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Sammer: Der Anspruch sind Titel

14.11.2012 | 11:06 Uhr

Matthias Sammer hat die Bayern-Profis in die Pflicht genommen. Die letzte Saison sei eine gute gewesen, sagte Sammer, aber: "Unser Anspruch ist sehr gut. Das bedeutet: Titel!"

München (SID) - Sportvorstand Matthias Sammer hat die Profis von Fußball-Rekordmeister Bayern München erneut in die Pflicht genommen. Die vergangene Saison mit drei zweiten Plätzen sei eine gute gewesen, sagte Sammer im Interview auf der Internetseite des Klubs, aber: "Unser Anspruch ist sehr gut. Das bedeutet: Titel! Wir können uns nicht im Mai hinstellen und sagen: 'Bis Anfang November hatten wir mal eine ganz gute Phase.' Da machen wir uns lächerlich."

Der 45-Jährige sprach von einem "Prüfungsjahr, an dessen Ende Abschlusszeugnisse vergeben werden". Doch auch der ehrgeizige Sammer meinte, der FC Bayern könne als souveräner Tabellenführer der Bundesliga und angesichts der guten Leistungen in der Champions League sowie im DFB-Pokal "bis hierher zufrieden sein, ganz klar".

Der bisherige Erfolg gebe "Selbstbewusstsein für den weiteren Weg, wir dürfen uns aber von Zufriedenheit nicht leiten lassen und auf keinen Fall nachlassen. Die Aussagen der Spieler sind bescheiden und zielorientiert, das ist genau richtig so."

Unterdessen lobte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer Sammer für seine seit Sommer geleistete Arbeit. Er habe es geschafft, den "freien Fall" der Bayern nach den Nackenschlägen in der Vor-Saison zu stoppen, "weil er ein Fanatiker ist. Die Spieler glauben ihm, er war einer der besten Spieler der Welt, Europameister, Fußballer des Jahres. Er ist glaubwürdig, vor allem bei Stars wie bei Bayern", sagte er der Sport Bild.

Neben dem Sportvorstand Sammer brauche es aber nach der Zeit von Trainer Jupp Heynckes (Vertrag bis 2013) erneut einen starken Coach: "Sonst könnte es Matthias ja gleich selbst machen." Der neue Trainer müsse Deutsch sprechen, sagte Beckenbauer. Zudem fände er es gut, wenn Heynckes' Nachfolger früher selbst hochklassig gespielt hat. Beckenbauer traut den Posten sowohl Bundestrainer Joachim Löw oder Dortmunds Coach Jürgen Klopp, aber auch Mirko Slomka (Hannover 96) und dem Mainzer Thomas Tuchel zu, wie er erläuterte.

sid

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