wechsel in diesem oder nächstem Jahr erzielt haben.

Klopp: "Wir sind kein Supermarkt"

"Wenn es das ist, was Bayern will ... Es ist wie bei James Bond, außer, dass sie der andere Kerl sind." Dortmund der gute Kämpfer für die Gerechtigkeit, der FC Bayern der Schurke, der sich die Welt untertan machen will - so sieht es Klopp. "Wir sind kein Supermarkt", ereiferte sich der BVB-Trainer, "aber sie wollen unsere Spieler, weil sie wissen, dass wir ihnen nicht das gleiche Geld zahlen können."

Champions League-Finale Mit dem Geschäftsgebaren des FC Bayern will Klopp nichts zu tun haben. Die Münchner wollten ein "Jahrzehnt des Erfolges" wie der FC Barcelona - "das ist okay, wenn Du das Geld hast, es erhöht die Chance auf Erfolg". Dortmund werde da jedoch nicht mitmachen. "Es könnte nicht unser Weg sein, so zu handeln wie Real und Bayern und nicht über Steuern nachzudenken - und dann die nächste Generation mit unseren Problemen fertigwerden zu lassen." Der BVB müsse "seriös und sensibel" mit seinem Geld umgehen. (sid)