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Energie Cottbus weist Vorwürfe des Verfassungsschutzes zurück

04.01.2013 | 15:15 Uhr
Energie Cottbus weist Vorwürfe des Verfassungsschutzes zurück
Energie Cottbus weist die Vorwürfe, der Verein gehe nicht entschlossen genug gegen Fans aus dem rechtsextremen Spektrum vor, zurück. Ein Generalverdacht sei "zu oberflächlich".Foto: imago

Cottbus.   Die Kritik des brandenburgischen Verfassungsschutzes in Sachen rechtsextremer Tendenzen in Fangruppen stößt beim Energie Cottbus auf Unverständnis. Der Verein wehrt sich dagegen, ganze Gruppen unter einen Generalverdacht zu stellen.

Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus hat Vorwürfe der brandenburgischen Verfassungsschutz-Chefin Winfriede Schreiber zurückgewiesen, wonach der Verein nicht konsequent genug gegen Fans aus der rechtsextremen Szene vorgehe. "Bei einem Treffen vor wenigen Wochen haben wir sie gebeten, uns konkrete Namen, Adressen und Vergehen der betreffenden Personen zu nennen. Sofern wir diese Angaben als Handlungsgrundlage haben, wird derjenige sofort des Stadions verwiesen", erklärte Pressesprecher Lars Töffling am Freitag.

Zuvor hatte Winfriede Schreiber in einem dpa-Interview erklärt: "Uns macht seit Jahren eine Fangruppe des Fußballclubs Energie Cottbus wegen ihrer rechtsextremistischen Bezüge erhebliche Sorge. Doch der Verein hat sich noch nicht durchringen können, deutlich dagegen vorzugehen."

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Es sei dem FC Energie einfach zu oberflächlich, "unsere Fans unter Generalverdacht in eine bestimmte Ecke zu stellen", sagte Töffling. Es handle sich um Einzelfälle, die auch so zu betrachten und zu behandeln sind: "Einzeln, abrechenbar, nachvollziehbar." Neben dem Stadionverbot sei die Aberkennung einer etwaigen Mitgliedschaft das einzig sanktionierende Mittel für den Verein.

Energie beteiligt an vielschichtigen Aktionen gegen Diskriminierung

Der Sprecher bekräftigte, dass Frau Schreiber dem FC Energie beim Treffen attestiert hatte, sehr viel gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu tun und vielen anderen in diesem Segment zwei Schritte voraus zu sein. "Für uns gibt es kein besseres Signal gegen Fremdenfeindlichkeit, als wenn Tausende im Stadion den Namen unseres Torjägers Boubacar Sanogo rufen", sagte Töffling. Zudem beteiligten sich der Verein und seine Spieler regelmäßig an vielschichtigen Aktion gegen jede Form der Diskriminierung. (dpa)



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