Podolski erhält Strafe für Kritik am Verein
12.02.2012 | 17:25 Uhr 2012-02-12T17:25:43+0100
Köln. Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski wird nach seiner öffentlichen Kritik am Verein vom 1. FC Köln mit einer Strafe belegt. Der 26-Jährige hatte in einem Zeitungsinterview unter anderem falsche Versprechungen angeprangert. "Das ist ein Affront gegen den Verein", sagte FC-Geschäftsführer Claus Horstmann.
FC-Geschäftsführer Claus Horstmann kündigte an: "Mir ist nicht ganz klar, welche Absicht dahinter steckt. Aber das ist zum wiederholten Mal ein klarer arbeitsvertraglicher Verstoß, den wir sanktionieren werden."
In einem Interview mit der Bild am Sonntag hat Podolski die Politik des Klubs moniert . "Christoph Daum hat mal gesagt, dass viel versprochen und wenig gehalten wurde. Ich sehe mich darin bestätigt", sagte der Stürmer unter anderem. Podolski erklärte weiter, dass ihm 2009 signalisiert worden sei, dass man "um mich herum ein Team aufbauen will, dass sich unter den Top 8 und später unter den Top 6 etablieren soll. Wenn man schaut, welche Perspektiven mir aufgezeigt wurden und was am Ende dabei rausgekommen ist, ist das enttäuschend." Seit seinem Wechsel hat der FC in jedem Jahr um den Klassenerhalt gekämpft.
Aussagen kommen zu ungünstiger Zeit
Lukas Podolski hatte schon zuvor entsprechend kritische Töne in der Öffentlichkeit angeschlagen. Ob er damit Druck auf den Klub ausüben will, ist unklar. Der FC möchte mit dem Publikumsliebling gerne den bis 2013 laufenden Vertrag vorzeitig verlängern. Ernsthafte Gespräche dazu sollen im Sommer geführt werden. "Die Aussagen kommen ja nicht zum ersten Mal, aber zu einer für den Spieler und für den Verein denkbar ungünstigen Zeit. Wenn man selbst immer Ruhe einfordert in dieser Situation als verletzter Spieler ein solches Interview zu geben - dieses Selbstverständnis erschließt sich mir nicht", sagte Horstmann weiter.
Podolski, mit 15 Toren in 18 Spielen der Punktegarant der Köln, erholt sich derzeit von einer Bänderverletzung und verpasste das Heimspiel Kölns gegen den Hamburger SV. Der FC steckt auch in dieser Saison wieder in einer sportlich schwierigen Situation, was den Star offenbar sehr stört.
Fehlende Kontinuität
Podolski kritisierte auch die fehlende "Kontinuität" im Verein. "Regelmäßig werden Trainer, Sportdirektor und jetzt auch das Präsidium ausgetauscht. Es ist auch für die gesamte Mannschaft nicht förderlich, sich immer an neue Situationen gewöhnen zu müssen. So kann langfristig nichts entstehen", sagte Podolski mit Blick auf die Trainerwechsel von Christoph Daum über Zvonimir Soldo und Frank Schaefer zu Stale Solbakken. Manager Michael Michael Meier wurde entlassen und Volker Finke Sportdirektor. Und Wolfgang Overath hatte am 14. November 2011 seinen Rücktritt vom Amt des FC-Präsidenten erklärt.
Ein Wechsel, auch ins Ausland, würde ihn reizen, sagte Podolski. "Ich spreche Deutsch, Polnisch, Englisch und Kölsch, damit kommt man überall zurecht. Außerdem spielt man Fußball nicht wegen der Sprache, sondern weil es einen Ball gibt." (dapd)
17:36
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17:25
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12:17
Das ist wohl das Ende für Poldi in Köln. Da der FC nur noch zweitklassig spielt, sollte er den Verein verlassen. Alles, was man versprochen hat, wurde nicht wahr. Somit hat er recht. Man fragt sich nur, wo ist in Köln über viele Jahre das Geld geblieben? Warum ist der Etat bei so schwachen Leistungen so hoch? Der komplette Vorstand sollte den Hut nehmen. Über Jahre ist in Köln nichts gewachsen.
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08:29
Jeder kennt die Spielregeln, auch ein L.P., der sich ja nun enttäuscht zeigt, weil er nicht der "Nabel" des Vereins ist. Soll er doch vom Verein auf die Bank (analog Ballack) gesetzt werden, dann kann man sportlich weiter in Ruhe arbeiten.Dann wird man sehen, ob sich ein Spieler damit einen Gefallen tut, die Hand zu beißen, die ihn fürstlich füttert.
07:29
Auch wenn Lukas Podolski zu Recht die Eistellungen auf Arbeitgeberseite kritisiert, so hat er noch nicht begriffen, dass er als Sklave seines Vereins dies zu unterlassen hat. Um in Köln zu verlängern, braucht Lukas eine gehörige Portion Masochismus.
19:31
...Lukas sollte wissen,wie der Hase
in Kölle läuft.
wat fürn Hase?? Die han nen Bock und der hinkt seit Jahren durch die Gegend!!
18:15
wenn Trainer, Manager und sonstige Vereinsfürsten öffentlich auf Spieler einprügeln,
geht das in Ordnung. Andersrum wird auf einmal ein ominöser Vertragspassus gezogen,
der dem Spieler Maulverbot obliegt.
Ich würde in einem solchen Moment sagen , tüss leute, das wars , Ihr wolltet ja mich ...
18:05
Wie in der Politik und Wirtschaft ist Kritik auch im Sport häufig unerwünscht und sei sie noch so sachlich und berechtigt. Richtig und völlig in Ordnung, Lukas Podolski!
Heinz-W. Geisenberger
17:59
Wie in der Politik und Wirtschaft, ist Kritik auch im Sport häufig unerwünscht und sei sie auch noch so berechtigt. Völlig richtig, Lukas Podolski!
Heinz-W. Geisenberger