Das aktuelle Wetter NRW 9°C
1. Bundesliga

Sportgericht: Lewandowski-Sperre bleibt bestehen

19.02.2013 | 18:34 Uhr

Keine Gnade für Robert Lewandowski: Nach rund 90-minütiger mündlicher Verhandlung hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Sperre von drei Spielen bestätigt.

Frankfurt/Main (SID) - Keine Gnade für Robert Lewandowski: Nach rund 90-minütiger mündlicher Verhandlung in Frankfurt hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Sperre von drei Spielen für den Stürmer von Borussia Dortmund bestätigt. "Herr Lewandowski hat durchgezogen und nicht zurückgezogen. Er hat das Verletzungsriskio bei sich und seinem Gegenspieler in Kauf genommen", sagte der Sportgerichtsvorsitzende Hans E. Lorenz in seinem Urteil über das "rohe Spiel" von Lewandowski.

Damit fehlt der 24-Jährige dem deutschen Meister in den Partien bei Borussia Mönchengladbach am Sonntag sowie gegen Hannover 96 am 2. März. Beim 3:0 gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag hatte der Pole bereits einen Teil seiner Sperre abgesessen.

Gegen das Urteil des Sportgerichts kann der BVB binnen einer Woche Berufung vor dem DFB-Bundesgericht eingelegen. Die Borussen haben über diese Option jedoch noch nicht entschieden.

Lewandowski hatte bei der 1:4-Heimpleite des BVB am 9. Februar gegen den Hamburger SV nach einem rohen Einsteigen gegen Per Skjelbred die Rote Karte (31. Minute) gesehen. In erster Instanz hatte der DFB Polens Fußballer des Jahres, der Gerüchten zufolge vor einem Wechsel zu Rekordmeister Bayern München stehen soll, für drei Partien gesperrt. Die Borussia hatte Einspruch gegen das Straßmaß eingelegt.

Der Norweger Skjelbred, der am Dienstagnachmittag als einer von vier Zeugen geladen war, hatte Lewandowski bei seiner Vernehmung entlastet. "Ich habe gedacht, es gibt die Gelbe Karte", sagte Skjelbred. Der Kontrollausschuss unter Vorsitz von Anton Nachreiner hielt bei seinem Plädoyer trotzdem an der Drei-Spiele-Sperre wegen rohen Spiels fest.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke war enttäuscht über die Entscheidung. "Das, was vorher behauptet wurde, konnte in der Verhandlung widerlegt werden. Aber das Urteil wurde bestätigt. Demnach hätten wir eigentlich zu Hause bleiben können", sagte Watzke, der in seinem Plädoyer auf die "abnehmende Intensität" bei der Aktion des Dortmunder Stürmers hingewiesen hatte. Lewandowski war mit gestrecktem Bein in Skjelbred hineingesprungen. "Unserer Meinung nach hätten die Erkenntnisse der heutigen Beweisaufnahme zu einem anderen Ergebnis führen müssen. Doch diese sind offenbar nur unzureichend berücksichtigt worden", so der BVB-Boss.

Im brisanten Viertelfinale des DFB-Pokals bei den Bayern am 27. Februar ist Lewandowski aber spielberechtigt. Der 49-malige Nationalspieler liegt in der Bundesliga-Torschützenliste nach dem 22. Spieltag mit 14 Treffern hinter Stefan Kießling (Bayer Leverkusen) und Mario Mandzukic (Bayern München/beide 15 Treffer).

sid

Facebook
Kommentare
Umfrage
BVB und FCB im Finale - Wer holt in Berlin den Pokal?

BVB und FCB im Finale - Wer holt in Berlin den Pokal?

 
Fotos und Videos
BVB schlägt Mainz mit 4:2
Bildgalerie
BVB
Gladbach verliert 2:4 in Freiburg
Bildgalerie
Gladbach
BVB fertigt Bayern 3:0 ab
Bildgalerie
BVB
Gladbach holt Last-Minute-Punkt
Bildgalerie
Gladbach
Aus dem Ressort
Schalke wird nach 1:3-Niederlage nicht nervös
Stimmen
Nach der 1:3-Niederlage beim VfB Stuttgart ärgerten sich Spieler und Verantwortliche des FC Schalke 04 - doch von Nervenflattern war wenig zu spüren. "Wir werden die nötigen Punkte für die direkte Qualifikation holen", sagte Schalke-Trainer Jens Keller. Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.
Stevens stoppt Schalke - 1:3-Niederlage in Stuttgart
Schalke
Am Ostersonntag gab es für den FC Schalke 04 in Stuttgart nichts zu holen. Beim VfB, trainiert vom ehemaligen Knappen-Coach Huub Stevens, unterlagen die Gelsenkirchener mit 1:3. Während die Schwaben nach Luft schnappen im Abstiegskampf, macht S04 es noch einmal spannend im Renne um Platz drei.
Augsburg mit torlosem Remis gegen Berlin
Fußball
Der FC Augsburg hat im Kampf um einen Platz in der Europa League eine große Chance verpasst, die Hoffnung auf das internationale Geschäft aber noch lange nicht aufgegeben. "Wir haben drei Spiele, darunter zwei Heimspiele.
Winterschnäppchen Jojic hat den BVB-Stil bereits adaptiert
Jojic
Eigentlich war Milos Jojic ein Perspektivtransfer des BVB, doch schon nach wenigen Wochen hat das serbische Winterschnäppchen gezeigt, von Wert sein zu können. In 212 Bundesliga-Minuten gelangen dem 22-Jährigen bereits drei Treffer. Jonas Hofmann muss sich wohl hinten anstellen.
FCA-Geschäftsführer: noch nicht von Europa sprechen
Fußball
Augsburg (dpa) - Stefan Reuter will sich mit dem FC Augsburg drei Spieltage vor Saisonende nicht mit dem Kampf um einen Platz in der Europa League befassen.