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Hertha BSC beschert 1860 München die erste Saisonniederlage

05.10.2012 | 17:49 Uhr
Hertha BSC beschert 1860 München die erste Saisonniederlage
Hertha BSC Berlin feierte am Freitagabend einen 3:0-Erfolg gegen 1860 München.Foto: dapd

Berlin.   Zum Auftakt des 9. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga hat Hertha BSC Berlin mit 3:0 (0:0) gegen 1860 München gewonnen. St. Pauli holte beim 2:2 (0:1) gegen Union Berlin einen Punkt. Auch der FSV Frankfurt und Paderborn trennten sich Unentschieden - 1:1 (0:0).

Fußball-Zweitligist Hertha BSC hat 1860 München die erste Saisonniederlage zugefügt. Vor 32.547 Zuschauern im Berliner Olympiastadion bezwang die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay am Freitagabend die Münchner 3:0 (0:0). Adrian Ramos (55. Minute) und Änis Ben-Hatira (57., 77.) trafen für den Hauptstadt-Klub, der damit vorübergehend einen Sprung auf den 2. Tabellenplatz macht.

Die Berliner, deren Trainer Jos Luhukay auf viele Defensivspieler verzichten musste, zeigten in der ersten Halbzeit eine engagierte Leistung. Einziges Manko war die schlechte Chancenverwertung sowie einige Leichtsinnigkeiten in der Abwehr. Für die größte war Herthas Rechtsverteidiger Peter Pekarik verantwortlich, dessen Fehlpass bei 1860-Stürmer Benjamin Lauth landete. Der Schuss des früheren Nationalspielers klatschte aber an den Pfosten (22.). Ansonsten jedoch waren es die Berliner, die einige große Gelegenheiten ausließen. Allein der emsige Ramos scheiterte zweimal aus aussichtsreichster Position (12./22.).

In Durchgang zwei machte es Ramos aber besser. In der 55. traf er per Kopf zur Führung. Zwei Minuten später leitete er nach sehenswertem Dribbling und noch sehenswerterem Zuspiel das 2:0 durch Ben-Hatira ein. Letzterer setzte auch mit einem technisch feinen Heber den Schlusspunkt.

St. Pauli kommt gegen Union nicht über Remis hinaus

Der FC St. Pauli hat sich indes nicht aus der Krise befreien können. Am Freitagabend kamen die Hamburger im letzten Spiel unter Interimstrainer Thomas Meggle zuhause nicht über ein 2:2 (0:1) gegen den 1. FC Union Berlin hinaus. Für Union traf Torsten Mattuschka zweimal (21. Minute, 84.), für St. Pauli hatten Florian Mohr (48.) und Fin Bartels (69.) das Spiel zwischendurch gedreht. Während die Gastgeber damit im fünften Spiel in Folge nicht gewinnen konnten, kamen die Berliner immerhin zum dritten Punkt auf fremden Plätzen.

Meggle änderte seine Elf gegenüber der 0:3-Niederlage in Regensburg auf sechs Positionen und das Team begann gut. Doch Mahir Saglik scheiterte am Pfosten (14.) beziehungsweise an Unions Keeper Daniel Haas (16.). Stattdessen schoss Kapitän Mattuschka Union aus 20 Metern Distanz in Führung. St. Pauli machte anschließend zwar weiter das Spiel, setzte sich in der Offensive aber nicht zwingend durch.

Kurz nach Wiederanpfiff köpfte Mohr im Anschluss an eine Ecke den inzwischen verdienten Ausgleich. Ständig angefeuert von den meisten der 21.045 leidenschaftlichen Fans am Millerntor gelang Bartels das 2:1. Der frühere Rostocker vollendete nach klugem Zuspiel von Daniel Ginczek. Doch die Berliner gaben sich noch nicht geschlagen, Mattuschka glückte noch der Ausgleich. Bei St. Pauli hoffen nun alle auf den neuen Cheftrainer Michael Frontzeck, der am Montag seinen Dienst antreten soll.

FSV Frankfurt punktet dank Last-Minute-Elfmetertor

Für Fußball-Zweitligist SC Paderborn hat es im Mittelfeld-Duell beim FSV Frankfurt nur zu einem 1:1 (0:0)-Unentschieden gereicht. Philipp Hofmann besorgte am Freitagabend in der 71. Minute den Führungstreffer für die Gäste, Edmond Kapllani glich nach einem Handelfmeter aus (90.+2).

So mittelmäßig wie die Tabellenposition der beiden Teams gestaltete sich auch die Partie. Weder Frankfurt noch Paderborn kamen in der ersten Hälfte zu nennenswerten Chancen, auch wenn die Gäste einen Tick dominanter agierten.

Weil über die Technik an diesem Abend nicht viel lief, versuchten es die Paderborner nach der Pause eben über den Kampf - mit Erfolg: Die Gäste erkämpfen in der gegnerischen Hälfte den Ball, Alban Meha flankte flach von rechts auf Hofmann, der nur noch einschieben musste. Emotional wurde es erst kurz vor Schluss, als Schiedsrichter Benjamin Cortus einen umstrittenen Handelfmeter gab - den Kapllani verwandelte. (dapd)



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