"Massive Gewalt" beim Westfalenderby zwischen Münster und Osnabrück

Mit Tränengas reagiert die Polizei auf die Ausschreitungen der Osnabrücker Fans, die Leuchtfeuer geworfen hatten. VfL-Spieler Addy-Waku Menga (r.) versucht die Situation zu beruhigen.
Mit Tränengas reagiert die Polizei auf die Ausschreitungen der Osnabrücker Fans, die Leuchtfeuer geworfen hatten. VfL-Spieler Addy-Waku Menga (r.) versucht die Situation zu beruhigen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Preußen Münster hat den Sprung an die Tabellenspitze der 3. Liga geschafft. Das Derby gegen Osnabrück wurde aber von massiver Gewalt im und vor dem Stadion überschattet.

Münster.. Amaury Bischoff hat Preußen Münster an die Spitze der 3. Fußball-Liga geschossen. Der Mittelfeldspieler (64./75.) erzielte am Samstag beim 2:0 (0:0) im Derby gegen den VfL Osnabrück beide Tore. Die Partie, die im Vorfeld mit einer großen Aktion als "Westfälischer Frieden" tituliert wurde, wurde jedoch von "massiver Gewalt" gegen Ordner und Polizisten überschattet, wie die Polizei mitteilte. Durch den Sieg vor 14 300 Zuschauern im ausverkauften Preußenstadion hat Münster nun zwei Punkte Vorsprung vor Verfolger Arminia Bielefeld, der allerdings zwei Spiele weniger absolviert hat.

Nachdem Osnabrück lange überlegen war und die besseren Chancen hatte, schoss Bischoff durch einen sehenswerten Freistoß die Gäste in Führung. Für die Entscheidung sorgte der frühere portugiesische U21-Nationalspieler dann per Foulelfmeter.

Fan-Ausschreitungen auf beiden Seiten

Schon vor dem Spiel hatten Preußen-Anhänger außerhalb des Stadions Pyrotechnik gezündet. Dabei war ein Polizist leicht verletzt worden. Im Stadion beleidigten die Münster-Fans die Gäste laut Polizei mit Schriftzügen auf Bannern. Nach dem Abpfiff hätten Gewalttäter aus dem Gästeblock dann Ordner angegriffen. Einschreitende Polizisten wurden mit einer Mülltonne, brennenden Bengalos und weiteren Gegenständen beworfen. 19 Strafanzeigen gegen Heim- und Gästefans wurden gestellt. Weitere Verdächtige will die Polizei in den kommenden Tagen mit Videomaterial und Zeugen ermitteln. (dpa)