Für Geduld ist kein Platz im ehrgeizigen Projekt RB Leipzig

Zu geduldig für RB Leipzig? Alexander Zorniger musste seinen Trainerposten bei den Roten Bullen räumen.
Zu geduldig für RB Leipzig? Alexander Zorniger musste seinen Trainerposten bei den Roten Bullen räumen.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Beim Fußball-Zweitligisten musste Trainer Alexander Zorniger gehen. RB will schnellstmöglich in die erste Liga aufsteigen. Da zählen keine alten Verdienste. Ein Kommentar.

Essen.. Zwei Aufstiege innerhalb von zwei Jahren: das haben nur wenige Fußball-Trainer vor ihm geschafft. Alexander Zorniger hat RB Leipzig von der vierten in die zweite Liga geführt. Er hat viel geschafft. Aber nicht genug für die hohen Ansprüche seines Klubs. „Raschestmöglich“ soll RB Leipzig in das Oberhaus des deutschen Fußballs kommen, so hatte es Dietrich Mateschitz vor kurzem ausgedrückt. Der österreichische Besitzer eines Energiedrink-Imperiums hat in den vergangenen Jahren viele Millionen in den Klub gepumpt. Allein in dieser Winterpause hat er noch mal fast zehn Millionen Euro nachgelegt, damit der sofortige Aufstieg gelingt. Nur der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund haben mehr ausgegeben.

Mateschitz und sein Sportdirektor Ralf Rangnick wollen ihre Spieler nicht länger gegen Aalen und Sandhausen spielen sehen, sie sollen gegen Bayern und Dortmund antreten. Raschestmöglich. Für Geduld ist kein Platz im ehrgeizigen Leipziger Projekt. Und deshalb hat sich Zorniger eigentlich selbst entlassen. Als der Trainer im Dezember sagte, es wäre für den Klub vielleicht ganz gut, noch eine Saison zweitklassig zu bleiben, war sein Abgang nur noch eine Frage der Zeit. RB Leipzig braucht jetzt einen neuen Aufstiegshelden, denn noch schießt das Geld des roten Bullen nicht genug Tore.