Warum die Auszeit von Unions Sascha Lewandowski richtig ist

Sascha Lewandowski hat bei Union Berlin die Reißleine gezogen.
Sascha Lewandowski hat bei Union Berlin die Reißleine gezogen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der Trainer von Union Berlin nimmt sich mindestens drei Wochen frei, weil er sich nicht gut fühlt. Ein richtiger Schritt, der Anerkennung verdient.

Essen.. Zuerst Huub Stevens, der vor zwei Wochen bei Hoffenheim aufhörte, und jetzt der Berliner Sascha Lewandowski in der 2. Liga: Die Trainer im Bundesliga-Business stehen dazu, dass ihnen der Kampf um Punkte und Prämien zusetzt – und ziehen die Reißleine. Lieber gesund ohne Job als krank arbeiten.

Lewandowski Sascha Lewandowski, 44 Jahre alt und scheinbar bestens in Schuss, nimmt sich eine mindestens drei Wochen dauernde Auszeit bei Union Berlin, um seine Balance zwischen Geist und Körper wiederherzustellen. Womöglich ist sein Gesundheitszustand schwerer gefährdet. Jedenfalls: Er hat auf seine Ärzte gehört und macht, was einst Ralf Rangnick bei Schalke 04 machte: hinnehmen, dass die Auszeit als Schwäche ausgelegt wird, und auf Abstand zur Tretmühle Fußball gehen. Richtig so, Herr Lewandowski!

In der Bundesliga-Historie wurden Fälle wie der von Branko Zebec bekannt, der dem Druck nur mithilfe von Alkohol entfliehen konnte. Die Trainer, das wissen wir, sind immer das schwächste Glied. Spielt die Mannschaft schlecht, wackelt ihr Stuhl. War so und wird immer so sein. Die beste Gegenmaßnahme der Trainer kann nur sein, ehrlich zu sich selbst zu sein. Darum verdient Lewandowski wie Stevens Anerkennung für den mutigen Schritt.