Bayern spazieren ins Viertelfinale
28.10.2009 | 22:50 Uhr 2009-10-28T22:50:00+0100
Frankfurt. So holprig der FC Bayern München auch in die Bundesliga-Saison gestartet ist: Im DFB-Pokal erreichte der Rekordmeister problemlos das Viertelfinale. Der 4:0 (3:0)-Sieg beim Bundesliga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt war eine Demonstration.
Bayern München genügte praktisch eine starke halbe Stunde, um den enttäuschend schwachen Frankfurtern in der mit gut 51.500 Zuschauern ausverkauften Arena die Zähne zu ziehen. Miroslav Klose (14, 19. Minute), Thomas Müller (29.) und Luca Toni (52.) erzielten die Tore für die haushoch überlegenen Gäste, während sich die hilflose Eintracht von den eigenen Fans verspotten lassen musste.
Erneut entschied sich van Gaal dafür, Mario Gomez auf die Bank zu setzen. Während er auf einen Hochkaräter verzichten und auf die Doppelspitze Miroslav Klose/Luca Toni setzen konnte, musste Michael Skibbe seinen einzigen echten Torjäger Ioannis Amanatidis (Oberschenkelzerrung) ersetzten. Der Eintracht-Coach ließ Martin Fenin und Alexander Meier stürmen.
Klose-Doppelpack
Nur: Von "stürmen" konnte bei der Eintracht keine Rede sein. Es waren ganz alleine die Bayern, die von Anfang an das Spiel machten. Schon lange vor Kloses 1:0 hätten die Gäste leicht in Führung gehen können. Bei einem Bayern-Freistoß aus der Spielfeldmitte (9.) ließen die Frankfurter Daniel van Buyten ungestört in den Strafraum sprinten. Reines Glück für die Hausherren, dass der Kopfball des langen Belgiers das Ziel verfehlte. Die nächste Großchance verpasste Thomas Müller aus 20 Metern (13.). Nur eine Minute später machte es Miroslav Klose besser: Mit einem simplen Heber über die Frankfurter Abwehr hatte Mark van Bommel seinem Stürmer freie Bahn verschafft. Einmal auf den Geschmack gekommen, legte Klose fünf Minuten später gleich das 2:0 nach. Auf der linken Angriffsseite hatte sich Thomas Müller trotz gewohnt harter Gegenwehr von Maik Franz durchgesetzt, und dessen Zuspiel versenkte Klose kurz und trocken.
Das "Dankeschön" folgte nach einer knappen halben Stunde. Diesmal war es Miroslav Klose, der Franz nach einem hilflos aussehenden Stolperer den Ball abjagte und die Kugel zu Müller schob, der die Gastgeber mit dem 3:0 praktisch schon k.o. schoss.
Schon ab diesem frühen Zeitpunkt konnten es sich die Bayern leisten, ihr Schonprogramm für das Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart am kommenden Samstag einzulegen.
So desorientiert wie in der ersten Halbzeit wirkte die Eintracht auch nach der Pause. Die Einwechslungen von Nikos Liberopoulos und Selim Teber für Zlatan Bajramovic und Markus Steinhöfer änderten an dem einseitigen Kräfteverhältnis nicht das Geringste. Selbst mit angezogener Handbremse bauten die Münchner ihre Führung noch aus. Luca Toni, der nach zahlreichen unglücklichen Szenen sozusagen als einziger Bayer noch richtig kämpfte, um endlich einmal eine gelungene Aktion hinzulegen, erzielte per Flugkopfball nach Müller-Flanke das 4:0.
Die Eintracht-Fans nahmen das Debakel mit Galgenhumor und dem "Pipi-Langstrumpf-Song". Aber während in München die Diskussionen um Louis van Gaal zumindest vorerst an Schärfe verlieren dürften, werden sich die Frankfurter viele solcher Vorstellungen sicher nicht gefallen lassen.
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