Droht Arminia Bielefeld ein Geisterspiel gegen den MSV Duisburg?

Bleiben die Ränge leer? Das Bielefelder Heimspiel gegen die Zebras steht auf der Kippe.
Bleiben die Ränge leer? Das Bielefelder Heimspiel gegen die Zebras steht auf der Kippe.
Foto: imago
Vielen Mitarbeitern des neuen Sicherheitsdienstes soll die nötige Qualifikation fehlen. Der Drittliga-Spitzenreiter gerät zunehmend unter Druck.

Bielefeld.. Nicht nur beim FC Schalke 04 oder Borussia Dortmund ist eine Diskussion um den Sicherheitsdienst entfacht. Auch in Bielefeld stehen die Ordnungshüter im Fokus. Grund: Die Arminia, die bislang mit einem eigenen Ordnungsdienst arbeitete, hat seit dem 1. Januar 2015 die "Elko Eventservice GmbH" als Sicherheitsfirma eingesetzt, um die Abläufe zu professionalisieren.

Doch das Unternehmen, das eine Tochtergesellschaft der "Elko Werder" ist, die seit 27 Jahren für Werder Bremen arbeitet, soll nach RS-Informationen nur zehn ihrer rund 250 Mitarbeiter mit der erforderlichen Qualifikation nach Paragraph 34a der Gewerbeordnung ausgestattet haben.

Der Paragraph 34a sieht für das Bewachungspersonal je nach Tätigkeit eine sogenannte Unterrichtung vor oder, für weitergehende Tätigkeiten, eine Sachkundeprüfung - die allerdings rund 150 Euro kostet. Ohne diese Nachweise sowie ein schlüssiges Sicherheitskonzept, das ebenfalls noch fehlen soll, darf die "Elko Eventservice GmbH" keine Spiele organisieren, weshalb auch das erste Heimspiel gegen den MSV Duisburg (15. Februar, 14 Uhr/live in unserem Ticker) auf der Kippe stehen und damit ein Geisterspiel drohen würde.[kein Linktext vorhanden]

Bielefelder in Kontakt mit Ordnungsamt

Deshalb stand das letzte Testspiel gegen Alemannia Aachen am vergangenen Samstag unter strenger Beobachtung des Ordnungsamts. Das erste Prüfergebnis sei laut eines Artikels des Westfalen-Blatts, das die Missstände aufdeckte, zufriedenstellend gewesen, allerdings hatte die "Elko Eventservice GmbH" unter anderem auch Ordner aus Leverkusen und Braunschweig zur Verstärkung eingesetzt. Als Maßstab für den Ligabetrieb oder für das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen (4. März, 19 Uhr/live in unserem Ticker) gelte dieser Test jedoch nicht, weil nicht alle Tribünen geöffnet und nur 1.333 Zuschauer am Stadion waren.

Die Bielefelder sind nun in engem Kontakt mit dem Ordnungsamt. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass die derzeit noch bestehenden Probleme gelöst und der Traditionskracher gegen die Zebras wie geplant über die Bühne gehen wird.

Wie die Lösung aussehen kann, ob der "Elko Eventservice GmbH" vielleicht wieder gekündigt wird, oder das Unternehmen die erforderlichen Nachweise erbringt, werden die nächsten Tage zeigen.

Pikant: Die "Elko Eventservice GmbH" ist auch beim VfL Osnabrück für die Sicherheit zuständig. Zum Rückrundenauftakt am Samstag, 31. Januar (14 Uhr/live in unserem Ticker), kommt es an der Bremer Brücke ausgerechnet zum Schlager gegen die Arminia, der bereits als Hochrisikospiel einstuft ist.

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