Köln lässt Lukas Podolski Konsequenzen spüren
13.02.2012 | 16:37 Uhr 2012-02-13T16:37:24+0100
Köln. Lukas Podolski ist vom 1. FC Köln zum Rapport bestellt worden. Die kritischen Aussagen des Nationalspielers in einem Interview hatten für Wirbel am Geißbockheim gesorgt. Die Aussichten auf einen Verbleib von Podolski in Köln dürften somit schwinden.
Am Montag feierte der 1. FC Köln 64. Geburtstag - und unter dem Motto 'Dem FC sing Pappnas' auch noch Karneval. Stunden zuvor maßregelten die Verantwortlichen auf der Geschäftsstelle ausführlich erst einmal jenen Spieler, der dem Klub die Pappnase aufsetzen wollte. Nach seiner lancierten Kritik am Verein musste Superstar Lukas Podolski zum Rapport antreten. Dort seien, so der Klub, 'alle relevanten Themen geklärt worden'. Podolski unterstütze nun ein gemeinnütziges Projekt in Köln.
Bereitet Podolski seinen Abgang aus Köln vor?
So mancher Fan fragte sich mit bangem Blick auf den
Vertragspoker: Vergrault der FC seinen Superstar? Oder platziert dieser ohnehin
nur vorzeitig Erklärungen und Entschuldigungen für seinen baldigen Abgang? Eine
Vertragsverlängerung des Nationalspielers scheint jedenfalls in weite Ferne
gerückt. Im Interview mit der Bild am Sonntag hatte Podolski
sich jedenfalls ins
Schaufenster gestellt, offen mit einer Rückkehr zu Bayern München kokettiert und
sogar auf direkte Nachfrage keinerlei Bekenntnis zu 'seinem' Klub
abgegeben.
Ob er eine ähnliche Rekordstrafe erhielt wie seinerzeit
Philipp Lahm nach der am Verein vorbeigeschleusten Kritik an Bayern München
(50.000 Euro), wurde nicht bekannt. Von der Ermahnung bis zur Abmahnung reicht
das mögliche Strafmaß. Klar war nur: Der FC wollte ein Zeichen setzen, dass er
sich auch vom kölschen Kultspieler nicht auf der (Papp-)Nase herumtanzen lassen
will.
Kölns Geschäftsführer kritisiert Podolski
FC-Geschäftsführer Claus Horstmann hatte nach der
öffentlichkeitswirksamen Kritik Podolskis mitten im Vertragspoker jedenfalls
angedeutet, der Klub werde 'von den Möglichkeiten, die der Arbeitsvertrag
vorgibt, Gebrauch machen'. Der Torjäger habe sich 'bewusst arbeitsrechtlichen
Bestimmungen widersetzt. Wir müssen als Verein deutlich machen, dass Rechte und
Pflichten für jeden gelten. Auch Lukas muss sich an die Spielregeln halten. Auch
wenn manche meinen, für Podolski gelten besondere Regeln.'
Am Wunsch, den
2013 auslaufenden Vertrag so bald wie möglich zu verlängern, ändere der Vorfall
aber nichts, erklärte Horstmann. Das Vertragsangebot, nach dem Podolski künftig
angeblich fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen kann, hatte der Verein unter
der Woche an die Öffentlichkeit gebracht. Worauf Podolski sich beeilte, zu
versichern, dass 'Geld nicht die entscheidende Rolle' spiele.
Podolski träumt vom Europacup mit Köln
Die Fronten
scheinen verhärtet. Eine Entschuldigung Podolskis am Montag vor der
Zusammenkunft fiel jedenfalls halbherzig aus. 'Wenn der Verein das kritisch
sieht, dass ich das Interview nicht habe autorisieren lassen, kann ich das
nachvollziehen', sagte er der Bild-Zeitung und erklärte, 'von den aktuell
handelnden Personen' niemanden angegriffen zu haben. Umso mehr stellt sich die
Frage nach dem Warum.
Kurios auch: Podolski verweist darauf, dass man ihm
ein Team in Aussicht gestellt habe, das zunächst um Platz 8 und dann um Platz 6
spielen könne. Seine Kritik äußerte er nun genau vor dem Spiel, vor dem der FC
erstmals seit dreieinhalb Jahren in der oberen Tabellenhälfte stand. Mit einem
Sieg gegen den HSV wären die Kölner bis auf vier Zähler an Rang sechs
herangerückt und hätten plötzlich vom Europacup träumen können.
Solbakken macht sich für Verbleib von Podolski stark
Dass die
Partie letztlich verloren ging, habe, so Trainer Stale Solbakken, aber nichts
mit Podolskis Äußerungen zu tun. 'Wir sind im Moment einfach nicht gut genug',
sagte der Coach. Der Norweger, der trotz des umstrittenen Entzugs der
Kapitänsbinde vor der Saison derzeit Podolskis engster Vertrauter im Klub zu
sein scheint, bemühte sich außerdem, die Wogen zu glätten.
Noch nach dem
Schlusspfiff beteuerte Solbakken, das Interview gar nicht gelesen zu haben. 'Und
was Lukas über seine Zukunft denkt, ist keine große Überraschung', sagte er: 'Er
muss bald den wichtigsten Vertrag seiner Karriere unterschreiben. Er ist ein
Weltstar und spielt seine beste Saison. Er hat eben große Träume.' Deshalb müsse
man ihm 'beweisen, dass wir auch hier eine gute Mannschaft für die nächsten
Jahre haben'.
Es sei jedenfalls keineswegs sicher, dass Podolski den
Verein verlasse. 'Ich rede oft mit Lukas und weiß, dass er sich noch nicht
entschieden hat', sagte Solbakken. Wenn er da mal nicht irrt. (sid)
16:40
Podolski dürfte weggehen. Der Rest ist ein zweitligareifer Vorstand und eine zweitligareife Mannschaft. So ist der FC am Ende.
14:36
Poldi ist nach Köln gegangen, weil man ihm einiges an Verstärkung versprochen hat.
Bis jetzt kam aber NICHTS !!!!!! Die Herren in der Vorstandsetage sollten sich mal hinterfragen, ob sie noch für den 1.FC Köln tragbar sind. Nur Show und nichts dahinter.
20:01
Wen wundert es denn das Podolski so ein Interview gibt?
Der Geschäftsführer und auch der Sportdirektor haben bis jetzt nicht großes bewegen können.
Der Sportdirektor verpflichtet Spieler ohne mit dem Trainer darüber zu sprechen, der Geschäftsführer verkrault Sponsoren.
19:44
...rechtmässige Verträge zur Makulatur verkommen,sollten
auch arbeitsrechtliche Schritte nicht greifen.
18:55
ich glaube da sitzt poldi am längeren hebel, was die truppe ohne ihn kann sah man gestern,dass war zeitweise zweitliga reif