Dortmund

Schalke darf dank 2:2 in Mainz und BVB-Sieg wieder hoffen

Dank Michel Bastos geht der Blick auf Schalke wieder nach oben in der Tabelle.
Dank Michel Bastos geht der Blick auf Schalke wieder nach oben in der Tabelle.
Foto: dapd
Wie viel ist das 2:2 der Schalker in Mainz am Ende wert? Diese Frage dreht in S04-Kreisen derzeit ihre Runden. Der Punktgewinn in Mainz war für die Königsblauen zumindest ein kleiner Lichtblick. Nicht zuletzt auch deswegen, weil der BVB gegen Frankfurt siegte. Ein Kommentar.

Dortmund. Was eigentlich ein Remis beim FSV Mainz 05 wert ist, darüber wird in den kommenden Tagen im Umfeld des FC Schalke 04 noch verhandelt werden. Die Partie fand auswärts bei einem direkten Tabellennachbarn statt. Und einen Punkt bei einem Konkurrenten einzunetzen, der sich in der Bundesliga auf Augenhöhe bewegt, gilt gewöhnlich als seriöse Leistung. Außerdem haben die Königsblauen dramatisch düsteren Ergebnissen aus der letzten Zeit einen kleinen Lichtblick entgegen gestellt, einen Lichtblick, der als Signal für eine Kehrtwende Richtung Besserung interpretiert werden kann.

Hat Schalke-Manager Horst Heldt die Talfahrt vielleicht zu verantworten?

Schalke Sogar interpretiert werden muss. Zumindest von den Schalker Verantwortlichen, die nicht nur mit der Mannschaft in einer Resultats-, sondern auch persönlich in einer Vertrauenskrise stecken. Vor allem für Trainer Jens Keller dürften die Tage allerdings nach dem 2:2 bei den im Vergleich mit dem Revierriesendampfer so schmal daherschippernden Mainzern unwesentlich ruhiger werden. Und das liegt auch daran, dass die Kandidaten für die internationalen Plätze parallel sauber gepunktet haben. Der Hamburger SV, bereits am vergangenen Wochenende strahlender 4:1-Sieger bei Borussia Dortmund, hat auch die Zwei-Borussia aus Mönchengladbach geschlagen. Und der SC Freiburg, von vermeintlich schmalem Kaliber wie Mainz 05, hält sich oben, hat sich oben etabliert.

Für Mainz oder Freiburg ist die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb jedoch kein Pflichtprogramm. Für Schalke dagegen schon. Und daraus erwächst dieser Druck, dessen Wirkung am Gesicht von Horst Heldt so gut abzulesen ist. Der Schalker Sportdirektor hat den Trainerwechsel von Huub Stevens zu Keller zu verantworten. Hat er deshalb auch in einem direkten Ursache-Wirkung-Zusammenhang die Talfahrt zu verantworten?

Für Schalke ist Rang vier dank BVB-Sieg nicht unerreichbar

Sollte Heldt neben dem in zwei Richtungen zu interpretierenden Remis noch nach ein klein wenig mehr Erleichterung suchen: Der BVB, der so wenig geliebte Reviernachbar, hat am Samstagabend ein wenig geholfen. Eintracht Frankfurt, der so starke Aufsteiger, der sich wie Mainz und Freiburg überraschend nach vorn gedrängt hat, wurde bezwungen. Platz acht, Schalke, und Platz vier, die Eintracht, trennen also nur sieben Punkte. Und um einen Sieben-Punkte-Abstand in den Blick zu bekommen, braucht man an einem 22. Spieltag immerhin noch kein Fernglas.