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DFB-Pokal

Babbel droht nach VfB-K.o. die Entlassung

27.10.2009 | 21:17 Uhr
Babbel droht nach VfB-K.o. die Entlassung

Fürth. Für Markus Babbel wird die Luft als Trainer des VfB Stuttgart immer dünner. Die Schwaben blamierten sich im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 0:1 (0:1) beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und kassierten bereits die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Folge.

Teamchef Markus Babbel droht nach dem blamablen Aus des VfB Stuttgart im Achtelfinale des DFB-Pokals die Entlassung. Die Schwaben kassierten mit dem 0:1 (0:1) beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Serie und setzten ihre Talfahrt ungebremst fort.

Nicht einmal ein Jahr nach dem Amtsantritt des mit dem Einzug in die Champions League grandios gestarteten Trainer-Lehrlings könnte seine Zeit bei den Schwaben damit schon wieder vorbei sein. "Das ist eine schwierige Situation. Es wird nicht einfacher. Ich weiß nicht, wie der Verein zu mir steht. Ich stelle mich der Situation. Ich bin nach wie vor von der Mannschaft überzeugt", sagte Babbel, der darauf hofft, auch gegen Rekordmeister Bayern München auf der Bank zu sitzen. Sportvorstand Horst Heldt, der vor dem Spiel einen ultimativen Sieg gefordert hatte, wollte ein Treubekenntnis für Babbel nicht abgegeben. "Das ist keine einfache Situation. Wir wollten unbedingt weiterkommen", sagte Heldt. Er könne zur Trainerdiskussion nicht viel sagen, man müsse nun "das Richtige machen".

Bernd Nehrig freut sich über sein Tor. (Foto: ddp)

Bernd Nehrig machte nach 32 Minuten den ersten Pflichtspiel-Sieg gegen Stuttgart seit 33 Jahren perfekt. Die Gäste zeigten dabei eine restlos enttäuschende Leistung. Beim VfB war erneut kein Aufwärtstrend erkennbar. Trotz der Feldüberlegenheit blieben auf Seiten der Gäste Torchancen lange Zeit Mangelware. Erst in der Schlussphase kamen die Schwaben auf, allerdings ohne Erfolg. "Wir bestrafen uns selbst. Wir kontrollieren das Spiel, Leidenschaft ist dabei. Aber wenn es ums Tore schießen geht, sind wir nicht gut. Das ist eine beschissene Situation", sagte VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger. Der Trainer komme bei der Mannschaft noch an, nur der letzte Satz "Geht raus und gewinnt" nicht.

Babbel wartete im vermeintlichen Endspiel um seinen Posten gleich mit einer spektakulären Änderung gegenüber Startformation bei der 0:1-Niederlage bei Hannover 96 auf. Superstar Alexander Hleb saß genauso wie Julian Schieber zunächst nur auf der Bank. Dafür liefen mit Pawel Pogrebnjak und Ciprian Marica wieder zwei Stürmer auf. Nach vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge hatte der ganz in Schwarz gekleidete Babbel sein Team in einer 15-minütigen Ansprache auf totalen Kampf eingeschworen. Doch davon war wenig zu sehen. Vor 11.800 Zuschauern im nicht ausverkauften Fürther Stadion baute der Bundesliga-14. in der ersten Hälfte vor allem über den starken Elson zwar ein regelrechtes Powerplay auf. Allerdings fehlten den Stuttgartern wie in den vergangenen Spielen einfach die Ideen und die letzte Durchschlagskraft. Zwei halbe Chancen von Pogrebnjak (3.) und Marica (22.) waren einfach zu wenig und so kam die Bestrafung auf dem Fuß. Zum Entsetzen von Babbel führte der erste gefährliche Angriff der Gastgeber nach über einer halben Stunde zum 0:1. Nach einer Flanke von Leonhard Haas ließ Bernd Nehrig noch VfB-Abwehrspieler Arthur Boka aussteigen und schob überlegt ein.

Das hilflose Babbel-Team wirkte danach völlig verunsichert, von einem Klassenunterschied war nichts mehr zu spüren. Stattdessen hatte Sami Allagui für die stark verteidigenden und bei Kontern immer gefährlichen Fürther die Chance zum 2:0, doch Matthieu Delpierre rettete vor der Linie (49.). Nach 59 Minuten brachte Babbel doch noch Hleb und Schieber, aber auch dieser Doppelwechsel beim hilflosen Team um den schwachen Kapitän Thomas Hitzlsperger brachte nicht mehr die Wende. Dabei hatte Marica mit einem Pfostenschuss großes Pech (87.). Zwei Minuten später setzte der Rumäne den Ball freistehend neben das Tor, in der Nachspielzeit scheiterte Delpierre.

Kritik von Buchwald

Vor dem Spiel hatte Weltmeister Guido Buchwald mit der offenen Kritik an der Führung des VfB Stuttgart für weiteren Wirbel gesorgt. "Es tut richtig weh, als Ehrenspielführer des Vereins dem VfB zuschauen zu müssen. Diese Mannschaft ist, wie sie sich präsentiert, keine Einheit", sagte Buchwald. Nach dem Abgang von Nationalstürmer Mario Gomez zu Bayern München habe der Verein falsch investiert. Am Samstag spielt der VfB gegen den Rekordmeister, bis dahin wird es beim deutschen Meister von 2007 wohl turbulente Tage geben. Bei Fürth verdienten sich Nehrig und Haas die Bestnoten. Auf Stuttgarter Seite wusste allenfals Delpierre zu gefallen. (sid)

DerWesten

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Kommentare
28.10.2009
07:06
Babbel droht nach VfB-K.o. die Entlassung
von Exossi | #2

Balljungen der Welt, vereinigt euch ...:-)

27.10.2009
23:01
Babbel droht nach VfB-K.o. die Entlassung
von Häuptling großer Abpfiff | #1

Ich geh noch zur Schule/
und wenn das Schicksal es will/
besteh ich die Prüfung
im nächsten April.

Sind ja noch reichlich Lehrgangsstunden nachzusitzen.
Solche Fehlzeiten sollte sich mal die Unterschicht erlauben...

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