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1. Bundesliga

Rauball sieht "neue Stufe der Eskalation"

02.09.2012 | 13:08 Uhr

Reinhard Rauball sieht den deutschen Profi-Fußball nach der Vertragsauflösung des Abwehrspielers Kevin Pezzoni beim 1. FC Köln mit einer "neuen Stufe der Eskalation" konfrontiert.

Köln (SID) - Liga-Präsident Reinhard Rauball sieht den deutschen Profi-Fußball nach der Vertragsauflösung des massiv bedrohten Abwehrspielers Kevin Pezzoni beim Zweitligisten 1. FC Köln mit einer "neuen Stufe der Eskalation" konfrontiert.

"Das ist unter keinen Umständen akzeptabel. Jetzt muss endgültig für jedermann klar sein, dass es ab einem bestimmten Punkt keinerlei Toleranz mehr geben kann. Und das ist, sobald Gewalt in welcher Form auch immer im Spiel ist", sagte Rauball der "Welt am Sonntag". Er sei allerdings sicher, dass die Verantwortlichen der Kölner "alle nötigen Konsequenzen" aus dem Fall ziehen werden.

Gleichzeitig glaubt Rauball, durch den Vorfall auch in Sicherheits-Diskussionen mit den Innenministern - etwa beim umstrittenen Thema der Stehplatzverbote in den Bundesligastadien - in eine ungünstige Position zu geraten. "Wir, Vereine und Verbände, kämpfen schon an allen Fronten mit diesen Themen. Die Vereine stehen sehr stark unter dem Druck der Innenminister, und ich weiß nicht, wie lange wir dem Druck standhalten können, wenn wir derartige Dinge, die uns dann vorgehalten werden, immer wieder haben", sagte Rauball am Sonntag.

FC-Trainer Holger Stanislawski hatte nach der 0:1-Niederlage im Freitagsspiel gegen Energie Cottbus die Vertragsauflösung Pezzonis bestätigt. Eine Gruppe von Menschen hätte dem 23-Jährigen in dieser Woche vor dessen Privatwohnung aufgelauert, ihn angepöbelt und bedroht. Daraufhin habe Pezzoni erklärt, nicht mehr für den FC spielen zu wollen. Pezzoni war bereits Anfang des Jahres in einen Zwischenfall verwickelt gewesen, als ihm ein Angreifer während der Karnevalstage die Nase brach.

sid

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