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Mainz stürzt den VfL Wolfsburg tiefer in die Krise

30.09.2012 | 17:28 Uhr
Mainz stürzt den VfL Wolfsburg tiefer in die Krise
Thomas Tuchel und seine Mainzer kamen am Sonntag zu einem 2:0-Sieg beim VfL Wolfsburg.Foto: imago

Wolfsburg.  Der FSV Mainz 05 ging beim VfL Wolfsburg als 2:0 (2:0)-Sieger vom Platz, für das Team von Trainer Thomas Tuchel trafen Junior Diaz und Adam Szalai. Wolfsburg muss sich den Vorwurf gefallen lassen haben, selbst beste Gelegenheiten nicht genutzt zu haben.

Der VfL Wolfsburg rutscht immer tiefer in die Krise: Die Mannschaft von Trainer Felix Magath verlor am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz mit 0:2 (0:2) und ist seit dem Erfolg zum Saisonauftakt in Stuttgart nun schon in fünf Partien sieglos. Vor eigenem Publikum haben die Niedersachsen mit nur einem Zähler aus drei Partien eine besonders magere Bilanz. Mainz verschaffte sich mit dem ersten Auswärtssieg der Saison ein wenig Luft und verließ an den Wolfsburgern vorbei den Tabellenkeller.

Die Gastgeber begannen fünf Tage nach der 0:3-Pleite und schwacher Leistung bei Bayern München zwar mit großer Laufbereitschaft, hatten auch die ersten Chancen. Die Ernüchterung stellte sich vor 23.795 Zuschauern aber schnell ein. Junior Diaz köpfte in der 27. Minute nach einem Freistoß von Andreas Ivanschitz den Ball zum 1:0 für den FSV unter die Latte. Für den 19-Jährigen aus Costa Rica war es sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt, dabei gewann der Abwehrmann das Luftduell gegen den kopfballstarken Innenverteidiger Naldo.

Ivanschitz als Vorbereiter

Der Österreicher Ivanschitz bereitete auch den zweiten Treffer für die Elf von Trainer Thomas Tuchel vor, seine Hereingabe von der linken Seite verwertete Adam Szalai aus Nahdistanz in der 37. Minute. Für den ungarischen Stürmer war es bereits das dritte Saisontor.

Mainz setzte seine Serie der letzten Jahre in Wolfsburg fort, die letzte Niederlage hatte es am 7. April 2007 gegeben (3:2 für Wolfsburg). Dabei waren die Vorsätze der Magath-Elf erkennbar. Der VfL versuchte, die Gäste gleich zu Beginn unter Druck zu setzen. Ein 25-Meter-Schuss von Vieirinha (6.) verfehlt nur knapp sein Ziel, seinen Direktschuss aus zehn Metern und spitzem Winkel wehrte FSV-Torhüter Christian Wetklo (20.) ab.

Die einzige Chance der Mainzer vor der Führung kam ein wenig überraschend - nach einem Eckball hob Niko Bungert in der 21. Minute den Ball über das Gehäuse. Sechs Minuten später durfte sein Team dann über die Führung jubeln, der VfL verlor den Faden und kassierte prompt den zweiten Treffer.

Wolfsburg nutzt Chancen nicht

Nach der Pause mühten sich die Gastgeber, wollten den schnellen Ausgleich, allerdings fehlte es an Ideen und Durchsetzungsvermögen. Auch wenn im Sturmzentrum neben Ivica Olic nun auch der eingewechselte Bas Dost für Gefahr sorgen sollte. In der 57. Minute köpfte Emanuel Pogatetz nach einem Eckball nur knapp über das Tor, zwei Minuten später feuerte Diego von der Strafraumgrenze ebenfalls über den Querbalken. In der 66. Minute setzte Olic einen Kopfball völlig unbedrängt aus Nahdistanz zur hoch an, zwei Minuten später rettete Wetklo bei einem Vieirinha-Kopfball.

Beim VfL hatte Magath seinen Stürmer Dost überraschend nicht für die Startelf nominiert. Der lange Niederländer durfte erst in der zweiten Halbzeit auf den Rasen. Im Vergleich zur Partie in München blieb auch Robin Knoche auf der Bank - dafür kamen Vierinha und Christian Träsch in die Mannschaft. Der Brasilianer Naldo konnte trotz seiner Rippenprobleme auflaufen. FSV-Trainer Thomas Tuchel hatte exakt mit der gleichen Aufstellung wie zuletzt bei der 0:3-Auswärtsniederlage gegen Schalke 04 begonnen. (dapd)



Kommentare
01.10.2012
13:53
Mainz stürzt den VfL Wolfsburg tiefer in die Krise
von tomatenkiller_neo | #5

Gottchen, VW Winterkorn leistet sich mal eben einen Magath (der wahrscheinlich in der Winterpause mal wieder 6-8 neue Spieler kauft), Mercedes haut 100 Mio für einen
abgewrackten Formel 1 -Piloten raus, was kostet die Welt ...

01.10.2012
07:12
Mainz stürzt den VfL Wolfsburg tiefer in die Krise
von hagpell | #4

Von seiner eigenwilligen Art wird Magath nicht abweichen. Die hat ihm schon bei den Bayern und in Schalke den Job gekostet.Selbstverständlich muss ein Trainer umstellen, wenn die Leistungen nicht stimmen oder Verletzungen dazu zwingen. Aber Magath entwickelt keine Mannschaft – er "konstruiert" sie sich wie ein kühlberechnender Ingenieur auf dem Reißbrett (oder Schachbrett?).
Passt ein Teilchen nicht, fliegt es raus. Das unterscheidet ihn vom Menschenversteher und Motivator Jürgen Klopp. Magath redet nicht mit seinen Spielern, er führt sie wie ein General. Mit diesem "Führungs-" stil wird bei der heutigen Generation von Spielern höchstens kurzfristige Erfolge haben. Ansonsten ist das Scheitern vorprogammiert. WER will sich schon dauernd demütigen und runterputzen lassen?
Schalke hat noch heute die Erblast abzuarbeiten, die eigentlich von Magath herrührt.

30.09.2012
21:15
VfL Wolfsburg und Quälix
von schwarzgelbesMaskottchen | #3

Magath hatte als "Trainer" wirklich eine gute Phase, und die war (mit den "jungen" Wilden wie Kevin Kuranyi, Timo Hildebrand ect) beim VfB Stuttgart.
Beim FC Bayern München konnte er aus dem Vollen schöpfen, ebenso beim VfL Wolfsburg, wo er zig Millionen als Trainer- und Sportdirektor in Personalunion investieren durfte.Dieses "Muster" ist bis heute so geblieben. Aufwand und Ertrag stehen schon lange nicht mehr in einem gesunden Verhältnis.
Von den anvisierten Europapokalplätzen ist Wolfsburg weit entfernt.
Power-Shopper Magath ist im Grunde der am meisten überschätzte Trainer, da er die meisten Spieler nicht weiterentwickelt, sondern nur als Rangiermasse sieht.
Mit Wolfsburg auf Platz 16 stehend, ist nun wieder der „Feuerwehrmann“ Magath gefragt. Diese "Rolle" beherrscht er sehr gut, da er früher überwiegend Mannschaften im Abstiegskampf betreut hat.

30.09.2012
21:05
Magath
von Hufschmied | #2

Wenn mir irgendeine Bundesligamannschaft völlig schnuppe ist, dann die aus Wolfsburg, aber richtig freuen kann ich mich immer wieder, wenn Herr Magath einen vor den Sack bekommt!

Dieser selbstherrliche, arrogante Trainer kann gar nicht oft genug verlieren. Die Gutsherrenmanier, die er an den Tag legt, jeden Tag, die ist unerträglich.

Vermutlich ist er im Geheimauftrag des FC Bayern München ausgesandt worden, den einen oder anderen BuLi-Verein zu ruinieren. Schalke hat also noch Glück gehabt...

30.09.2012
20:19
Mainz stürzt den VfL Wolfsburg tiefer in die Krise
von ayersrock | #1

Wie naiv und lächerlich müssen Vorstand und Geldgeber offensichtlich sein, um diesem Quälix endlos Millionen für völlig unproduktive Einkäufe nachzuschmeissen ? Dieser Trainer ist nicht in der Lage, die von ihm gekauften Spieler richtig einzuschätzen. Denn es reicht nicht, mehr oder weniger "Weltklasse" zu kaufen, wenn sie - wie in Wolfsburg - garnicht zur Mannschaft passen und von Quälix weder richtig beurteilt noch richtig auf die Mannschaft eingestellt zu werden. Aber im Dezember zeigt der Supertrainer erneut seine Fähigkeiten, Millionen aus dem Fenster zu schmeissen.

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