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Hopp: Bundesliga bei Financial Fairplay im Vorteil

27.08.2012 | 10:56 Uhr

Mäzen Dietmar Hopp von Bundesligist 1899 Hoffenheim hat das Financial-Fairplay-Regelwerk FFP des Europäischen Fußball-Verbandes UEFA ausdrücklich begrüßt.

Hoffenheim (SID) - Mäzen Dietmar Hopp von Bundesligist 1899 Hoffenheim hat das Financial-Fairplay-Regelwerk FFP des Europäischen Fußball-Verbandes UEFA ausdrücklich begrüßt. "Ich bin ziemlich sicher, dass die Bundesliga durch diese Regelung gegenüber England, Spanien und Italien eindeutig Boden gutmachen wird", schrieb Hopp bei TheEuropean.de: "Weil die deutschen Klubs weit solider wirtschaften als die europäischen Konkurrenten."

Allerdings gab der 72-Jährige zu Bedenken, dass "sich so gut wie niemand in der europaweiten Fußballszene ernsthaft mit den Auswirkungen" zu beschäftigen scheint. Zwar werde die erste Hürde, ein operativer Verlust bis zu 45 Millionen Euro aus den Spielzeiten 2011/12 und 2012/13, "für die meisten Vereine kein großes Problem darstellen", jedoch würden bereits ab der Zulassung für die Europäischen Wettbewerbe 2014/15 "die Vereine, die die erste Hürde gerade noch geschafft haben, Probleme bekommen", schrieb er. Dann gelte die 45-Millionen-Grenze für die vergangenen drei Jahre.

Die "erkennbare Zielrichtung" des FFP sei die Eindämmung der "überhöhten Personalkosten und damit einhergehend auch die Verringerung der Ausgaben für die Spielerberater", schrieb Hopp, der aber betonte, nicht so "blauäugig" zu sein und an eine "astreine Durchsetzung" von FFP zu glauben: "Aber eine Erfolgsquote von 90 Prozent ist doch allemal besser als die Beibehaltung des heutigen Zustandes."

Einen negativen Effekt der möglichen Implementierung des FFP in die Lizenzierung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht Hopp darin, "dass es mit dieser Regelung keinem Verein mehr gelingen wird, aus einer Liga unterhalb der Profiligen, wozu ich auch die 3. Liga zähle, in die Bundesliga zu kommen", wie das sein Verein geschafft habe. Hoffenheim habe vorgemacht, dass so in der Region "eine Infrastruktur für die Jugend vieler Vereine entstanden ist."

Positiv sei in jedem Fall, dass die Vereine so bei entsprechender Qualifikation für den europäischen Wettbewerb, dort auch mitspielen dürften. Durch das wesentlich solidere Wirtschaften der Vereine müsse die Bundesliga "weit weniger Befürchtungen haben" als andere Top-Ligen, schrieb Hopp.

Zudem würden die DFL und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit "dem FFP weit weniger Probleme haben, die 50+1 Regelung abzuschaffen und sich damit des Problems entledigen, möglicherweise nicht konform mit den EU-Richtlinien zu gehen".

sid

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