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3:1 - BVB gewinnt umkämpftes Borussen-Duell in Gladbach

23.01.2016 | 20:23 Uhr
3:1 - BVB gewinnt umkämpftes Borussen-Duell in Gladbach
Ein Tor und eine Vorlage: BVB-Kicker Hendrik Mkhitaryan zeigte sich in Gladbach in Topform. Foto: dpa

Gladbach.  Borussia Dortmund beweist zum Rückrunden-Auftakt Souveränität und schafft den ersten Sieg bei Borussia Mönchengladbach seit sechs Jahren.

Vor dem Borussia-Duell hatte Gladbachs Cheftrainer André Schubert noch souverän trotzig auf die Frage reagiert, wie man denn den Dortmunder Angriffswirbel in den Griff bekommen wolle. “Och, wir spielen trotzdem”, formulierte Schubert salomonisch. Blieb ja auch nichts anderes übrig. Im Gegensatz zum 3:1-Coup über die Münchener Bayern in der Hinrunde allerdings entpuppte sich die aktuell zweitbeste Fußball-Bundesliga-Mannschaft für die Fohlen als zu hohe Hürde. Angeführt von Reus und Gündogan setzte sich die spielerische Klasse der BVB-Elf durch. Das 3:1 (1:0) der Dortmunder vor 54 010 Fans im ausverkauften Borussia-Park war verdient.

Hofmann
Gladbachs Hofmann:

Jonas Hofmann ist vom BVB nach Gladbach gewechselt, nun gibt es das Wiedersehen. Ein Interview über den Wechsel, seine Ziele und das Spiel am Samstag.

Ohne den erkrankten Hazard sowie die als Reservisten aufgebotenen Neuzugänge Hinteregger und Hofmann, die beide erst in der 80. Spielminute zum Zug kamen, begannen die Gladbacher in 4-4-2-Formation forsch, mit Vorwärtsdrang. Die Skandinavier hatten gegen Dortmunds 4-3-3 zügig zwei gute Chancen. Der Kopfball des Dänen Christensen tropfte nach einer Ecke von Raffael auf die BVB-Querlatte (6. Min.). Der Schwede Wendt hatte ein ähnliches Chancenkaliber zu bieten, verzog aber im Dortmunder Strafraum in halblinker Position knapp (19.). 
Die Gäste tauten langsam auf. Aubameyang schien bei Gladbachs Innenverteidigung zunächst an der Leine zu liegen. Doch mit zunehmender Spieldauer bekamen die 19-jährigen Jungspunde Christensen und Elvedi Probleme. Vor allem dann, wenn der BVB die Kugel schnell laufen ließ, geriet Gladbachs Defensivverbund unter Druck.

Raffael gelingt das  Anschlusstor

Mit Aubameyangs Solochance vor Keeper Sommer kippte die Partie stetig zur Dortmunder Seite. Der Schweizer Torhüter gegen mit Ganzkörpereinsatz (26.), hatte bei Gündogans Lattenschuss aus 20 Metern Zieldistanz Glück (35.), war dann aber vier Minuten vor dem Wechsel doch geschlagen. Gündogan, der auffälligste Schwarz-Gelbe, bediente den Ex-Gladbacher Reus mit einem prima Gassenpass. Blondschopf Reus schloss aus halbrechter Position vogelfrei, trocken und humorlos per Flachschuss in die linke Torecke ab: Ein Klassetor des Nationalspielers zum 1:0! Und verdient für Dortmund.

Schmelzer
Für BVB-Abwehrspieler Schmelzer kommt Gladbach noch zu früh

Marcel Schmelzer, Sven Bender und Nuri Sahin werden dem BVB in Gladbach fehlen. Bei einem zumindest gibt es Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr.

Gladbach kam mit neuem Offensivdrang aus der Kabine. Traore verpasste freistehend vor BVB-Keeper Bürki das 1:1 (48.), leitete kurz darauf mit einem, Ballverlust in der Dortmunder Hälfte den Konter zum 2:0 der Gäste ein. Prächtig herausgespielt von Reus vollstreckte Mkhitaryan per Flachschuss (51.). 
Eine frühe Entscheidung zugunsten des Tabellenzweiten war’s keines. Gladbach schlug zurück. Raffael nutzte Freiraum im Dortmunder Strafraumgetümmel nur sieben Minuten später zum Anschlusstor. Es war der siebte Saisontreffer des Brasilianers.

Hofmann wird eingewechselt

Gladbach versucht nun alles, leitete aber mit Ballverlusten im Mittelfeld immer wieder Konter der Dortmunder ein. Und die Schwarzgelben schnüffelten mehrmals am 3:1, bevor dann Gündogan per Direktabnahme tatsächlich traf. Diesmal von Mkhitaryan bestens ins Szene gesetzt. Eine Viertelstunde vor Schluss war das Borussia-Duell geritzt - verdient zugunsten der spielerisch besseren Dortmunder.

Daran konnte auch der eingewechselte Ex-BVB-Kicker Hofmann nichts mehr drehen. Seine Großchance in der 83. Minute stoppte die Werbebande gleich neben dem rechten BVB-Torpfosten.

Michael Ryberg

Kommentare
24.01.2016
22:15
Buerki Note 2????
von CiauPoehler | #20

Kann mir mal bitte jemand erklaeren warum Buerki (wie auch Weidenfeller - besonders auffaellig in der letzten Saison) den Ball beim Abschlag soweit...
Weiterlesen

4 Antworten
3:1 - BVB gewinnt umkämpftes Borussen-Duell in Gladbach
von arie2002 | #20-1

Doch das scheint so zu sein. Ich habe in einem Bericht mit Christoph Kramer gelesen, dass das genau die Absicht ist. Er hat damals ausgeführt, dass die Trainer davon ausgehen, dass bei einem Abschlag meist der Ball sowiesso nicht, oder nur selten, zum eigenen Mitspieler kommt. Deshalb versucht man den Gegner soweit wie möglich in die eigene Hälfte zu drängen, um sich dann auf die Rückeroberung des Balles zu konzentrieren. Das ganze hat den Vorteil, dass man sich den Gegner selbst weit vom eigenen Tor weg hält, und man den Gegner selbst direkt unter Druck setzt. Das geht aber nur mit Mannschaften wie Dortmund oder Leverkusen die sehr Lauf stark sind. Taktisch soll der Ball auf den vermeintlich schwächeren Abwehrspieler gespielt werden. Das Ganze ist also nicht ganz ohne sinn und Verstand.

arie2002
von CiauPoehler | #20-2

Macht ja auch irgendwo Sinn. Beim Weidenfeller letzte Saison hatte ich aber manchmal das Gefuehl er haette keinen grossen Einfluss darauf wo er den Ball hindrosch. Hoffen wir mal das es bei Buerki nicht so ist. Schoener anzusehen ist trotzdem ein schneller taktischer Spielaufbau der mit wenigen schnellen Spielzuegen zum Tor fuehrt als diese "Wer schiesst den Ball am hoechsten Taktik die nach mehreren langen Verzoegerungen Vermahnungen des Schiedsrichters auf sich zieht" und nichts anderes ist als ein Ballverlust.

Buerki
von WestfalenBorusse | #20-3

Bin zwar kein großer Buerki Freund, aber er hat doch punktgenau auf Guendogan gespielt... über geschätzte 40 Meter. .. dann Sahnepass auf Reus und .... Traumtor; -)

# WestfalenBorusse
von CiauPoehler | #20-4

Das habe ich schon mitbekommen das das Tor von Buerki eingeleitet wurde. Schon mal spasshalber mitgezaehlt wieviel weite Abschlaege von Buerki beim Gegner landen???
Da haette selbst Weidenfeller eine Chance mithalten zu koennen. Als Tabellenzweiter sollte man sich wirklich nicht auf Zufaelle verlassen das eventuell ein Abschlag von gefuehlten 20 zu einem Tor fuehrt. Beide werden doch speziell von Teddy darauf vorbereite - sollte man meinen?!

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2016-01-23 20:23
BVB, Sports, Gladbach, Bundesliga, Fußball
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