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Fußball

Blatter kritisiert Elfmeterschießen

25.05.2012 | 21:01 Uhr

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat auf dem Kongress des Fußball-Weltverbandes in Budapest Kritik am Elfmeterschießen, das unentschiedene Spiele im K.o.-System entscheidet, geübt.

Budapest (SID) - FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat auf dem 62. Kongress des Fußball-Weltverbandes in Budapest Kritik am Elfmeterschießen, das unentschiedene Spiele im K.o.-System entscheidet, geübt. "Fußball kann zu einer Tragödie werden, wenn es ins Elfmeterschießen geht. Der Fußball ist eine Mannschaftssportart, aber wenn er in Situationen eins gegen eins geht, verliert er sein eigentliches Wesen", sagte der 76-Jährige in seiner Ansprache. Am vergangenen Samstag hatte der FC Chelsea im Elfmeterschießen gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München beim Endspiel in München die Champions League gewonnen.

Blatter forderte Deutschlands Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer als Vorsitzenden der FIFA-Fußball-Kommission auf, mögliche Lösungsansätze zu präsentieren. Blatter: "Vielleicht kann uns Franz Beckenbauer mit seiner Fußball-2014-Gruppe eine Lösung zeigen, vielleicht nicht heute, aber in der Zukunft."

Beckenbauer selbst äußerte sich zurückhaltend zum Vorstoß Blatters. "Man sollte es lassen, wie es ist. Elfmeterschießen bringt doch Emotionen ins Spiel und ist viel attraktiver als z.B. der frühere Münzwurf", sagte der 66-Jährige der Bild-Zeitung (Samstagsausgabe). Als Alternative könne er sich "höchstens ein Shoot out", wie er es in seiner Zeit bei Cosmos New York (1977 bis 1980) hatte, vorstellen: "Wie beim Penalty-Schießen im Eishockey läuft der Spieler auf den Torwart zu, kann ihn ausdribbeln oder an ihm vorbeischießen."

sid

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Kommentare
26.05.2012
13:27
Ich wäre für Tauziehen
von Burkinho09 | #1

Da müssen dann alle an einem Strang ziehen und das fördet vielleicht sogar noch den Teamgeist ;-)

Ich befürchte nur, dass dann jede Mannschaft ein paar Kraftsportler auf der Bank haben werden. Anstelle eines Torwartwechsels in der 119. Minute würden die dann noch schnell eingewechselt werden.

Der Sepp hat anscheinend keine anderen Probleme, als sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wie wäre es denn mal ein paar wichtigere Themen ernsthaft anzugehen, wie z.B. Korruption und Vetternwirtschaft bei der FIFA? Das Problem dabei ist nur, dass der Fisch vom Kopf stinkt und er sich selber die rote Karte zeigen müsste.

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