Wolfsburg nach 3:1 in Paderborn sicher in der Königsklasse

Erzielte gegen Paderborn sein 16. Saisontor: Wolfsburgs Top-Torjäger Bas Dost.
Erzielte gegen Paderborn sein 16. Saisontor: Wolfsburgs Top-Torjäger Bas Dost.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Der VfL Wolfsburg hat damit seine zweite Teilnahme an der Champions League nach 2009 perfekt gemacht und die Abstiegsnöte des SC Paderborn verschärft.

Paderborn.. Der VfL Wolfsburg hat seine zweite Teilnahme an der Champions League nach 2009 perfekt gemacht und die Abstiegsnöte des SC Paderborn verschärft. Die Niedersachsen feierten durch das 3:1 (2:0) am Sonntag ihren 19. Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga nach zuletzt drei sieglosen Partien hintereinander. Gastgeber Paderborn knüpfte in dem ungleichen Duell nicht an die jüngst guten Ergebnisse an. Der Underdog konnte die Punkterfolge der Konkurrenz im Abstiegskampf nicht nutzen und rutschte zwei Spieltage vor dem Saisonfinale auf den vorletzten Rang ab.

Klose trifft erstmals für Wolfsburg

Nach einer Ecke köpfte Timm Klose die Gäste mit seinem ersten Treffer im VfL-Trikot (16. Minute) zum nächsten Drei-Punkte-Erlebnis, nachdem die Mannschaft von Coach Dieter Hecking aus den vergangenen vier Auswärtspartien lediglich vier Punkte geholt hatte. VfL-Toptorjäger Bas Dost legte mit seinem Saisontreffer Nummer 15 und 16 (25./82.) nach. Nach einer Vorlage von Ivan Perisic verlor zuerst Daniel Brückner den Niederländer aus den Augen, der aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten musste. Acht Minuten vor Schluss entschied der 25-Jährige die Partie mit einem Abstauber. In der Nachspielzeit traf wie in der vergangenen Woche noch Lukas Rupp (90.+1).

Live-Ticker In der Torjäger-Liste liegt Dost nach seinem Doppelpack nur noch drei Treffer hinter dem verletzten Spitzenreiter Alexander Meier von Eintracht Frankfurt.

Der SC Paderborn verpasste den Sprung auf Tabellenrang 14, nachdem mit Freiburg, dem Hamburger SV und Hannover 96 gleich drei Konkurrenten nur einen Punkt aus ihren Partien holen konnten. Dabei hatte Paderborn vor dem Spiel noch einmal alles mobilisiert. Die ganze Fußgängerzone in der 144 000 Einwohner zählenden Stadt war mit Paderborn-Fahnen geschmückt und auch die Benteler-Arena mit 14 659 Zuschauern glich einem blau-schwarzen Fahnenmeer.

Paderborn wackelt in der Abwehr

Das vom Klub für den Endspurt ausgerufene Motto "Lass mal erstklassig bleiben" setzten die Ostwestfalen aber auf dem Platz nicht um. Auch gegen den Pokalfinalisten bekam der Aufsteiger mit der schlechtesten Abwehr aller Bundesligisten seine Defensiv-Probleme nicht in den Griff, auch wenn die Offensivbemühungen nicht schlecht aussahen.

Paderborns einzige Spitze Lukas Rupp (11.) setzte nach einem relativ ruhigen aber engagierten Beginn beider Teams einen ersten Warnschuss ab. Nach einer Kopfballvorlage traf er völlig frei vor VfL-Keeper Diego Benaglio nur das Außennetz. Auch Moritz Stoppelkamp (37./41.) vergab zwei gute Chancen für die Gastgeber.

Insgesamt aber enttäuschte die Elf von Coach André Breitenreiter in der vielleicht letzten Chance auf ein zweites Jahr Fußball-Bundesliga vor den Partien auf Schalke und gegen den VfB Stuttgart. Nach Gegentreffer zwei steckte das Team zwar nicht komplett auf, von dem von Breitenreiter beschriebenen "Brennen und Leuchten in den Augen" der Spieler war aber nicht viel zu sehen.

Wölfe verwalten - mit Glück

Wolfsburg beschränkte sich nach der Pause auf das Verwalten der Null, leistete sich dabei aber einige gefährliche Ballverluste. Süleyman Koc (57.) kam so aus 16 Metern nochmal zu einem Schuss, der allerdings über dem Tor landete. Auch der eingewechselte Ex-Wolfsburger Srdjan Lakic brachte keinen neuen Schwung - vielmehr sorgte Wolfsburgs wieder aufgeblühter Torgarant Dost für die Vorentscheidung, ehe Rupp noch zum Ehrentreffer kam.

Dede So reichte eine routinierte zweite Hälfte der Gäste, um den zweiten Tabellenrang hinter dem alten und neuen Meister FC Bayern München zu halten. Paderborn liegt als Siebzehnter mit 31 Punkten aber dem deutlich schlechteren Torverhältnis gleichauf mit Hannover 96 auf dem Relegationsrang und SC Freiburg direkt darüber. (dpa)