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HSV-Aufsichtsrat drängt auf Sparmaßnahmen

07.03.2013 | 13:11 Uhr

Aufsichtsrats-Chef Manfred Ertel vom Hamburger SV hat den Vorstand des Fußball-Bundesligisten im Zuge der angespannten finanziellen Lage unter Druck gesetzt.

Hamburg (SID) - Aufsichtsrats-Chef Manfred Ertel vom Hamburger SV hat den Vorstand des Fußball-Bundesligisten im Zuge der angespannten finanziellen Lage unter Druck gesetzt. "Der Aufsichtsrat drängt darauf, ein umfassendes Konzept für Sparmaßnahmen, strukturelle Veränderungen und Einnahmeverbesserungen vorgelegt zu bekommen", sagte Ertel, nachdem das oberste Kontrollgremium am Mittwochabend gemeinsam mit dem Vorstand um den Vorsitzenden Carl-Edgar Jarchow getagt hatte.

Bei der Sitzung informierte Jarchow die Räte, dass der HSV im dritten Jahr in Folge nicht die wirtschaftlich angestrebte "schwarze Null" erreichen werde. Laut Medienberichten könnte das Minus im Sommer im zweistelligen Millionenbereich liegen.

In der Saison 2010/11 lag der Verlust bei 4,9 Millionen Euro, in der Spielzeit 2011/12 bei 6,6 Millionen Euro. Ertel teilte mit, "dass ein zeitnahes wirtschaftliches Konsolidierungsprogramm höchste Priorität hat". Dabei soll aber nicht die "sportliche Nachhaltigkeit" gefährdet werden, sagte der Spiegel-Journalist: "Es sollen nicht die gleichen Fehler wie in der Vergangenheit gemacht werden."

Um die angespannte Situation zu verbessern, wird beim HSV über eine Verlängerung der Zusammenarbeit mit Vermarkter Sportfive nachgedacht. Der Vertrag mit der Agentur läuft 2015 aus, ein neuer Vertrag könnte dem Klub ein sogenanntes "Signing Fee" einbringen.

"Zur Verbesserung der Einnahmeseite prüft der Vorstand derzeit verschiedenste Optionen. Ob dazu übergangsweise auch eine teilweise und befristete Zusammenarbeit mit einem Dienstleister in der Vermarktung sinnvoll und gewollt ist, ist Teil dieser Prüfungen, die ebenfalls zeitnah abgeschlossen sein werden", sagte Ertel.

Trotz des erneut drohenden Millionenverlustes für das laufende Geschäftsjahr rechnet der HSV nicht mit Auflagen der Deutschen Fußball Liga (DFL). "Ich rechne nicht mit Schwierigkeiten im Lizenzierungsverfahren. Die Liquidität wird nicht gefährdet sein", hatte Jarchow bereits am Mittwoch gesagt. Das Rekordminus des Klubs datiert aus der Saison 2002/03: Damals wies die Bilanz ein Defizit von 14,3 Millionen Euro aus.

sid

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Kommentare
10.03.2013
19:42
HSV-Aufsichtsrat drängt auf Sparmaßnahmen
von silera | #1

Ich würde vorschlagen die erste Sparmaßnahme ist die Auflösung des Aufsichtsrates.
Dann der Zwangsabstieg in die zweite Liga. Durch ein neues Konzept verstärkter Jugendaufbau, teure Profis rausschmeißen oder weiter verkaufen. Eingabe beim DFB
für eine Ligaumspannende Kürzung und Begrenzung aller Spielergehälter. Grundgehalt für jeden in Überschaubarer Höhe, laut Tarifvertrag, bei Siege oder Punktgewinn Prämienzahlungen ,fertig.

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