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Ibisevic schießt Stuttgart zum 1:0-Sieg beim Hamburger SV

21.10.2012 | 19:27 Uhr
Ibisevic schießt Stuttgart zum 1:0-Sieg beim Hamburger SV
Vedad Ibisevic erzielte das goldene Tor für den VfB Stuttgart in Hamburg.Foto: Philipp Guelland / dapd

Hamburg.  Vedad Ibisevic erzielte das Tor des Tages in der letzten Partie des achten Bundesliga-Spieltags. Der Stürmer schoss den VfB Stuttgart in der 30. Minute zum überraschenden 1:0 (1:0)-Auswärtssieg beim zuletzt starken Hamburger SV.

Der VfB Stuttgart hat den kurzen Höhenflug des Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga durch einen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg beendet. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia kam durch das Tor von Vedad Ibisevic (30.) zu ihrem völlig verdienten zweiten Saisonsieg und verbesserte sich dadurch auf den zwölften Tabellenplatz. Der HSV verpasste dagegen durch die zweite Heimniederlage den möglichen Sprung auf Platz vier und landete schmerzhaft auf dem Boden der Tatsachen.

Schon vor der Partie hatte Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic eine baldige Vertragsverlängerung mit Trainer Bruno Labbadia angekündigt, der nach dem holprigen Saisonstart und seiner "Wutrede" vor zwei Wochen in die Kritik geraten war. "Ich habe mich frühzeitig mit ihm zusammengesetzt. Die Gespräche werden zu einem positiven Ausgang kommen", sagte Bobic beim TV-Sender "Sky": "Für uns ist das auch kein großes Thema, weil wir uns vertrauen und ich auch sehe, was er für eine gute Arbeit leistet."

Das bewies Labbadia auch beim Spiel in Hamburg, wo er mit seiner Taktik die Norddeutschen vor große Probleme stellte. Der VfB attackierte früh den Spielaufbau, war bissiger in den Zweikämpfen und ließ die Hamburger im ersten Durchgang so gut wie überhaupt nicht ins Spiel kommen. Die Aussicht, durch einen Sieg in der Tabelle ganz nach vorne zu rücken, lähmte die Gastgeber anscheinend zusätzlich, statt sie zu beflügeln.

Van der Vaart fast wirkungslos

Die Schwaben, die zuvor erst einmal gewonnen hatten, wirkten selbstbewusster und spritziger als die Hamburger, die vor der Länderspielpause aus vier Spielen ohne Niederlage zehn Punkte gesammelt hatten. Der Däne William Kvist schränkte außerdem durch konsequente Deckung die Krise von HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart ein.

Schon nach 1:12 Minuten konnte sich der HSV bei Torwart Rene Adler bedanken, dass er nicht ganz früh in Rückstand geriet. Der Schlussmann behielt gegen den frei vor ihm aufgetauchten Martin Harnik die Ruhe und klärte im direkten Duell. Nach einer Viertelstunde hatte dann erstmals Ibisevic die Chance zu einem Tor, er zögerte aber frei stehend nach einem Querpass von Christian Gentner etwas zu lange und schoss schließlich aus zwölf Metern vorbei.

Rudnevs-Tor zu Recht aberkannt

Die Gäste-Führung nach einer halben Stunde war deshalb völlig verdient. Ausgangspunkt war ein Ballverlust von Artjoms Rudnevs, Christian Gentner spielte rechts außen Harnik an, dessen Querpass Ibisevic vor Verteidiger Michael Mancienne erreichte. Adler war beim Schuss des Stürmers chancenlos. Erst in der 45. Minute wurde es vor dem VfB-Tor gefährlich, als Milan Badelj aus 20 Metern nur die Latte traf. Der anschließende Kopfball-Treffer von Rudnevs wurde wegen Abseitsstellung zu Recht nicht anerkannt.

Nach der Pause brachte HSV-Trainer Thorsten Fink den schnellen Maximilian Beister, dessen Einwechselung sich in der 58. Minute fast schon ausgezahlt hätte. Seinen Schuss konnte Sven Ulreich nur mit Mühe klären, den anschließenden Kopfball platzierte Marcell Jansen auf dem Tornetz. Die Hamburger wirkten insgesamt nun etwas zielstrebiger auf dem Weg nach vorne, klare Chancen konnten sie sich aber zunächst nicht herausspielen. Dafür verpasste Raphael Holzhäuser (65.) die mögliche Vorentscheidung, als sein Schuss nur um Zentimeter am HSV-Tor vorbeistrich. In der 81. Minute hatten Rudnevs und Heung-Min Son noch einmal den Ausgleich auf dem Fuß, doch Ulreich parierte zweimal in Folge klasse. (dapd)



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