Matthias Sammer wird Sportdirektor bei Bayern München
02.07.2012 | 12:06 Uhr 2012-07-02T12:06:50+0200
München. DFB-Direktor Matthias Sammer wird Sportvorstand beim FC Bayern München. Der Europameister von 1996 wird damit Nachfolger von Christian Nerlinger, der nach zwei verpassten Meisterschaften in der Kritik stand. Sammer hat seinen Vertrag mit dem DFB aufgelöst.
DFB-Sportdirektor Matthias Sammer (44) soll Bayern München nach zwei titellosen Spielzeiten wieder zum Erfolg führen. Der ehemalige Nationalspieler und Europameister von 1996 wird beim deutschen Fußball-Rekordmeister Christian Nerlinger (39) ablösen. Wie der Verein inzwischen bekanntgab, existierten grundlegend verschiedene Auffassungen über die künftige Ausrichtung des Klubs zwischen Nerlinger und dem Vorstand.
Sammer soll bereits am Dienstag seinen neuen Posten antreten. Beim FC Bayern wird Sammer Nachfolger von Christian Nerlinger, der intern schon länger in der Kritik stand. Der 39-Jährige hatte am 1. Juli 2009 für den sportlichen Bereich die Nachfolge von Manager Uli Hoeneß angetreten, konnte sich aus dessen großen Schatten aber nie lösen.
Der FC Bayern geht in seine zweite und zugleich letzte Saison unter Trainer Jupp Heynckes. Als möglicher Nachfolger im Sommer 2013 wird unter anderem Pep Guardiola gehandelt, jahrelang erfolgreicher Coach des FC Barcelona.
Zwei titellose Saisons in Folge lösen Trainerdiskussion bei Bayern München aus
Die Münchner starten am Dienstag in
die neue Saison: noch ohne die EM-Verlierer und Neuzugang Mario Mandzukic, dafür
mit hohen Erwartungen und vielen Problemen. Heynckes steht vor einer schwierigen
Aufgabe. Der Druck ist riesig. Eine drittes Jahr ohne Titel würde die Welt des
deutschen Rekordmeisters endgültig aus den Angeln heben. Sollte die Saison nicht
nach Wunsch laufen, könnte Sammer notfalls sogar als Trainer
einspringen.
Erschwert wird die Aufgabe von Heynckes, weil Präsident Uli
Hoeneß unlängst schon eine Trainerdiskussion begonnen hat. 'Erst einmal tun wir
alles dafür, dass Jupp Heynckes mit der Mannschaft erfolgreich ist. Und danach
schauen wir: Holen wir einen Neuen oder nicht? Höchstwahrscheinlich holen wir
einen', sagte Hoeneß. Doch zunächst einmal gilt es für den aktuellen Münchner
Trainer den Alltag zu meistern. Zunächst mit Sammer.
Sammer hat als Trainer Erfolg mit Borussia Dortmund gehabt
Sammer hat bereits als Trainer gearbeitet. Nach dem Erwerb der Lizenz im Jahr 2000 löste er bei Borussia Dortmund Udo Lattek ab, dem er zuvor schon als Assistent gedient hatte. Schon im zweiten Jahr wurde Sammer mit dem BVB Meister und damit jüngster Meistertrainer in der Geschichte der Bundesliga. Der 2010 laufende Vertrag wurde zum 30. Juni 2004 aufgelöst, danach trainierte Sammer ein Jahr lang den VfB Stuttgart.
Für Heynckes sind die Voraussetzungen, Borussia Dortmund national wieder vom Thron zu stoßen und in der Champions League erneut dem FC Barcelona oder Real Madrid Paroli bieten zu können, nicht gerade günstig. In den kommenden Wochen ist er mehr als Psychologe denn als Trainer gefragt. Inklusive Mandzukic muss sich der 67-Jährige um gleich zwölf 'EM-Problemfälle' kümmern - allein acht deutsche Nationalspieler muss er wieder aufrichten.
Bayerns Trainer Heynckes muss enttäuschte EM-Teilnehmer aufbauen
Erst einmal fehlen Heynckes die meisten Stars. Seine acht deutschen EM-Fahrer haben nach ihrer Halbfinal-Enttäuschung drei Wochen Urlaub bis zum 22. Juli, ebenso wie Franck Ribery. Bereits am 15. Juli werden dagegen Arjen Robben, Anatoli Timoschtschuk und Torjäger Mandzukic, der für 13 Millionen Euro Ablöse vom VfL Wolfsburg verpflichtet wurde, zum Start des Trainingslagers am Gardasee erwartet.
Sammer hatte den neugeschaffenen Posten des DFB-Sportdirektors im April 2006 gegen den Widerstand des damaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann übernommen. Klinsmann und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hatten dem ehemaligen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters favorisiert. Beim DFB war Sammer seit 2010 auch als Nachwuchskoordinator des Verbandes für den Ausbau der Talentförderung zuständig.
Christian Nerlinger bei Bayern München im Fokus der Kritik
Beim FC Bayern war Nerlinger nach der zweiten
titellosen Saison längst umstritten. Der ehemalige Nationalspieler war noch
unter dem Trainer Klinsmann zu den Münchnern gestoßen, vor drei Jahren übernahm
er von Hoeneß die Verantwortung über den sportlichen Bereich. Gleich in
Nerlingers erster Saison wurden die Bayern Meister und Pokalsieger, darüber
hinaus erreichten sie das Endspiel der Champions League gegen Inter
Mailand.
Im Januar 2011 war Sammer vom Aufsichtsrat des Hamburger SV für
den Posten des Sportdirektors auserkoren. Ihm soll zu diesem Zeitpunkt ein
ausgehandelter Vertrag vorgelegt worden sein. Sammer entschied sich dann
trotzdem dafür, beim DFB zu bleiben. Sein Vertrag mit dem DFB wäre bis 31. März
2016 gelaufen. (sid/dapd)

14:52
Sammer wird sich bei den Bauern zum Vize Sammer machen! ;-)
11:36
Ist der Maulwurf endlich weg vom DFB. Die sollen froh sein, dass sie ihn los sind. Jetzt hört endlich die Scharrerei um den Bundestrainer auf! Er hat wohl gemerkt, dass die im DFB ihn eigentlich nicht haben wollten! Jetzt müssen wir mal abwarten, wie die Bayern mit diesem Profilneurotiker fertigwerden!
23:24
Gute Entscheidung der Bayern, bin gespannt wie Sammer mit Hoeneß zusammenarbeitet.
Ist auf jeden Fall einer der Hingucker in der kommenden Saison.
22:53
Hatte eigentlich erwartet ,das Sammer von den hier anwesenden allwissenden
Kommentatoren zum neuen Bundestrainer ernannt wird.
Schade
22:25
kann mir hier bitte mal jemand erklären wie der rentnerr das nun wieder eingefädelt hat und wieviel provision er sich in form von al...... und bunten smarties dafür reingezogen hat?
20:25
Matthias Sammer ist kein Sportdirektor der sich seine Kompetenzen zu gunsten des Bundestrainers Löw beschneiden lässt. Der nichterfüllte Erfolg bei der EM ist ein guter Anlass für eine Retourkutsche. Der Wechsel war vorraussichtlich schon lange geplant. Höneß und Sammer sind miteinander gut bekannt und kennen ihre gegenseitigen und übereinstimmenden Vorstellunge. Eine gute Voraussetzung dafür ist auch der Wohnsitz München der Familie Sammer.
18:52
@ #39 - da könntest Du Recht haben, langweiliges Ballgeschiebe und unendlich viel Ballbesitz ohne gefährlich zu werden ist nicht Sammers Auffassung vom modernen Fußball.
Das, was Sammer 2002 in Dortmund hat spielen lassen, war auch kein moderner Fussball.
18:49
den Rummenigge hast Du noch vergesssen, also 5 Alphatierchen. Und dann schreibt der Philip wieder ein Buch diesemal über die EM und seine Albträume von Balotellis Sixpack, Gomez fängt an zu stänkern weil Pizarro und Mandzukic spielen, Robben ist ein Schatten seiner selbst, Bastian ergreift die Flucht, Dante wird vom Trainer de Selecao übersehen, Ribery hat nur noch Frust....ach was wird das schön
Traum für wahr? Noch hatte ich nicht erlebt, dass negativ gewünschte Gedanken den FCB aufgehalten haben, sondern nur überzeugte Leistungen der Konkurrenz.
18:45
Geballte Kompetenz, gepaart mit Agressivität, Siegeswillen etc etc. Dazu die Gabe zu allem seinen Senf hinzugeben zu müssen, eine perfekte Ergänzung für Rummenigge und Hoeneß. Es wird wieder laut werden an der Säbener Strasse. Und alle werden etwas abbekommen, andere Vereine, der DFB, die UeFa, die FIFA, die Schiedsrichter, Spieler und Trainer und Vorstand anderer Vereine, sowie auch Trainer und Spieler des ruhmreichen FCB. Na das kann ja heiter werden und die Boulevard Zeitungen werden sich am meisten freuen. Gute Maßnahme des FCB und die Abteilung Attacke kann wieder laut werden. Gott wird mir das auf den Zeiger gehen......
18:39
Im obigen Bild hat Sammer eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Schauspieler Robert Duvall. Wer glaubt, dass der Rekordmeister nach Anzahl der Meisterschaften, davon 21 mal in der Bundesliga, nach dem zweimaligen sehr guten Gewinn der Meisterschaft und mehr des BVB die Hände in den Schoß legt irrt. Hinzu kam das ängstliche Verhalten beim Elfmeterschießen im CL-Finale und das Abschneiden mit 8 FCB Spielern bei der EM gab den Rest. Die Transfertätigkeiten des FCB werden zusätlichen hohen Druck auf die angestammten Spieler des FCB auslösen, falls nicht schon geschehen.
Eine sehr gewagte These.
Das Elfmeterschießen im CL-Finale und das Abschneiden mit 8 FCB Spielern bei der EM mit der Entlassung Nerlingers auch nur ansatzweise in Verbindung zu bringen.
Ich bin kein Freund des FCB , dennoch fehlt mir die Fantasie und der Wille zu glauben , das U.H. und der Rest der Führungsriege die Entlassung Nerlingers so begründen.
Das eine kommt zum anderen. Entscheidend ist die Erfolgslosigkeit und der FCB orientiert sich nur an Titel und die These kann auch lauten, dass ein Sündenbock gesucht wurde.
Die Erfolglosigkeit nur an Nerlinger festmachen ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.
Mit anderen Worten Realitätsverlust der Führungsriege U.H und K.H.R.
Ein klassisches Bauernopfer.
Das ist keine These , ich wage es und behaupte , das dies der Wahrheit sehr nahe kommt.
Gesunder Menschenverstand:-)