Onuegbu trifft – MSV Duisburg holt Punkt beim VfL Osnabrück

MSV-Torschütze Kingsley Onuegbu (re.) jubelt mit mit Dennis Grote.
MSV-Torschütze Kingsley Onuegbu (re.) jubelt mit mit Dennis Grote.
Foto: imago
Durch den Treffer zum 1:1 von Kingsley Onuegbu entführte den MSV Duisburg aus Osnabrück einen Punkt. Die Zebras belegen den dritten Tabellenplatz.

Osnabrück.. Der MSV Duisburg hat in der 3. Fußball-Liga den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst. Der Aufstiegsanwärter spielte am Samstag beim VfL Osnabrück nur 1:1 (0:1). Die Niedersachsen gingen vor 8300 Zuschauern durch Marcos Alvarez (40.) in Führung. Kingsley Onuegbu (61.) glich für die im ersten Durchgang enttäuschenden Duisburger wieder aus, wobei er eine Unachtsamkeit der Osnabrücker Abwehr nutzte.

Duisburg bleibt nach dem Unentschieden Tabellendritter. Die Osnabrücker fielen trotz des ersten Punktgewinns nach fünf Niederlagen vom elften auf den zwölften Rang zurück.

Osnabrück mit gutem Auftritt

Osnabrück bot einen Tag nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Maik Walpurgis eine gute Vorstellung und war dem Sieg näher. An der Pausenführung waren die beiden bislang kaum berücksichtigten Stürmer beteiligt: Francky Sembolos Vorlage verwertete Alvarez bei seinem vierten Startelf-Einsatz zu seinem ersten Saisontor. Vor dem Duisburger Ausgleich durch Onuegbu verhinderten Ratajczak und Wolze die Vorentscheidung für die Osnabrücker. (dpa)

MSV-Torwart Ratajczak bester Duisburger - die Einzelkritik

Michael Ratajczak (2-): Der einzige Meidericher in Topform: Stellte bereits nach 70 Sekunden sein ganzes Können gegen Francky Sembolo unter Beweis. Glanzparaden zeigte er auch gegen Nicolas Feldhahn (49.) und erneut Sembolo (51.). Beim 0:1 war er chancenlos (38.).

Rolf Feltscher (4-): Seit Wochen ist er von der Rolle und hat mehr mit sich als dem Gegner zu kämpfen. Gab aber trotz mehrfacher Patzer nicht auf und bereitete dann das 1:1 mit seiner Flanke vor. Für ihn kam in der 72. Minute Steffen Bohl.

Thomas Meißner (3): Räumte alle hohen Bälle ab und dann auch sich selbst. Sah die fünfte Gelbe und ist damit bei den Stuttgarter Kickers gesperrt.

Branimir Bajic (4+): In der nervösen Anfangsphase versuchte er, die aufgescheuchten Zebras immer wieder beruhigte. Geholfen hat es allerdings nur wenig.

Kevin Wolze (4): Gehörte bis zur 38. Minute zu den wenigen Duisburgern, die Normalform zeigten, machte dann aber beim 0:1 seine Seite auf. Machte seinen Fehler in der 68. Minute aber wieder gut, als er einen Schuss Feldhahns für den bereits geschlagenen „Rata“ per Kopf auf der Linie klärte.

Martin Dausch (5): Zuletzt gegen Köln machte er sein bestes, in Osnabrück nun sein schlechtestes Spiel für den MSV. Sein katastrophaler Fehlpass im Mittelfeld führte zur ersten Großchance des VfL, die „Rata“ aber entschärfte (1.). Den gleichen Fauxpas leistete er sich in der 35. Minute noch einmal und konnte sich erneut bei Ratajczak bedanken, dass es (noch) nicht schepperte.

Pierre De Wit (4-): Extrem giftig in den Zweikämpfen. Grätschte alles ab, was ihm vor die Füße kam. Mehr gelang ihm allerdings auch nicht, weshalb er in der 52. Minute raus musste.

Michael Gardawski (5): Stand zwar auf dem Platz, doch von ihm war gar nichts zu sehen – und das lag nicht daran, dass er im ersten Durchgang auf der Schattenseite stand, denn auch nach dem Wechsel änderte sich kaum etwas.

Zlatko Janjic (4+): Wenn es mal den Hauch einer gefährlichen Offensivaktion gab, war er dabei. Versuchte, die über weite Strecken planlose Spieleröffnung zu strukturieren.

Dennis Grote (4+): Konnte seine Qualitäten in Durchgang eins nie ausspielen und seine Pässe landeten meist im Nirgendwo. Nach der Pause aber wie verwandelt. In der 46. Minute bediente er Janjic, der aber verzog. Hatte Pech, dass Daniel Heuer Fernandez seine beiden Schüsse parierte (59., 60.), bereitete dann aber den Ausgleich vor.

Kingsley Onuegbu (3+): Trug nicht nur die Kapitänsbinde, sondern im ersten Durchgang auch die Bürde des einsamsten Duisburgers. Hing vollkommen in der Luft, hatte dann aber mit der ersten gelungenen Offensivaktion die Chance zum Ausgleich, doch Heuer Fernandez parierte (42.). In der 62. Minute war er dann wie ein echter Goalgetter zur Stelle und stocherte das Leder nach einer Chance Grotes zum 1:1-Ausgleich über die Linie.

Tim Albutat (3): Feierte nach seinem Muskelfaserriss sein Comeback. Kurz danach war erstmals auch ein geplantes Passspiel erkennbar.