Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Kommentar

Der Fußball ruht - die Stunde der Berater schlägt

27.12.2012 | 19:41 Uhr
Der Fußball ruht - die Stunde der Berater schlägt
Wird überall ins Gespräch gebracht: Robert Lewandowski, Stürmer von Borussia Dortmund.Foto: dpa

Essen.  In der Winterpause werden Spieler von interessierter Seite ins Gespräch gebracht. So - einmal mehr - geschehen bei BVB-Stürmer Robert Lewandowski. Oder bei Jan Kirchhoff von Mainz 05. Ein Kommentar.

Wenn der Fußball ruht wie in diesen dunklen Wintertagen, dann schlägt die Stunde der Spielerberater. Dass diese Säulen des Geschäfts zurzeit hochaktiv sind, lässt sich an den spektakulären Transfers ablesen, die angeblich unmittelbar bevorstehen.

Dabei ist der Robert-Lewandowski-Wechsel vom BVB zu Manchester United, Manchester City und ­Juventus Turin für 22 bis 50 Millionen Euro Ablöse noch der älteste Hut: Lewandowski wird ungefähr einmal pro Woche verhökert. Interessanter erscheint Jan Kirchhoff, ein junger Abwehrspieler aus Mainz, dem bis zu zehn Angebote von Klubs aus dem In- und Ausland vorliegen sollen.

Kirchhoff wird beraten von Roger Wittmann. Der Manager gilt als einflussreich, was kein Wunder ist, wenn ihm fast eine ganze Mannschaft gehört wie in Hoffenheim. Hier hat er vor einiger Zeit gerade noch Tim Wiese unterbringen können, bevor dieser - wie zuvor als nahezu unvermeidbar verkündet - zu Real Madrid wechseln musste.

So findet sich für jeden ein Plätzchen, und wenn es in Moskau ist, beim Welt-Verein Dinamo, wo Kevin Kuranyi, noch so ein Mann von Wittmann, sein Millionen-Auskommen hat.

Wenn im Januar Schalke wieder zum Training antritt, wird sich Edu einfinden. Der Brasilianer ist zurück. Bei Königsblau trifft er Julian Draxler, Jermaine Jones, Roman Neustädter, Ciprian Marica und Chinedu Obasi - wie Edu allesamt Klienten Wittmanns.

Mindestens eine neue Kultur will der Fußballer kennenlernen und eine tolle sportliche Perspektive hätte er auch gerne. Zum Glück ist es nur in seltenen Fällen das Geld, das ihn bewegt. Wäre es anders, wäre der Job des Spielerberaters endgültig kein Vergnügen mehr.

Klaus Theine



Kommentare
02.01.2013
10:14
Der Fußball ruht - die Stunde der Berater schlägt
von BVBDauerkarte | #2

Ob Sommer- oder Winterpause, auf den Sportseiten muss ja was geschrieben werden.
Leider werden auch solche billigen Sachen wie Gerüchte eingepflegt, dessen Wahrheitsgehalt meist als falsch da stehen.
Also viel Luft um nichts.

Hier währe eine Berichterstattung aus den Hintergründen der Vereine wünschenswerter.
Zum Beispiel, wie weit sind die Planungen der Trainingslager, was wird in den Stadien erneuert und was macht die Jugendarbeit.

Wechselgerüchte die später nicht eintreten, machen die Jornalisten nur unglaubwürdig.

28.12.2012
06:00
Der Fußball ruht - die Stunde der Berater schlägt
von GreenLion | #1

ein sehr amüsanter Kommentar. Roger Wittmann "gehört" fast eine ganze Mannschaft wie in Hoffenheim? Fraglich welchen Fußballverein aus Hoffenheim er meint... TSG 1899 Hoffenheim kann es nicht sein, da werden lediglich 7 von 32 Spielern der ersten Mannschaft von Rogon beraten, also alles andere als "fast die ganze Mannschaft". Das man sich über Kuranyi und seinen (mehr als gut bezahlten) Job in Moskau lustig macht ist zwar nicht grade die Hohe Kunst des Journalismus aber was solls. Ach ja und die ständigen Wechselgerüchte wie am Beispiel Lewandowski: Die Berater könnten sich den Mund fusselig reden - ohne Zeitungen wie diese hier würden diese Gerüchte doch sofort verpuffen und überhaupt nicht bekannt werden. Aber man braucht ja Schlagzeilen in der Winterpause also wird munter jedes noch so absurde und/oder abwägige Gerücht geschrieben, diskutiert - am besten mit Pro- und Contra-Artikeln - und aufs äußerste ausgelutscht. Aber diese bösen bösen Spielerberater.... wirklich schrecklich.

Aus dem Ressort
Werder verliert 0:1 gegen Köln - Ende der Ära Dutt?
Fußball
Resigniert saß Robin Dutt auf der Bank und registrierte mit verbitterter Miene den nächsten Tiefpunkt von Bundesliga-Schlusslicht Werder Bremen - und womöglich das Ende seiner Amtszeit. Eine bittere Heimpleite gegen Aufsteiger 1. FC Köln hat die Krise der Hanseaten weiter verschärft.
Ende der Ära Dutt? Werder verliert 0:1 gegen Köln
Fußball
Resigniert saß Robin Dutt auf der Bank und registrierte mit verbitterter Miene den nächsten Tiefpunkt von Bundesliga-Schlusslicht Werder Bremen - und womöglich das Ende seiner Amtszeit. Eine bittere Heimpleite gegen Aufsteiger 1. FC Köln hat die Krise der Hanseaten weiter verschärft.
Ujah schießt Köln in Bremen zum Sieg und Dutt wohl ins Aus
Bundesliga
Mit der fünften Niederlage aus den vergangenen sechs Spielen verschärft sich die Krise von Werder Bremen und Trainer Robin Dutt. Die Hanseaten verloren gegen den 1. FC Köln mit 0:1 und bleiben Tabellenletzter. Für die Gäste erzielte der eingewechselte Anthony Ujah den entscheidenden Treffer.
Gladbach träumt vorm Duell mit den Bayern von alten Zeiten
Gipfeltreffen
Borussia Mönchengladbach und der FC Bayern München beherrschten in den 1970ern die Bundesliga. Gemeinsam kamen sie auf acht Deutsche Meisterschaften. Das Spitzenspiel am Sonntag ist der 100. Vergleich der beiden Traditionsvereine. Favre: „Wir müssen keine Angst vor Bayern haben.“
BVB-Meistertrainer Ottmar Hitzfeld glaubt an das Klopp-Team
Hitzfeld
Als Rentner im Unruhe-Zustand hat der Fußball Ottmar Hitzfeld längst nicht losgelassen. Als TV-Experte teilt er sein Wissen mit der Fußballwelt. Der ehemalige Meistertrainer glaubt fest daran, dass für Borussia Dortmund der Erfolg in der Bundesliga zurückkehren wird.
Umfrage
Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?

Dortmund in der Krise - Kann der BVB seine Saisonziele noch erreichen?