Fußball

Applaus für das konsequente Durchgreifen der Fifa

Foto: Getty Images

Der Fußball-Weltverband Fifa hat Transferverbote für Real Madrid und Atletico Madrid ausgesprochen. Es erwischt also auch die Großen. Ein Kommentar.

Essen.. Bei Real Madrid werden sie am Donnerstag bestimmt mal nachgeschaut haben, ob in irgendeiner Schublade noch der Spielerpass von Zinedine Zidane liegt. Wer weiß, ob sie den noch brauchen können...

Schon der FC Barcelona wurde für Handel mit Jugendlichen bestraft

Als das Ballgenie, heute 43 Jahre alt, am 4. Januar das Traineramt bei Real übernahm, waren die Anforderungen schon schwer genug. Der Franzose war zwar von 2001 bis 2006 der Choreograf des legendären weißen Balletts der Königlichen, aber kann er auch aus einer Ansammlung elitärer Egozen­triker ein Team formen? Schafft er es, einflussreicher Aktionär bei der Ich-AG Cristiano Ronaldo zu werden?

Transfersperre Und jetzt auch noch das. Der Weltverband Fifa verbietet sowohl Real Madrid als auch dem Lokalrivalen Atletico Neuverpflichtungen in den nächsten beiden Transferperioden. Wie zuvor schon beim FC Barcelona wird der Handel mit Jugendlichen bestraft. Für die Ma­drider Vereine bedeutet das, dass sie sich jetzt ganz schön beeilen müssen, wenn sie ihre Teams ergänzen wollen: In 16 Tagen schließt das derzeit geöffnete Transferfenster.

Der Fifa ist zu attestieren, dass sie ihre eigenen Statuten neuerdings tatsächlich ernst nimmt. Dass sie sich auch die Großen vorknöpft, verdient Respekt.

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