Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Bundesliga

Werder-Boss Allofs dementiert Kontakt zum VfL Wolfsburg

08.11.2012 | 17:23 Uhr
Werder-Bremens-Boss Klaus Allofs steht nach übereinstimmenden Medienberichten vor einem Engagement beim VfL Wolfsburg.Foto: imago

Wolfsburg.  Werder-Bremen-Boss Klaus Allofs hat Gerüchte zurückgewiesen, denenzufolge er kurz vor einem Engagement beim VfL Wolfsburg stehe. Es gebe weder Gespräche, noch ein konkretes Angebot. Der Managerposten in Wolfsburg ist seit der Entlassung von Felix Magath, der Trainer und Manager in Personalunion war, vakant.

Ein angeblicher Sensations-Coup schlug zunächst hohe Wellen, dann nahm Hauptdarsteller Klaus Allofs Brisanz aus der Sache: "Es gab weder Gespräche noch ein konkretes Angebot. Ich bin total fokussiert auf Werder. Das ist die Situation, eine andere stellt sich nicht", sagte der 55-Jährige der Bild-Zeitung über einen möglichen Wechsel von Werder Bremen zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg.

Zuvor hatten mehrere Medien übereinstimmend Bericht, dass Bremens langjähriger Geschäftsführer Manager bei den Wölfen werden soll. Die Gespräche des 55-Jährigen mit dem VfL über eine Nachfolge von Ex-Manager Felix Magath seien weit fortgeschritten. Spätestens in der Winterpause solle der Transfer erfolgen, hieß es in verschiedenen Medien.

Allofs gilt als Wunschkandidat beim VfL

Allofs gilt beim VfL-Mutterkonzern Volkswagen seit Magaths Entlassung Ende Oktober als Wunschkandidat. Nach Informationen der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung bestehe zwischen dem VfL und Allofs eine grundsätzliche Einigkeit, die Verträge seien allerdings noch nicht unterschrieben.

Beim VfL wollte man die Meldungen über die angeblich bevorstehende Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers weder bestätigen noch dementieren. "Namen werden wir konkret nicht kommentieren. Aber Klaus Allofs würde aufgrund seiner Fähigkeiten als Manager jedem Klub gut zu Gesicht stehen", sagte Stephan Grühsem, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Aufsichtsratsmitglied beim VfL.

Allofs Vertrag bei Werder läuft bis 2015

Werder dementierte schon vor Allofs' Aussagen die Gerüchte. "Wir wissen in der Geschäftsführung nichts davon. Und bei dem Verhältnis, das wir miteinander pflegen, wüssten wir so etwas", sagte Klaus-Dieter Fischer, Präsident des Stammvereins, der Kreiszeitung Syke.

Allofs leitet seit 13 Jahren die Geschicke bei Werder und hat bei den Norddeutschen noch einen Vertrag bis 2015. Seine Arbeit wurde dort aber zuletzt auch kritisch betrachtet, da der Klub durch das Verpassen des internationalen Wettbewerbs im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 13,9 Millionen Euro zu verzeichnen hatte.

Video
Wolfsburg, 28.10.12: Zwei Tage nach der Trennung von seinem Meistertrainer Felix Magath hat der VfL Wolfsburg auch seine Negativserie abgeschüttelt. Mit Lorenz-Günther Köstner auf der Bank feierten die Niedersachsen ein 4:1 bei Fortuna Düsseldorf.

Wegen der Finanzpolitik gab es auch Unstimmigkeiten mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Willi Lemke, der Allofs 2011 sogar zwischenzeitlich kein Geld für Neuzugänge bewilligt hatte. In Wolfsburg würden sich für Allofs aufgrund des potenten Hauptsponsors im Rücken ganz andere finanzielle Rahmenbedingungen ergeben. Ein namentlich nicht genannter Bremer Vereinsverantwortlicher wird in der Welt wie folgt zitiert: "Wir werden Allofs keine Steine in den Weg legen, wenn er gehen möchte."

Managerposten seit Magath-Entlassung vakant

Der Managerposten in Wolfsburg ist seit der Entlassung von Magath, der Trainer und Manager in Personalunion war, vakant. Die Klubführung hat bereits beschlossen, beide Funktionen künftig wieder trennen zu wollen. Als Interimstrainer steht zurzeit Lorenz-Günther Köstner in der Verantwortung. Ob Köstner bleibt oder ein neuer Trainer verpflichtet wird, soll der neue Manager entscheiden.

Zudem würde auf Allofs in Wolfsburg auch die Herkules-Aufgabe warten, den durch zahlreiche Magath-Transfers aufgeblähten Kader zu verkleinern und konkurrenzfähig zu machen.

Bei Werder ist angeblich Dietmar Beiersdorfer, ehemaliger Manager des Hamburger SV und aktuell Sportdirektor beim russischen Klub Zenit St. Petersburg, ein möglicher Nachfolge-Kandidat, falls Allofs tatsächlich dem Klub den Rücken kehren sollte. (sid)



Kommentare
08.11.2012
19:20
Guter Mann
von Erbeck1 | #1

... Herr Allofs ist ein "klasse Manager" und weckt natürlich Begehrlichkeiten -dieser Wechsel zu VFL W. käme abe aus meiner Distanzsicht einem Fehler gleich (??) , welchen er privat im zwischenmenschlichem Bereich auch schon mal gemacht hat ??? Wünsche Herrn Allofs viel Glück für seine Entscheidung - der BL bleibt er ja eh Gott sei Dank erhalten !

Allerdings sind so viele Dienstjahre durchaus ......... ?

Aus dem Ressort
Verwirrung um Elfmeterszene bei Gladbach gegen Villarreal
Hand-Elfmeter
Über das gerechte 1:1-Unentschieden zwischen Borussia Mönchengladbach und Villarreal FC in der Europa League gab es keine Diskussionen. Um eine Schiedsrichter-Entscheidung allerdings schon.
Herrmann macht den Hahn -Gladbach profitiert von Qualität
Torschütze
Etwas überraschende setzte Borussia Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre beim Europa-League-Auftakt auf Patrick Herrmann statt André Hahn. Doch der Ur-Gladbacher dankte es dem Trainer mit einem Tor.
Früherer HSV-Trainer Slomka: "Ich wollte etwas bewegen"
Fußball
Mirko Slomka hat sich drei Tage nach seiner Beurlaubung als Trainer beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV auf seiner Internetseite zu Wort gemeldet.
Schalke denkt über Ziegler nach - Boateng soll spielen
Splitter
Schalke-Manager Horst Heldt denkt darüber nach, noch einen im Moment vereinslosen Abwehrspieler zu verpflichten. Ein Kandidat ist der Schweizer Reto Ziegler. In unseren Schalke-Splittern geht es außerdem um Kevin-Prince Boateng und ein Motivationsvideo von Trainer Jens Keller.
Welchen Anteil BVB-Trainer Jürgen Klopp am Schalke-Remis hat
Neustädter
Der FC Schalke hat seine Kritiker überrascht und Chelsea trotz Not-Abwehr ein Unentschieden abgerungen. Teil dieser Verlegenheits-Defensive war Roman Neustädter. Obwohl Neuling auf der Position des Innenverteidigers, machte er seine Sache mehr als ordentlich. Gelernt hat er das bei Jürgen Klopp.
Umfrage
Brauchen die deutschen Profiligen das Freistoßspray?

Brauchen die deutschen Profiligen das Freistoßspray?

 
Fotos und Videos
BVB gewinnt in Augsburg
Bildgalerie
BVB
Bellarabi braucht nur 9 Sekunden
Bildgalerie
Rekord-Tor
Schalke verpatzt Auftakt
Bildgalerie
Schalke
Bayern gewinnt Saisonauftakt
Bildgalerie
Bundesliga