Auch DFB-Spiele gegen Georgien und Co. haben einen Sinn

Sieht in Wochen wie diesen nicht immer maximal begeistert aus: Bundestrainer Joachim Löw.
Sieht in Wochen wie diesen nicht immer maximal begeistert aus: Bundestrainer Joachim Löw.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Georgien ist der 126. der Weltrangliste, der Ausgang der EM-Qualifikationspartie also so gewiss wie die Erkenntnis, dass Partien dieser Art nicht zum Amüsement des deutschen Publikums stattfinden. Ein Kommentar.

Essen.. Es war Ende Mai 2009, als die Nationalmannschaft erst China heimgesucht hat und dann auch noch die Vereinigten Arabischen Emirate. Es ging dem Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Fußball-Liga um „die Eroberung des asiatischen Marktes“. Es handelte sich also um einen Werbefeldzug, einen reichlich anstrengenden. Als der damals noch jugendfrische Mario Gomez zur ersten Pressekonferenz in Shanghai erschien, wirkte er zumindest so, als hätte er im Flieger ein Murmeltier gefrühstückt.

DFB-Team Die Reise nach Georgien hat die Spielerkörper und -köpfe nicht ganz so stark belastet. Aber auch, dass vier Stunden Flug und drei Stunden Zeitverschiebung für eine Begegnung mit dem 126. der Weltrangliste verkraftet werden müssen, sorgt bei den Arbeitgebern der geschlauchten Stars nicht für ein Hurra. Die Tage verstreichen, ein Experimentalkick gegen Australien wird eingestreut, dann steht ein EM-Qualifikationsspiel mit gewissem Ausgang an. . .

Was soll das? Hat sich sogar Bundestrainer Joachim Löw schon gefragt und vorgeschlagen, man könne doch Ausscheidungsgruppen für die kleinen Fußballnationen organisieren. Die gute Sache hat lediglich ein paar Funktionärshaken: Die Zwerge bringen die Stimmen bei Wahlen von Fußball-Welt- oder -Europapräsidenten. Und DFB und DFL oder einfach der dann hocherfreute Arbeitgeber würden die Freizeit sicher auch zu nutzen wissen: noch eben schnell irgendwas erobern.