Franz Beckenbauer prangert Arjen Robbens Egoismus an
13.02.2012 | 11:29 Uhr 2012-02-13T11:29:24+0100
München. Trotz des mühelosen Siegs des FC Bayern München hängt an der Säbener Straße der Haussegen schief. Ehrenpräsident Franz Beckenbauer geht mit dem "Reservisten" Arjen Robben hart ins Gericht. Er hält ihm zu großen Egoismus vor.
Bayern Münchens Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sieht im anhaltenden Egoismus von "Bankdrücker" Arjen Robben großes Konfliktpotenzial. "Allein die Reaktion, wenn er mal ein Tor schießt: Er rennt er nicht zu dem, der ihm die Vorlage gegeben hat, wie das höflichkeitshalber normalerweise der Fall sein sollte, sondern zu seinen Familienmitgliedern. So lässt er die Mannschaft hinter sich her laufen. Das sind gefährliche Entwicklungen", sagte Beckenbauer auf "Sky". Seine Anerkennung habe sich der 28-Jährige "teilweise verspielt. Er muss ein bisschen mannschaftsdienlicher denken".
Thomas Müller hat Arjen Robben bei Bayern verdrängt
Robben wolle momentan "nicht wahrhaben, dass er noch nicht die Klasse hat wie vergangene Saison", führte Beckenbauer fort. Dennoch glaubt der 66-Jährige, dass der zuletzt zweimal auf die Reservebank verbannte Superstar "seine Form wieder finden wird. Er braucht wieder ein Erfolgserlebnis". Wenn der Mittelfeldspieler wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sei, "dann hat er keine Konkurrenten, auch einen Thomas Müller nicht." Der Nationalspieler hatte zuletzt für Robben auf der rechten Flügelposition gespielt und für deutlich mehr Schwung gesorgt.
Robben (28) hatte im Pokal-Viertelfinale gegen Stuttgart (2:0) die komplette Spielzeit auf der Bank verbracht. Nach dieser Degradierung war er am Samstag beim 2:0 gegen Kaiserslautern in der 56. Minute für Müller eingewechselt worden und hatte für einigen Schwung gesorgt. Bisher hat er seine unbefriedigende Situation noch nicht kommentiert.
Rummenigge meinte derweil, dass der FC Bayern 'entspannt, sehr sachlich und nicht emotional' mit der Geschichte umgehe, 'und dass macht auch der Spieler sehr gut. Er ist sehr professionell.' Der Bayern-Boss stellte dem Niederländer deshalb abermals eine Verlängerung des 2013 auslaufenden Vertrags in Aussicht. Erste Gespräche zwischen Sportdirektor Christian Nerlinger und Robbens Vater Hans hat es bereits gegeben.
Bayerns Spieler von Robben-Diskussion genervt
Auch Trainer Jupp Heynckes hatte Robbens Reaktion gegen den FCK herausgestellt. 'Er war hochmotiviert. Das war sehr positiv', sagte Heynckes und ergänzte: 'Wir brauchen in den nächsten Wochen jeden sehr guten Spieler. Wenn Arjen in Topform ist, ist er ein Weltklassespieler.'
Den Mitspielern geht die Diskussion um Robben anscheinend auf die Nerven. 'Kein Spieler sitzt gerne draußen, aber wir müssen nicht jeden Tag darüber sprechen', sagte Torjäger Mario Gomez, 'wir sind nicht elf, die spielen, und dagegen die sieben auf der Bank - wir sind eine Mannschaft.'
Der FC Bayern liegt derzeit mit zwei Punkten Rückstand auf Meister Borussia Dortmund in der Tabelle der Fußball-Bundesliga an zweiter Stelle. In der Rückrunde gelangen den Münchenern bisher zwei Siege. (dapd/sid)
21:26
gut das Beckenbauer kein Egoist ist, sondern eine schüchterner zurückhaltender Mensch...der darf sowas sagen...looooooooooool