Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Videobeweis

Fifa und DFL testen den Videobeweis für vier Streitfälle

07.03.2016 | 22:32 Uhr
Fifa und DFL testen den Videobeweis für vier Streitfälle
In den Niederlanden läuft bereits eine Testphase für den Videobeweis.Foto: dpa

Essen.  In der Bundesliga-Saison 2016/2017 werden Tor- und Elfmeter-Entscheidungen, Platzverweise sowie die Verwechslung bestrafter Spieler analysiert.

Frühestens zur Saison 2018/19 wird es die Möglichkeit eines Videobeweises im Fußball geben, der Schiedsrichter-Entscheidungen korrigieren könnte. Das betrifft Tor- und Elfmeter-Entscheidungen, Platzverweise sowie die Verwechslung von bestraften Spielern. Bis dahin will die Deutsche Fußball-Liga gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund und in Abstimmung mit dem Weltfußballverband Fifa testen, wie der Videobeweis einsetzbar ist, ohne den fließenden Charakter des Spiels zu beeinflussen.

Fandel favorisiert Ex-Schiedsrichter

„Wir werden mit Offline-Tests in die Bundesliga-Saison 2016/17 gehen“, kündigte DFL-Direktor Ansgar Schwenken an. Offline-Test heißt: Für den Videobeweis in Frage kommende Szenen werden im ersten Jahr vom Video-Assistenten lediglich analysiert und protokolliert. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Erst im zweiten Jahr darf der Assistent, der nach Wunsch von DFB-Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel ein ehemaliger Bundesliga-Referee sein kann, bei strittigen Szenen per Funk dem Schiedsrichter Hinweise geben. Die könnten Einfluss darauf nehmen, ob der Unparteiische seine Entscheidung revidiert. Idealerweise innerhalb von nur 15 Sekunden.

Videobeweis
IFAB-Regelhüter segnen Testphase für Videobeweis ab

Mehrere Fußball-Ligen testen spätestens von der übernächsten Saison an den Videobeweis. Das beschloss das International Football Association Board.

„Auch mit Hilfe von Videosequenzen werden wir, das ist völlig klar, nicht alle Situationen auflösen und richtig bewerten können“, betont der ehemalige Bochumer Schwenken.

DFB-Interimsboss Rainer Koch begrüßt die zweijährige Testphase, an deren Ende die Fifa mit den Testteilnehmern die Ergebnisse bewerten wird. Koch favorisiert, wie Ex-Fifa-Schiedsrichter Markus Merk, das „Challenge“-Modell. Hier könnten die Trainer den Schiedsrichter darum bitten, Entscheidungen per Video überprüfen zu lassen. Diese Möglichkeit lässt die Fifa allerdings bislang nicht zu.

Michael Ryberg

Kommentare
08.03.2016
13:34
Fifa und DFL testen den Videobeweis für vier Streitfälle
von WHeisenberg | #1

In Amerikanischen Sportligen seit Jahren ein Standard, warum holt man sich nicht einfach Experten von da...

Funktionen
Fotos und Videos
So feiert der FC Bayern
Bildgalerie
Deutscher Meister
Gladbach gewinnt 2:0
Bildgalerie
Auswärtssieg
article
11631787
Fifa und DFL testen den Videobeweis für vier Streitfälle
Fifa und DFL testen den Videobeweis für vier Streitfälle
$description$
http://www.derwesten.de/sport/fussball/1_bundesliga/fifa-und-dfl-testen-den-videobeweis-fuer-vier-streitfaelle-id11631787.html
2016-03-07 22:32
sports,Videobeweis,Bundesliga,Fußball
1. Bundesliga