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Großes Veh-Interview - BVB-Gegner Frankfurt genießt Erfolg

15.02.2013 | 18:12 Uhr
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Großes Veh-Interview - BVB-Gegner Frankfurt genießt Erfolg
Eintracht-Trainer Armin Veh genießt den Erfolg mit seiner Mannschaft.Foto: dapd

Essen.   Vor zwei Wochen ist Armin Veh 52 Jahre alt geworden. Zu den ganz Jungen seiner Branche gehört er damit nicht mehr. Aber muss das ein Problem sein? Ein Gespräch mit dem Trainer von Eintracht Frankfurt vor der Bundesligapartie bei Borussia Dortmund – auch über die Vorteile des Älterwerdens.

Herr Veh, wissen Sie noch, wer über den Spieler Armin Veh einmal gesagt hat: Wenn er nicht so faul gewesen wäre, hätte er eine Weltkarriere machen können?

Armin Veh: Das war ich. Mit dem Wort Weltkarriere wäre ich heute etwas vorsichtig, aber es stimmt, dass ich als Spieler viel mehr hätte erreichen können, wenn ich härter trainiert hätte.

Sie waren doch ein hoch talentierter Spieler. . .

Veh: Ja, eben. Ich hatte die Technik und die Schnelligkeit. Im Grunde würde ich sagen, dass mir der Fußball zu leicht gefallen ist. Und da ich zu wenig für meine Physis getan habe, habe ich die richtige Balance nicht gefunden.

Haben Sie einen Typ Veh im Kader?

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Veh: Nee, den gibt’s nur einmal. Im Ernst: Habe ich nicht, und ich glaube, so ein Typ hätte es heute schwer mit mir. Denn wenn ich heute meinen Spielern sage, dass Mentalität Talent schlägt, dann weiß ich, wovon ich rede.

Ihre Mannschaft steht als Aufsteiger auf Platz vier, mit Tuchfühlung zu Platz zwei. Mentalität oder Talent?

Veh: Bei uns kommt beides zusammen. Eins alleine würde heute auch nicht mehr reichen.

Sie lassen sehr offensiv und risikoreich spielen. Steht Ihre Zeit in der Gladbacher Fohlen-Elf Pate?

Veh: Ach, das wäre übertrieben. Ich habe auch in Reutlingen schon offensiv spielen lassen, aber das war die 3. Liga, deshalb hat man es nicht so bemerkt. Ich habe meiner Mannschaft nach dem Aufstieg gesagt, sie soll in der Bundesliga weiter mutig spielen, weiter nach vorne spielen. Und zwar unabhängig vom Gegner. Immer. Das kann dann auch mal schief gehen, dann fangen wir uns eben mal richtig eins ein. Aber das ist dann auch okay. Das stehen wir doch durch.

Viel hatten Sie ja in dieser Saison nicht durchzustehen.

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Veh: Nein, das nicht. Aber ich halte es nun mal für sehr wichtig, dass man einen eigenen Stil kreiert. Ich möchte, dass die Leute erkennen: Aha, da spielt Frankfurt. Mit rummauern, um irgendwie drinzubleiben, geht das nicht. Das kann hier auch nicht der Anspruch sein. Und ich hätte keinen Spaß daran.

Sie sind Bundesliga-Trainer und wollen auch noch Spaß haben?

Veh: Ich bin Bundesliga-Trainer und weiß, dass zuerst die Resultate zählen. Und ich finde es tatsächlich toll, wenn ich samstags an der Linie stehe und das ein bisschen genießen kann, was mein Team da tut. Ich möchte Freude haben und ein gutes Spiel sehen. Ich bin nämlich auch Fußball-Fan.

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