Chaos bei 1860 München - Löwen-Präsidium tritt zurück

Keine Einigung mit Investor Ismaik: Das komplette 1860-Präsidium ist am Freitagabend zurückgetreten.
Keine Einigung mit Investor Ismaik: Das komplette 1860-Präsidium ist am Freitagabend zurückgetreten.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Das Chaos bei Zweitligist TSV 1860 München wird immer größer. Wie Klub am Freitagabend bekannt gab, sind die Gespräche zwischen Vereinsvertretern des TSV und Investor Hasan Ismaik gescheitert. Das 1860-Präsidium tritt zurück.

München. Der TSV 1860 München ist führungslos. Der Streit zwischen dem Präsidium des Fußball-Zweitligisten und Investor Hasan Ismaik ist außer Kontrolle geraten. Nachdem der Investor die Gespräche mit der Vereinsspitze von 1860 München am Freitagabend für beendet erklärt, legt das Präsidium geschlossen mit sofortiger Wirkung ihre Ämter nieder.

TSV-Präsident Gerhard Mayrhofer schmeißt das Handtuch

„Wir bedauern sehr, dass es trotz zahlreicher Gespräche der letzten Tage nicht gelungen ist, Einigkeit darüber zu erzielen, wie der TSV 1860 München wieder zurück auf die Erfolgsspur kommen kann," sagte Gerhard Mayrhofer, der Präsident des TSV 1860 München. „Wir haben bis zuletzt versucht, unter hohem persönlichem Einsatz aller Beteiligten und enormem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit zu einer überzeugenden Lösung im Sinne des Vereins und der Löwenfans zu kommen."

Bei dem Münchener Klub kochen interne Machtkämpfe über; es geht unter anderem auch um eine mögliche Verpflichtung Felix Magaths als Trainer und Manager. Ismaik hält allerdings an Sportdirektor Gerhard Poschner fest. Die "Löwen" hatte am Freitagvormittag bereits die für Sonntag geplante Mitgliederversammlung abgesagt.

Montag ist Trainingsauftakt bei den Löwen

Ohne Präsidium und Konzept ist der Verein damit akut wohl nicht handlungsfähig - und am Montag bitte Torsten Fröhling, ein Coach ohne Rückendeckung im Klub, seine Spieler zum Trainingsauftakt. Zwar hatte der U21-Trainer die Löwen in der Relegation gegen Holstein Kiel vor dem Absturz in die 3. Liga bewahrt, Investor Ismaik will aber „einen stärkeren Trainer".

Die Presseerklärung vom TSV 1860 München im Wortlaut:

Die Gespräche zwischen Vereinsvertretern des TSV 1860 München und Investor Hasan Ismaik über eine tragfähige Lösung der aktuellen Situation sind heute gescheitert.

Das Präsidium und die Vereinsvertreter im Beirat des TSV 1860 München erklären daher geschlossen ihren Rücktritt und legen ihre Ämter mit sofortiger Wirkung nieder. Mit diesem Schritt ziehen sie die Konsequenz aus den intensiven und konstruktiven, zuletzt aber vergeblichen Versuchen, in Gesprächen mit Investor Hasan Ismaik und seinen Rechtsberatern eine langfristig tragfähige Lösung für die Zukunft des Vereins zu finden.

„Wir bedauern sehr, dass es trotz zahlreicher Gespräche der letzten Tage nicht gelungen ist, Einigkeit darüber zu erzielen, wie der TSV 1860 München wieder zurück auf die Erfolgsspur kommen kann. Wir haben bis zuletzt versucht, unter hohem persönlichem Einsatz aller Beteiligten und enormem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit zu einer überzeugenden Lösung im Sinne des Vereins und der Löwenfans zu kommen," sagte Gerhard Mayrhofer, der Präsident des TSV 1860 München.

„Mit diesem Schritt, der uns unendlich schwer fällt, möchten wir aus Respekt und Verantwortung vor dem Verein und seinen Fans die festgefahrene Situation lösen und den Weg für einen Neuanfang frei machen," sagte Aufsichtsrats- und Beiratsmitglied Karl-Christian Bay.