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HSV stellt Strafanzeige gegen Flitzer - Bayern will kein Nachspiel

31.10.2014 | 12:04 Uhr
HSV stellt Strafanzeige gegen Flitzer - Bayern will kein Nachspiel
Der Hamburger SV hat gegen den Flitzer beim DFB-Pokalspiel gegen Bayern München (1:3) Strafanzeige gestellt. Der hat sich mittlerweile in einem Brief bei beiden Vereinen entschuldigt.Foto: dpa

Hamburg/München.  Aufregung in der Pokal-Partie des FC Bayern beim HSV: Ein Flitzer attackierte Bayerns Ribéry. Der HSV entschuldigte sich und stellt Strafanzeige gegen den Täter. Zudem wird der Bundesligist gegen den Täter ein Stadionverbot verhängen, teilte der HSV mit. Die Bayern drängen nicht auf ein Nachspiel.

Der Hamburger SV hat gegen den Flitzer beim DFB-Pokalspiel gegen Bayern München (1:3) am Mittwochabend Strafanzeige gestellt. Zudem wird der Bundesligist gegen den Täter ein Stadionverbot verhängen, teilte der HSV am Donnerstag mit. Ein Hamburger Fan war in den Schlussminuten der Partie auf den Rasen gelaufen und hatte Bayern-Profi Franck Ribéry mit einem Schal ins Gesicht geschlagen. Außerdem zeigte er dem Franzosen beide Stinkefinger. Unmittelbar nach der Attacke wurde er der Polizei übergeben. Nach übereinstimmenden Hamburger Medienberichten vom Freitag soll es sich bei dem jungen Mann um einen 21-Jährigen handeln, der als DJ und Model arbeitet.

Der HSV entschuldigte sich wenige Minuten nach der Partie bei Ribéry und dem FC Bayern München. Die Bayern selbst wollten den Vorfall nicht überbewerten. "Franck hat souverän darauf reagiert. Das kann der HSV schlecht verhindern, da kann man keinem einen Vorwurf machen. Groß aufregen sollten wir uns nicht, es ist nichts passiert", sagte der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

"Es ist Fußball, kann passieren"

Ribéry machte ebenfalls kein Aufhebens um die Angelegenheit: "Es ist Fußball, kann passieren. Für mich ist es okay", erklärte der 31-jährige Franzose. Während der Partie war der Nationalspieler mehrfach ausgepfiffen worden, wenn er in Ballbesitz kam. Vorausgegangen war ein Zweikampf mit HSV-Abwehrspieler Ashton Götz, nach dem der Hamburger U23-Spieler die Gelbe Karte sah. Ribéry soll dem Nachwuchsakteur bei der Aktion mit der Hand ins Gesicht geschlagen haben. Vermutlich wollte der auf den Rasen gestürmte Fan seinen Unmut darüber ausdrücken.

Hintergrund
HSV-Fan geht mit Schal auf Bayerns Franck Ribéry los

Kurz vor dem Abpfiff des DFB-Pokalspiels zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München hatte ein HSV-Anhänger seinen äußerst zweifelhaften...

Auch die Hamburger Profis waren entsetzt über die Einlage kurz vor Spielende. "Bei aller Liebe, das sollte nicht sein. Ich hatte Angst, dass Franck ihm noch eine mitgibt", sagte Mittelfeldspieler Lewis Holtby. Bayern München will kein Nachspiel. Vermutlich wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Geldstrafe gegen die Hamburger verhängen. Der Täter gehört nach Angaben des HSV keiner Fan-Gruppierung an.

Täter schreibt Entschuldigungsbrief an beide Vereine

Laut "Hamburger Abendblatt" schrieb er beiden Clubs bereits einen Brief, in dem er sich für seinen Blackout entschuldigte. HSV-Vereinspräsident Carl Jarchow nahm das zur Kenntnis, will die zu erwartende Geldstrafe dennoch an den Eindringling weiterleiten. Einen Ausschluss von Fans oder gar ein Geisterspiel befürchtet Jarchow nicht.

Schon im Mai vergangenen Jahres hatte Ribéry ein Erlebnis mit einem Flitzer. Das verlief allerdings freundlich. Im Champions-League-Spiel der Bayern beim FC Barcelona stürmte ein Zuschauer auf Ribery zu. Der durchaus einem Späßchen wohlgesonnene Franzose umarmte ihn und schenkte ihm sein Trikot. (dpa)

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2014-10-31 12:04
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