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Fan-Gewalt

Initiator der Pezzoni-Kampagne identifiziert

07.09.2012 | 20:10 Uhr
Initiator der Pezzoni-Kampagne identifiziert
Floh aus Köln: Fußball Kevin Pezzoni.Foto: imago

Köln.  Der 1. FC Köln hat eigenen Angaben zufolge den Gründer einer gegen Ex-Profi Kevin Pezzoni gerichteten Kampagne identifiziert und harte Sanktionen angekündigt. FC-Abwehrspieler Pezzoni hatte in der vergangenen Woche um Auflösung seines Vertrages gebeten, nachdem er vor seiner Haustür und im Internet bedroht worden war.

"Es handelt sich um ein FC-Mitglied, gleichzeitig Vorsitzender eines kleineren Fan-Clubs. Wir haben gegen diese Person ein sofortiges Mitgliederausschlussverfahren in Gang gesetzt, werden ein maximales Stadionverbot verhängen und den Fan-Club-Status entziehen", teilte Geschäftsführer Claus Horstmann auf der Internetseite des Bundesliga-Absteigers mit.

FC-Abwehrspieler Pezzoni hatte in der vergangenen Woche um Auflösung seines Vertrages gebeten, nachdem er vor seiner Haustür und im Internet bedroht worden war.

"Mir kam die Idee, dass man ein paar Anreize setzen kann"

Hetze gegen Pezzoni
Köln will Gründer der Pezzoni-Facebook-Gruppe ausschließen

Der 1. FC Köln greift gegen gewaltbereite Fans in seinen Reihen durch. Nachdem sich der Gründer der Facebook-Gruppe "Pezzoni & Co. aufmischen" in der TV-Sendung "Domian" geoutet hat, will der Verein das Ultra-Mitglied ausschließen. Der Mann, der sich "Benni" nennt, macht die Medien verantwortlich.

Der vom Verein beschuldigte Anhänger hatte sich in der Nacht zum Freitag in der WDR-Talksendung Domian als "Initiator" einer gegen Pezzoni gerichteten Facebook-Gruppe bezeichnet. Ebenso hatte er behauptet, die Personen zu kennen, welche den Profi vor dessen Haus beleidigt hatten. "Ich kenne die Leute, die ihm vor der Tür aufgelauert haben. Da sind Beleidigungen gefallen - auch Drohungen", sagte der Anrufer.

Selbst sei er aber nicht an der Aktion beteiligt gewesen. "Mir kam die Idee, dass man ein paar Anreize setzen kann, um die Spieler darauf hinzuweisen, dass es in der Form nicht geht, dass man sich so lasch präsentiert", sagte er.

Horstmann bezeichnete das Verhalten als "widerwärtig" und könne "auch nicht mit Emotionen im Fußball erklärt werden." Er gehe davon aus, dass "die Ermittlungsbehörden jetzt weitere Anhaltspunkte erhalten, um die Vorgänge am Dienstagabend vor der Wohnung von Kevin Pezzoni aufzuklären." Zudem betonte Horstmann aber gleichzeitig, dass der Verein den Vertrag mit dem 23-Jährigen aber nicht "wegen dieser oder anderer Chaoten aufgelöst" habe. (sid)



Kommentare
07.09.2012
20:43
Erschreckende Niveaulosigkeit eines Fans
von sagittarius-andy | #1

Das Einzige, was wirklich erschreckend ist, ist die Niveaulosigkeit eines Fans und seine Mitstreiter. Nur weil ein Verein nicht so spielt, wie sie es sich wünschen, dann dieser Fan von Vorbestraft und alkoholisiert war (so das Interview bei Dominan) soll scheinbar alles erlaubt sein. Dann sind alle Mittel gerechtfertigt.

Wenn einem ein gewisser Verein in seiner Leistung nicht zusagt, dann hat jeder die Möglichkeit Fan eines anderen Vereins zu werden. Sein Lebensinhalt nur bei einem Verein zu finden, ist mehr als ärmlich.

Es sollte zu einer Strafverfolgung kommen und zu wenigstens 1,5 Jahre Strafvollzug. Ich glaube, diese Zeit wird dieser Fan brauchen um die wahren, wichtigen Dinge im Leben zu erkennen. Ein Fußballverein allein kann es nicht sein.

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