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Britische Presse feiert Drogba und Co. - Robben in der Kritik

20.05.2012 | 12:53 Uhr
Der entscheidende Mann: Didier Drobba traf erst zum Ausgleich und verwandelte dann den entscheidenden Elfmeter.Foto: imago

Essen.  "Drama", "Thriller", "Chelsea im gelobten Land" – Nach dem ersten Titelgewinn der Londoner in der Champions League suchten die britischen Medien nach neuen Superlativen - anderswo dagegen stehen die Verlierer im Fokus.

In Italien fanden die Blätter deutliche Schlagzeilen für die Fehlschützen der Bayern . "Heynckes ist von Robben und Olic verraten worden", schrieb die "Gazzetta dello Sport". Auch die niederländischen Medien kritisieren Robben. DerWesten gibt einen Überblick über die internationalen Pressestimmen:

GROSSBRITANNIEN

Daily Express: Drogba und Cech kombinieren in einer dramatischen Nacht und geben Roman Abramowitsch den Champions-League-Pokal, den er fast ein Jahrzehnt herbeigesehnt hat.

Daily Mail: Drogba und Cech liefern den Heiligen Gral bei der Krönung der Blues in Europa.

Daily Mirror: Milliardenfacher Dank – Am Ende erfüllen sich die Fantasien des Roman Abramowtisch.

Daily Star: Tödlicher Drogba feuert Chelsea in München zum Champions-League-Triumph. In der Stadt von Albert Einstein kratzte sich Chelsea kurz am Kopf und löste eine knifflige Denkaufgabe.

Fox Sports: Chelsea schlägt Bayern im Final-Thriller – Didier Drogba ist der Held und zerschmettert Münchens Träume in einem nervenzerreißenden Elfmeterschießen in der Allianz Arena.

The Independent: Drogba führt Chelsea ins gelobte Land – Abramowitsch realisiert seinen großen Traum. Glück für den russischen Milliardär, dessen hohes Investment sich unter dramatischen Umständen zurückzahlt. Die verschwenderischen Bayern spielten den generösen Gastgeber.

Trauer beim FC Bayern

The Observer: Didier Drogba erfreut sich in München daran, Chelseas Schmerz von Moskau zu verbannen.

Sporting Life: Ein magischer Moment! Roberto di Matteo genießt den Augenblick und lehnt es nach Chelseas Champions-League-Sieg ab, über seine Zukunft zu sprechen.

The Sun: Didi did it – Drogba besiegelt den Sieg im Münchner Elfmeterschießen.

The Week: Chelseas Trickdiebstahl lässt Bayern München geplättet zurück.

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: Seine Majestät Chelsea! Heynckes ist von Robben und Olic verraten worden. Schweinsteiger, der Held von Madrid, vergießt viele Tränen. Seine Leistung ist zwar exzellent, doch am Ende bricht er zusammen. Für Bayern könnte es nicht schmerzhafter sein, die Champions League im eigenen Tempel zu verlieren. Der Teamgeist der Bayern ist stark, doch die Fehler der Einzelnen verurteilen die Mannschaft zur Niederlage.

Corriere dello Sport: Der Favorit FC Bayern kapituliert einen Schritt vor dem Sieg. Vor zwei Jahren mussten die Deutschen vor Mourinhos Inter Mailand resignieren, diesmal vor Di Matteos Truppe. Di Matteo ist für Chelsea der Coach des Neubeginns nach der verheerenden Ära von Villas Boas. Mit dem italienischen Trainer auf der Bank erobert Chelsea die Spitze des europäischen Fußball-Olymps.

Tuttosport: FC Bayern, Hausherr in seiner wunderbaren Allianz Arena, erlebt ein sportliches Drama ohne Gleichen. Drogba erobert mit seinem Tor einen Platz in der Fußballgeschichte.

Robben völlig geknickt

Il Messaggero: Chelsea, König in Bayerns Allianz Arena! Die Demütigung könnte für die Deutschen nicht größer sein. Das Spiel, das man in München gesehen hat, war bestimmt nicht die Nacht des spektakulären Fußballs. Chelsea übertreibt es mit Defensivfußball. Bayern dominiert das Spiel, nutzt aber die Chancen nicht.

Corriere della Sera: Chelsea, Meister im Elfmeterschießen, Drama für den FC Bayern. Die Bayern blicken auf die Scherben nach dem zweiten verlorenen Endspiel in drei Jahren. Der Klub ist von seinen Stars verraten worden. Gomez verfehlt drei Torgelegenheiten, Ribery und Robben versagen in den entscheidenden Momenten. Robbens verschossener Elfmeter ist der Anfang vom Ende.

FRANKREICH

L'Equipe: Chelsea ist ein Wunder. Wer hätte diesen Triumph der Blues vorhergesagt? Vor drei Monaten war dies fast unmöglich und selbst in der 87. Minute dieses verrückten Spiels war das Ende der Geschichte kaum vorstellbar gewesen. Die Story ist für Drogba wunderbar. Er und Chelsea haben den Gipfel erreicht.

Le Parisien: Drogba und Chelsea schreiben Geschichte. Vier Jahre nach dem Albtraum von Moskau sind die Blues am Ziel ihrer Träume angelangt.

Le Monde: Ein heroischer Drogba beschert Chelsea den Sieg. "Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen." Gary Lineker, der legendäre englische Fußballer in den 80-er Jahren, muss seinen Spruch revidieren.

SPANIEN

AS: Drogba, der König von Chelsea.

Marca: Neun Jahre und 900 Millionen Euro nach der Ankunft von Roman Abramowitsch hat sich Chelsea in die Geschichtsbücher eingetragen. Könige von Europa. Fernando Torres, Mata und Oriol Romeu - drei Spanier gewinnen erstmals in ihrem Leben die Champions League. Mata kommt von der Hölle in den Himmel.

NIEDERLANDE

De Telegraaf: Robben verpasst wieder. Der Bayern-Stürmer versiebt im Champions-League-Finale den entscheidenden Elfmeter. Ein unglaublicher Dämpfer. Wie nach dem verlorenen Champions-League-Finale 2010 gegen Inter Mailand geht Robben wieder leer aus. Dem Niederländer gelang es in der Verlängerung nicht, den entscheidenden Strafstoß zu vergolden. Dadurch durften die Blues, die das Spiel zu keinem Zeitpunkt bestimmten, am Ende den Pokal mit den Riesenohren durch die Luft schwenken.

Algemeen Dagblad: Chelsea in den Wolken nach einem Katastrophenabend von Robben. Die Millioneninvestitionen des steinreichen russischen Ölmagnaten Roman Abramowitsch haben Chelsea endlich den Champions-League-Sieg ermöglicht. Für Arjen Robben endete das Spiel in einem persönlichen Drama." (dapd)



Kommentare
21.05.2012
13:55
Britische Presse feiert Drogba und Co. - Robben in der Kritik
von Lappschmier | #1

Normalerweise haben die italienischen Kommentare zuviel Pathos für meinen Geschmack, aber diesmal trifft es Corriere della Sera auf den Punkt.
Es war nicht nur der verschossene Elfer von Roben, es war nicht nur der verschossene Elfer von Schweinsteiger, auch das Abtauchen von Ribery hat dazu beigetragen, dass das Spiel in die Verlängerung ging. Und Gomez? Mann, was bin ich froh, dass wir Huntelaar haben ..

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