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Bayern-Bosse wollen Spieler mit harscher Kritik wachrütteln

21.02.2012 | 17:18 Uhr
Bayern-Bosse wollen Spieler mit harscher Kritik wachrütteln
„Unsere Mannschaft ist sehr gut beraten, das Spiel sehr ernst zu nehmen“, sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß.Foto: AFP

München/Basel.   Dass der FC Bayern schweres Gepäck mit sich führt zum Achtelfinal-Hinspiel beim FC Basel, ist nicht zu übersehen. Die Münchner hatten sich gefreut, als der vermeintlich leichte Gegner zugelost worden war. Mittlerweile ist die Stimmung umgeschlagen. So sehr, dass es ein 20-minütiges „Donnerwetter“ hinter verschlossenen Türen setzte.

Jupp Heynckes studierte sein Flugticket. MUC – EAP konnte der Trainer des FC Bayern darauf lesen, München Richtung Euro-Airport Basel-Mulhouse-Freiburg, Flugnummer LH 2570. Die selbe Route also wie vor dem 0:0 am Samstag beim Tabellenletzten SC Freiburg . Heynckes machte sich rasch auf den Weg zum Gate, raus aus der Schar der Kamerateams und Medienleute. Die Spieler entschwanden dem Schalterbereich ebenso schnell.

Normalerweise streuen die Profis vor dem Abflug zu Auftritten in der Champions League noch ein paar zuversichtliche Worte ein. Doch „jetzt reden nur die Chefs“, richtete Thomas Müller aus. Es traten nur Kapitän Philipp Lahm und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge von Amts wegen und mahnend vor die Presse. Erst bei der verpflichtenden Pressekonferenz im Swissotel Le Plaza im Raum Helvetia 1 äußerten sich auch Heynckes, Mario Gomez und Toni Kroos. Der Vorlauf erinnerte an jene Szenen des Samstags, als Sportdirektor Christian Nerlinger und Lahm Alarmstufe rot ausgerufen hatten. Die anderen wollten oder durften nichts sagen.

Energischer Vortrag der Bayern-Bosse

Dass der FC Bayern schweres Gepäck mit sich führt zum Achtelfinal-Hinspiel beim FC Basel ist nicht zu übersehen. Gefreut hatte man sich in München, als der vermeintlich leichte Gegner zugelost worden war. Mittlerweile ist die Stimmung umgeschlagen, so sehr, dass es ein 20-minütiges „Donnerwetter“ hinter verschlossenen Türen setzte. Rummenigge, Nerlinger und Finanzvorstand Karl Hopfner hatten der Mannschaft einen energischen Vortrag über Einstellung, Engagement und Ziele gehalten, zu denen neben dem Meistertitel und dem Pokalsieg ja auch das Finale der Champions League im eigenen Stadion am 19. Mai zählt. „Unsere Mannschaft ist sehr gut beraten, das Spiel sehr ernst zu nehmen“, ließ Präsident Uli Hoeneß wissen.

Kommentar
Das Problem der Bayern

Dortmund spielt beeindruckend stabil, auch Gladbach überrascht mit konstanter Klasse, der FC Bayern aber reibt sich auf an Gegnern wie Freiburg, Hamburg, Hoffenheim oder Hannover. Vor den beiden Champions-League-Duellen mit Basel ist der Verein in höchster Aufregung. Was ist da schief gelaufen?

Rummenigge bestätigte die ernsten Worte, ohne diese weiter kommentieren zu wollen. Das Grollen der Granden dringt aber auch so nach außen. Die Mannschaft sei in zu viele Ich-AGs zersplittert, überlieferte der „Münchner Merkur“. Die Zahl der Spieler, die eigene Interessen über den Erfolg der Mannschaft stellten, habe ein Ausmaß angenommen, das nicht mehr hinnehmbar sei. Und die Achse um Kapitän Lahm , namentlich Manuel Neuer, Thomas Müller und mit Abstrichen Mario Gomez, tauge in schweren Zeiten nicht als Fundament. Der Urheber dieser Einschätzungen blieb zwar ungenannt, doch dass diese drastische Kritik aus der Machtzentrale des Vereins stammt und gezielt indirekt der Öffentlichkeit zugeführt wurde, darf als gesichert gelten. Es ist so etwas wie eine letzte Warnung vor einem möglichen richtigen Knall.

Auch Heynckes hat das vernommen. Er „begrüßt“ die klaren Worten der Vorgesetzten an die Mannschaft. Der Trainer darf sich im Gegensatz zu seinen Spielern des Schutzes der Vereinsführung sicher sein, zumindest gilt das bis Saisonende. Mit auf die Reise bekam die Mannschaft die Forderung Rummenigges, es müsse „eine andere Gangart her.“

Kommentar zu Dante

Denn Basel stehe zwar nach dem 2:1 gegen Manchester United überraschend im Achtelfinale. „Aber sie haben eine große Mannschaft aus dem Wettbewerb geschmissen, das sollte Warnung genug sein.“

Rummenigge sprach’s und gab noch einen Kommentar zum Thema Dante von Borussia Mönchengladbach : „Wir vermelden immer dann was, wenn es fix ist.“ Das klang so wie seine Aussage, er wolle die jüngste Standpauke nicht weiter erklären. Es heißt, Dantes Transfer sei nur noch eine Formalie, zudem werde noch ein weiterer Innenverteidiger gesucht. Noch so eine Warnung.

Maik Rosner

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Kommentare
22.02.2012
19:32
Kirche im Dorf lassen....
von Sparbier | #3

Ich will hier ja keinem den Spaß verderben, aber Basel dürfte wohl eine Nummer zu klein sein, um den Bauern das Viertelfinale zu verhageln.

1 Antwort
hähähä...
von scheffe123 | #3-1

Das hamwa gesehen: Basel ist klein, die Jodelknechte sind noch kleiner!

22.02.2012
10:13
Bayern-Bosse wollen Spieler mit harscher Kritik wachrütteln
von lass_mal_laufen | #2

Der FCB kauft seit Jahren die "Madonnen" bzw. die, die es noch werden wollen, der Gegnerschar ab. Das es nicht ganz so einfach ist, einen großen Haufen Egozentriker wie Gomez, Ribbery, Neuer, Müller und besonders Eier Robben wirklich zu führen, hat der FCB in der vergangenen Saison gemerkt. Wenn jetzt der ach so tolle Vorstand inkl. Präsi die holde Madonnenschar durch gebrüll wachrüttel will, gehe ich mal davon aus, dass das in die Hose gehen wir. Basel im Aufwind wohin gegen der FCB einen 12! Punktevorsprung in der Bundesliga "verbaselt" hat. Ich gehe mal erschwert davon aus, dass der FCB in Basel verlieren wird, im Pokal gegen die Fohlen verlieren wird und in der Meisterschaft... Ach ja. Der FCB! Ein sehr gutes Beispiel, dass mit viel Geld auch nicht immer alles rund läuft. Aber es ist ja auch schön, zu sehen, wie vermeintliche "Opfer" den FCB an den Rand einer Krise führen können. Auf gehts Basel!

22.02.2012
09:56
Bayern-Bosse wollen Spieler mit harscher Kritik wachrütteln
von efendi | #1

Die glauben wohl noch im Ernst daran, am Endspiel im eigenen Stadion teilzunehmen....?
Nachdem die Bosse mit ihrer "harschen Kritik" die Stars bestimmt ungemein motiviert haben....

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