Kommentar

Von Gladbach und Leverkusen können andere lernen

Szene aus dem Hinspiel, das in Leverkusen 1:1 endete: Leverkusens Tin Jedvaj (rechts) gewinnt den Zweikampf gegen Mönchengladbachs Max Kruse
Szene aus dem Hinspiel, das in Leverkusen 1:1 endete: Leverkusens Tin Jedvaj (rechts) gewinnt den Zweikampf gegen Mönchengladbachs Max Kruse
Foto: dpa

Nicht nur Schalke und Dortmund starteten mit hohen Erwartungen - müssen aber erkennen, dass Gladbach und Leverkusen enteilt sind. Ein Kommentar

Essen.. Mönchengladbach 60 Punkte, Leverkusen 58 Punkte: Die Begegnung von Borussia und Bayer an diesem Samstag (15.30 Uhr/im Live-Ticker) verspricht eine packende zu werden. Erstens, weil es um die direkte Qualifikation für die Champions League geht. Zweitens, weil diese Mannschaften für einen Stil stehen, der die Zuschauer mitreißt: Der Dritte und der Vierte der Bundesliga spielen offensiv, mutig, schnell und trotzdem geordnet. Diese beiden Mannschaften stehen mit Recht so weit oben, die Trainer Lucien Favre und Roger Schmidt machen ihre Jobs sagenhaft gut, und hinter den Kulissen können sie sich auf clevere Managements verlassen.

Dass es drei Spieltage vor Schluss nur noch um die Platzverteilung geht und ursprüngliche Rivalen wie Schalke und Dortmund längst abgehängt wurden, sollte denen schwer zu denken geben. Vor allem der Weg der Gladbacher, die Favre erst 2011 knapp vor dem Abstieg rettete, zeigt auf, wie weit man auch ohne ein fettes Konto kommen kann, wenn man einen klaren und klugen Plan hat.

Aber selbst Schalke und Dortmund stehen ja noch komfortabel da, wenn man mal nach unten blickt: Wenn Klubs mit hohen Ansprüchen wie Hamburg, Hannover oder Stuttgart auf Gladbach und Leverkusen schauen, müssten sie sich in Grund und Boden schämen.

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