So will die Polizei BVB- und Schalke-Fans beim Revierderby trennen

Maßnahmen bei einem Risikospiel: Die Polizei will auch beim Revierderby am Samstag in Dortmund dafür sorgen, dass sich BVB- und Schalke-Fans nicht in die Quere kommen.
Maßnahmen bei einem Risikospiel: Die Polizei will auch beim Revierderby am Samstag in Dortmund dafür sorgen, dass sich BVB- und Schalke-Fans nicht in die Quere kommen.
Foto: imago
Borussia Dortmund gegen Schalke 04 – ein Derby elektrisiert das Revier. Wie kommen die Fans zum Stadion? Welche Wege sind zu nutzen? Gibt es Gefahren? Wir klären auf.

Dortmund.. Schwarzgelb gegen Königsblau. Zwölfter gegen Vierter. Borussia Dortmund gegen Schalke 04. Zum 146. Mal treffen die Revierklubs am Samstag (15.30 Uhr/live in unserem Ticker) in einem Pflichtspiel aufeinander, in der Fußball-Bundesliga ist es das 86. Duell zwischen den Vereinen. Nach den schweren Ausschreitungen auf Schalke im September 2013 wurde ein verändertes Sicherheitskonzept für das Revierderby entworfen – mit Erfolg.

„Es hat im letzten Jahr klasse funktioniert, denn die Fans haben mitgespielt“, sagt der Leiter des Vorbereitungsstabes, Andreas Wien. Deshalb vertraut der „Arbeitskreis Derby“, in dem unter anderem der BVB, Schalke und die Polizei Dortmund vertreten sind, auf jene Strategie, die 2014 für ein friedliches Aufeinandertreffen sorgte.

Wichtigste Maßnahme bei dem Risikospiel: „Wir wollen besonders darauf achten, dass die Gäste aus Gelsenkirchen sicher und weitestgehend getrennt von den Heimfans zum Stadion kommen“, sagt Wien. Die An- und Abreisewege sind jeweils gleich. Es wird empfohlen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, es gibt aber auch getrennte Parkplätze am Stadion. „Wir bieten", so Wien, „ein Rundum-Sorglos-Paket.“

Trennung der Fans bei An- und Abreise

Schalke-Fans können mit Sonderzügen aus Gelsenkirchen nach Dortmund und wieder zurück fahren. Über die genaueren Abfahrtzeiten informiert der Verein seine Anhänger auf der Facebook-Seite. Die Anreise erfolgt ausschließlich über den Dortmunder Hauptbahnhof. Von dort aus werden die Fans über den Nordausgang zur U-Bahn weitergeleitet. Ohne Stopp geht es dann weiter zur Haltestelle „Westfalenhallen“.

Für Schalke-Fans, die mit dem Pkw kommen, sind die Parkplätze A3, A4, und D2 (Maurice-Vast-Straße) vorgesehen. Der Fußweg führt von dort – getrennt von den Dortmunder Fans – direkt zum Stadion. Um den Einlass zu beschleunigen, gibt es bereits auf dem Weg Kontrollen durch den Ordnungsdienst.

Zwei Haltestellen für BVB-Fans gesperrt

Die Polizei bittet BVB-Fans, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, den Dortmunder Bahnhof umgehend durch den Haupteingang (am Königswall) zu verlassen. Sie sollen die U-Bahnabgänge auf der linken Seite im Bereich des „NH-Hotels“ nutzen. Die Anreise erfolgt ausschließlich bis zur Haltestelle "Stadion". Die Haltestellen „Remydamm“ und „Westfalenhallen“ sind für BVB-Fans indes gesperrt.

Zu Fuß können Dortmunder Anhänger für den Hin- und Rückweg diese Wege nutzen: Lindemannstraße, Wittekindstraße, Im Rabenloh, Joseph-Scherer-Straße, Maurice-Vast-Straße, die nördliche Wendeschleife und die Strobelallee.

An anderen Spieltagen nutzen rund 15.000 Fans die Fußgängerbrücke über die B1, um das Stadion zu erreichen. Diese Brücke ist beim Revierderby gesperrt. Auch der Park am Gebäude der Signal-Iduna-Versicherung ist zeitweise nicht zugänglich.

Pufferbereiche zwischen den Fanblöcken

Im Stadion gibt es Pufferbereiche zwischen den Fanblöcken. Diesmal sind wieder mehr S04-Anhänger als im Vorjahr dabei. 2014 hatten sie 2500 Karten weniger als üblich erhalten – nun wurde das Kontingent um 1300 reduziert. Auf die Reduzierung des Kontingents hatten sich beide Vereine nach den Ausschreitungen 2013 geeinigt.

„Wir arbeiten alle daran, dass wir wieder in den Normalzustand kommen“, sagt Volker Fürderer, Direktor Fanbelange bei Schalke. Das Gesamtkonzept habe sich bewährt, sein Verein befürworte deshalb auch die Strategie für das Derby in Dortmund.

Der BVB hat das Sicherheitspersonal für die Partie aufgestockt. „Wir haben die Anzahl der Ordnungskräfte deutlich erhöht – von 700 auf circa 1000“, sagt Christian Hockenjos, Direktor Organisation beim BVB. Die Polizei ist derweil am Samstag nach eigenen Angaben "mit Kräften im deutlich vierstelligen im Einsatz".

Polizei bleibt wachsam

Trotz der Vorkehrungen sei ein Gefahrenpotenzial nicht auszuschließen, meint Andreas Wien: „Wir stellen uns darauf ein, dass zu jeder Phase des Derbys, vom Vormittag angefangen bis in die Abendstunden hinein, etwas passieren kann. Wir sind nicht so naiv zu glauben, weil es beim letzten Mal funktioniert hat, wird es auch diesmal funktionieren. Wir appellieren an die Selbstverantwortung der Fans.“

Weitere aktuelle Informationen der Dortmunder Polizei zum Revierderby gibt es auf Facebook und Twitter.

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