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Trainer Wagner fordert von BVB-Reserve "große Leidenschaft"

09.11.2012 | 17:43 Uhr
Trainer Wagner fordert von BVB-Reserve "große Leidenschaft"
Hält die Abwehr? Marc Hornschuh, Koray Günter und Florian Hübner (v. l.) beim 0:0 gegen Rostock.Foto: Bodo Goeke

Dortmund.  Noch vier Punkte retten den BVB II in der 3. Liga vom rettenden Ufer. Höchste Zeit also für den zweiten Heimsieg. Am Samstag erwartet das Team von Trainer David Wagner den 1. FC Heidenheim. "Wir müssen diese Partie in punkto Einsatz zu einer Vollgas-Veranstaltung werden lassen", fordert Wagner.

Keine Frage, es wird höchste Zeit für den zweiten Heim-Dreier dieser Saison, denn wieder einmal droht die Konkurrenz dem BVB 2 in der Abstiegszone der 3. Liga zu enteilen. Seit dem 2:1 gegen Wacker Burghausen am 7. August blieben bei sechs Versuchen lediglich drei Punkte an der Strobelallee. Und hätte es zwischendurch nicht diesen Last Minute-Sieg in Darmstadt gegeben , würde sich die Situation für die Schwarz-Gelben sogar noch weit problematischer darstellen.

Trotzdem sind es vor der Partie am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim (14 Uhr, Rote Erde/Im Live-Ticker bei DerWesten) schon wieder vier Punkte bis zum rettenden Ufer. Bei dieser Konstellation würde selbst ein - unter normalen Umständen beachtliches - Remis gegen die im Sommer als einer der Top-Kandidaten für den Zweitliga-Aufstieg gehandelten Württemberger nicht reichen. Allerdings: auch Heidenheim hinkt hinter der eigenen Marschroute hinterher, steht genauso unter Druck wie die Gastgeber, denn nach nur einem Zähler aus dem letzten drei Spielen und dem Sturz auf Tabellenplatz sieben droht der Kontakt zu den Aufstiegsplätzen vollends abzureißen.

Schlechte Rasenverhältnisse könnten dem BVB II zu Gute kommen

Die Frage wird sein, welche der beiden Mannschaften am Samstag mit dieser Situation besser fertig wird. Obwohl die 1:3-Schlappe in Wehen aufgrund der schwachen zweiten Halbzeit als herber Rückschlag zu werten ist, sieht Wagner mehr als nur eine Außenseiterchance für seine Jungs, nur müssten sie dazu die geforderten Tugenden beherzigen: „Wir müssen diese Partie in punkto Einsatz zu einer Vollgas-Veranstaltung werden lassen, uns als ein höchst unbequemer Gegner erweisen und mit großer Leidenschaft verteidigen. Mit jeder Minute, in der uns das gelingt, wird das Spiel in unsere Richtung laufen.“

Dazu, mutmaßt der Borussen-Trainer, könnten seiner Mannschaft auch die äußeren Bedingungen in die Karten spielen: „Der Rasen in der Roten Erde wird sich nach dem NextGen-Spiel der A-Jugend und den Regenfällen der letzten Tage sicherlich nicht in allerbester Verfassung präsentieren. Das könnte uns eher zugute kommen als den Gästen, die für gewöhnlich mit hoher Kombinationssicherheit ihr Spiel aufziehen. Diesmal wird man vielleicht wirklich von einem echten Heimvorteil sprechen können.“

Ob das alles zum dringend nötigen Sieg reichen wird, bleibt abzuwarten. Vom Potenzial her ist der 1. FC Heidenheim nach wie vor zu den Top-Teams der Liga zu zählen. Star der Mannschaft ist Michael Thurk, der es in 81 Erst- und 251 Zweitligaspielen auf insgesamt 118 Tore brachte. Fünfmal hat der 36-Jährige in dieser Saison eingenetzt, wird intern aber noch von Mittelfeldspieler Marc Schnatterer (7) übertroffen. Beide sind heute in der Startelf zu erwarten.

PERSONALIEN

Einzige Startelf-Veränderung beim BVB 2 gegenüber der Niederlage in Wehen: Konstantin Fring kehrt für Armir Terzic ins Team zurück; er spielt mit Marvin Bakalorz auf der Sechs.

Daneben gibt es Positionsverschiebungen: Rico Benatelli rückt in die Offensiv-Zentrale, Leonardo Bittencourt spielt vor Marcel Halstenberg auf der linken Seite .

Neu im Kader sind Tim Treude und Kerem Demirbay. Dagegen klappte es für Erik Durm noch nicht mit einem Bank-Platz. Der Stürmer musste das Training aufgrund von Beschwerden in der Gesäßmuskulatur abbrechen.

Die Anfangsformation gegen Heidenheim: Alomerovic - Hornschuh, Günter, Hübner, Halstenberg - Bakalorz, Fring - Hofmann, Benatelli, Bittencourt - Bayner.

Udo Stark



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