Barcas Transfers zeigen, dass im Profisport das Geld regiert

Arda Turan kommt für mindestens 34 Millionen Euro zum FC Barcelona - und muss dort zunächst ein halbes Jahr auf der Bank sitzen.
Arda Turan kommt für mindestens 34 Millionen Euro zum FC Barcelona - und muss dort zunächst ein halbes Jahr auf der Bank sitzen.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Der FC Barcelona umgeht seine Fifa-Strafe und kauft trotz Transfersperre zwei Spieler. Mit Fairplay hat das so gar nichts mehr zu tun. Ein Kommentar.

Essen.. Wer verstehen möchte, was absurdes Theater ist, der sollte einen Blick auf den FC Barcelona werfen. Trotz des Transferverbotes durch den Weltfußball-Verband Fifa kauft der Champions League-Sieger ein. Das widerspricht dem gesunden Menschenverstand, aber die Anwälte haben eine Lücke entdeckt.

Demnach darf Barcelona zwar keinen neuen Spieler für den Spielbetrieb melden, kaufen dürfen die Katalanen aber dennoch. Und das machen sie kräftig. Vor dem Türken Arda Turan hatten sie bereits den Außenverteidiger Aleix Vidal aus Sevilla geholt. Turan kostet mindestens 34 Millionen Euro, bei Vidal waren es 20 Millionen.Steuerhinterziehung

Fairplay-Gedanke bleibt auf der Strecke

Also 54 Millionen Euro – ohne die zusätzlichen Gehaltskosten – für zwei Stars, die bis Ende des Jahres auf der Tribüne sitzen. Beim Zweitligisten MSV Duisburg könnten sie von diesem Geld zum Beispiel zehn Saisons komplett bestreiten. Schwimmern, Leichtathleten oder Kanuten bleibt bei solchen Summen sowieso nichts anderes mehr übrig als Kopfschütteln.

Die Lehre daraus? Eindeutig: Im Profisport herrscht immer mehr das Recht des Stärkeren, der das Geld schubkarrenweise abschöpft. Im Sinne des Fairplay-Gedankens gibt es dafür nur ein Wort: absurd.