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DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten

12.07.2012 | 12:40 Uhr
Die Stehplätzen sollen in den Stadien der Bundesligisten vorerst erhalten bleiben.Foto: imago

Frankfurt.  Die Ausschreitungen von Fans in der vergangenen Bundesliga-Saison haben eine Diskussion über die Abschaffung von Stehplätzen ausgelöst. Doch der Deutsche Fußball-Bund will vorerst an ihnen festhalten. Derweil läuft beim Verband die Suche nach einem Sammer-Nachfolger ohne Zeitdruck.

Für DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock ist die Abschaffung der Stehplätze in den deutschen Fußball-Stadien vorerst kein Thema. "Die Stehplätze gehören zu unserer Stadionkultur, und andere Länder beneiden uns darum", sagte Sandrock im Interview mit dem kicker (Donnerstag-Ausgabe). Der 55-Jährige gab vor dem sogenannten Sicherheitsgipfel am kommenden Dienstag in Berlin aber auch zu bedenken, dass es keine Garantie für den Erhalt der Stehplätze gibt.

"Wenn wir unsere Probleme nicht in den Griff bekommen und der Gesetzgeber uns auffordern sollte, dass Stehplätze abzuschaffen sind, weil von diesen - und das ist leider so - der Großteil der Störungen, Gewalt, Schmähungen ausgeht, dann wird es schwierig." Am kommenden Dienstag wird unter anderem auch das Thema Stehplätze in Berlin zu Sprache kommen, wo sich hochrangige Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit den Verantwortlichen der 56 Klubs aus des Bundesliga, der 2. sowie auch der 3. Liga treffen. Auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Lorenz Caffier, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, werden in der Hauptstadt mit am Tisch sitzen.

Video
Frankfurt/Main, 16.05.12: Aufgrund der Unruhen nach den Relegationsspielen will der DFB härtere Maßnahmen ergreifen. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock und DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus fordern zudem die Einführung eines Verhaltenskodexes.

Verbot von Pyrotechnik bleibt bestehen

Sandrock machte im Vorfeld dieses Treffens noch einmal den Standpunkt von DFB und DFL deutlich. "Jede Form von Gewalt und Pyrotechnik lehnen wir ab. Wir müssen dabei auch ein Stück weit neue Wege gehen, immer auf der Basis eines 'Null-Toleranz-Prinzips' gegen Gewalt. Das ist eine Sache von DFB, DFL, den Vereinen, ja des gesamten Fußballs", so der 55-Jährige. Auch das kontrollierte Abbrennen von Pyro könne nicht geduldet werden: "Da gibt es weder von der Politik, noch von der Polizei, der Feuerwehr oder von uns Spielraum."

Chaos im Spiel der Fortuna

Sandrock sagte in dem Gespräch zudem, dass sich der DFB bei der Suche nach einem Nachfolger für Matthias Sammer die nötige Zeit lassen werde. Der künftige DFB-Sportdirektor müsse nicht nur ein Fachmann, sondern auch "eine Lokomotive" für den Verband sein. "Entscheidend ist die Qualität. Man muss verschiedene Kompetenzen sehen, die für diese Aufgabe erforderlich sind. Matthias Sammer zeichnet eine starke soziale und Führungskompetenz neben allen sportfachlichen Dingen aus. Solche Attribute braucht man auch an der Stelle. Ob am Ende des Tages 100 Länderspiele oder 400 Bundesligaspiele auf der Bewerbung eines Kandidaten kleben müssen, lasse ich mal außen vor."

 


Kommentare
17.07.2012
15:30
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von buntspecht2 | #13

Der gute Mann entscheidet das nur nicht

13.07.2012
10:59
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von lightmyfire | #12

Es ist richtig, dass Randale auch von Sitzplätzen gestaltet werden kann. Das Verbot von Stehplätzen taucht jetzt vor dem Gipfeltreffen des DFB auf, weil das auf Verfassungsschutz und dessen Aktenvernichtungen ablenkt. Das Verbot ist populärer als so mancher Fußballfan glaubt.

13.07.2012
10:31
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von Suizid | #11

Mal ganz unabhängig von der Problematik. Ich habe überhaupt kein Geld für einen Sitzplatz als Familienvater mit sinkendem Einkommen.

13.07.2012
07:29
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten.....
von Schalkemania | #10

.....und das ist auch gut so.
Denn von dort aus wird die Stimmung im Stadion gemacht. Das Anhänger vom FC Bayern das egal ist, ist klar. Wenn selbst der Uli die "Schei.... Stimmunug" im eigenen Stadion beklagt. Wie sagen die Bayern selber "Schickeria- Fans".
Wenn in Stadien wie der Veltins Areana oder beim BVB keine Stehplätze mehr da wären, na dann gute Nacht.
Dennoch muss das eigentliche Problem gelöst werden. Ich bin der Meinung, das geht nur durch Selbstreinigung. Meinetwegen letzlich auch über denunzireren. Die Fans in den eigenen Reihen müssten den Pyromaten Feuer unterm Hintern machen. Die Fans in den eigenen Reihen sollten gegen diese Leute gemeinsam vorgehen. Und das in jedem Stadion, egal welche Farbe der Herzensverein trägt.
Denn, es kann doch nicht sein, dass durch das Verhalten Einiger weniger, der Stadionbesuch zu einer sterilen Unterhaltungsveranstaltung verkommt.
Glück auf!

12.07.2012
21:06
DFB-Generalsekretär oder ein Sack Reis platzt....
von westfaIenborusse | #9

Plooooopppp....da fiel grad ein Sack Reis in China um....
Wie wäre es mit interessanteren Themen, z.B. über Super-Mario?
Guter Artikel und schöne Fotos in:
http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/571728/artikel_goetze-das-warten-auf-die-nummer-10.html

12.07.2012
18:51
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von peter2504 | #8

ob Steh-oder Sitzplätze, Pyrotechnik ist auf allen Plätzen möglich, auch auf Sitzplätzen, also was soll das Gelaber?

12.07.2012
17:06
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von dete48 | #7

@4 kronenschmeckt

was gibt es seit jahren nicht mehr? ich denke da an hertha bsc in der abstiegssaison, als die fans den spielern an die gurgel wollten. ist das keine randale im stadion? oder frankfurt, als sie idioten aufs feld sind. also wenn das keine randale im stadion ist, dann prost mahlzeit.
des weiteren wird zur zeit nicht oft, das zum glück, über die ausschreitungen nach den spielen berichtet. das bekommt man als normaler bürger gar nicht mit, aber da geht sehr oft einiges!

1 Antwort
@ dete48
von Kronenschmeckt | #7-1

Bei den Vorfällen die Du beschrieben hast, richteten sich die Fans? gegen den eigenen Club.
Sowas kommt in 5 Jahren vielleicht 3 x vor. Alles halb so wild.
In den 70ern und 80ern ging es im Stadion ganz anders zur Sache, da waren Massenschlägereien an der Tagesordnung.
Wenn sich die Hools heutzutage kloppen wollen, dann treffen sie sich irgendwo im Wald.
Ich für meinen Teil, als langjähriger Dauerkarteninhaber des BVB fühle mich im und um das Stadion sehr sicher.
Wenn sich rund ums Stadion hier und da mal ein paar Besoffene in die Haare kriegen, was solls?
Wie gesagt, alles halb so wild.

12.07.2012
16:45
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von Maestro81 | #6

Gefackelt wird beim Fußball seit Jahrzehnten. Früher fanden es alle toll. Bei Spielen aus Italien oder Spanien loben alle die "tolle südländische Stimmung", nur seit dem die Medien sich nicht zu blöd sind, ohne nachzufragen in die Kerbe von DFB, Politik & Polizei zu schlagen, ist das auf ein mal der Untergang des Abendlandes. Völlig albern.

Und mit Stehplätzen hat das mal überhaupt nichts zu tun...

1 Antwort
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von Kronenschmeckt | #6-1

Das Westfalenstadion braucht eh kein Pyro, denn die Stimmung dort ist einzigartig, da kommen keine Südeuropäer oder Engländer mit.

12.07.2012
16:25
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von liebelebenleidenschaft | #5

@ ludwigII

selten so ein Unfug gelesen!

12.07.2012
15:52
DFB-Generalsekretär will Stehplätze erhalten
von Kronenschmeckt | #4

Ausschreitungen und Randale gibt es in Bundesligastadien zum Glück schon lange nicht mehr.
Das Problem sind die Bengalos und Die kann man auf einer Sitztribüne genauso abfackeln wie auf einer Stehplatztribüne.
Aber die Vereine arbeiten ja dran.
Dank modernster Technik werden diese Unverbesserlichen in Zukunft ziemlich schnell überführt werden können.

1 Antwort
Diee Platzstürme
von ollikli | #4-1

In Berlin und Franfurt, die Dresdener bei Euch, Rostock, Cottbus etc.
ich glaube, du siehst alles ein wenig zu rosarot. sicherlich war die Gewalt in den 80 er schlimmer, aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht wieder in diese Zeiten zurückfallen.
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