Adler erhöht den Druck auf Enke
07.09.2009 | 10:33 Uhr 2009-09-07T10:33:00+0200
Leverkusen. René Adler, Torhüter von Bayer Leverkusen, meldet sich mit einer starken Leistung im Nationaltrikot zurück. An der Hierarchie allerdings hat sich nichts geändert. Am Mittwoch gegen Aserbaidschan spielt wieder Robert Enke.
Es darf spekuliert werden. Bevorzugt Arne Friedrich Rene Adler als Torhüter der Nationalmannschaft? Wollte der Berliner dem Leverkusener einen Vorteil verschaffen im Kopf-an-Kopf-an-Kopf-an-Kopf-Rennen der vier Keeper, die sich um die Nummer eins bei der WM 2010 bewerben?
In der 37. Minute des Länderspiels gegen Südafrika steuerte Friedrich den Ball in Richtung eigenes Tor und zwang Adler damit zu einem sensationellen Reflex. Adler bekam mehrere Gelegenheiten zur Auszeichnung – dies war die beste.
Natürlich unterstützten die Fans in Leverkusen den Mann ihrer Wahl, Joachim Löw ging mit dem Test des 24-Jährigen vor eigenem Publikum kein Risiko ein. „Rene hat ein starkes Spiel gemacht”, lobte der Bundestrainer, und auch Adler freute sich: „Es ist gut gelaufen, ich habe mein Tief überwunden.” Was das zu bedeuten hat? Wenig.
Geändert hat sich nämlich nichts. Löw und Torwarttrainer Andreas Köpke wurden in ihrer Ansicht bestätigt, dass sich der von ihnen unter Robert Enke, Rene Adler, Manuel Neuer und Tim Wiese ausgerufene Konkurrenzkampf leistungsfördernd auswirkt. Am Mittwoch gegen Aserbaidschan in Hannover spielt der Hannoveraner Robert Enke, im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel am 10. Oktober in Russland ebenfalls. Adler wird sich gedulden müssen.
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